Fast zwei Jahre lang mussten Fans auf neue Folgen von „Bridgerton“ warten. Seit dem 29. Januar 2026 stehen bei Netflix nun aber die ersten vier Episoden der vierten Staffel zum Abruf bereit und läuten das nächste große Liebeskapitel der beliebten Regency-Serie ein. Nachdem bereits Daphne (Phoebe Dynevor), Anthony (Jonathan Bailey) und Colin (Luke Newton) ihr persönliches Glück gefunden haben, rückt nun der zweitälteste Sohn der hoch angesehenen Familie Bridgerton in den Fokus: Benedict.
Die neue Staffel basiert auf dem Roman „Wie verführt man einen Lord?*“ von Julia Quinn und erzählt eine romantische Geschichte mit deutlichen Aschenputtel-Anklängen. Im Mittelpunkt steht Benedict Bridgerton (Luke Thompson), der sich auf einem Ball unsterblich in eine geheimnisvolle junge Frau verliebt.
Achtung: Ab hier folgen Spoiler zur ersten Folge der vierten Staffel von „Bridgerton“.
Die Saison beginnt mit einem von Violet Bridgerton (Ruth Gemmell) veranstalteten Maskenball, bei dem alle Gäste verkleidet erscheinen. Während sich Benedict durch die ihn anhimmelnden, heiratswilligen jungen Damen drängt, bleibt sein Blick an einer Unbekannten im silbernen Kleid hängen. Was nur die Zuschauer*innen wissen: Bei der geheimnisvollen Frau handelt es sich um die Zofe Sophie (Yerin Ha). Sie ist offenbar die Einzige im Raum, die dem begehrten Junggesellen nicht sofort um den Hals fällt.
Als Benedict Sophie aus einer für sie unangenehmen Situation mit einem anderen Ballgast befreit und sie anschließend zum Tanz auffordert, lehnt sie ab. Schließlich gesteht sie, dass sie nicht tanzen könne. Benedict hält diese Aussage zunächst für Teil der Figur, die Sophie an diesem Abend spielt. Schmunzelnd nennt er sie eine „Ingenue im Silberglanz“. Seid ihr beim Schauen der ersten Folge auch über diesen Begriff gestolpert? Wir erklären, was dahintersteckt.
Ist Sophie eine "Ingenue"?
„Ingenue“ stammt vom französischen Wort ingénue ab (der weiblichen Form von ingénu) und bedeutet so viel wie „unschuldig“, „naiv“ oder „naturwüchsig“. Auch wenn Benedict damit streng genommen nur Sophies Kostüm und Auftreten meint, trifft die Beschreibung auf sie als Person kaum zu.
Sophie ist kein weltfremdes Adelsmädchen, sondern eine arbeitende Frau, die bereits einiges erlebt hat und alles andere als ahnungslos ist. Das weiß Benedict natürlich nicht. Aber auch eine weitere Begrifflichkeit im Zusammenhang mit Sophie dürfte bei vielen für fragende Gesichter gesorgt haben.
Was ist ein "Mündel"?
Achtung: Ab hier folgen Spoiler zur zweiten Folge der vierten Staffel.
In einem Rückblick sehen wir, wie Sophie als Kind erstmals auf Araminta (Katie Leung) trifft. Ihr Vater Lord Penwood (Arthur Lee) stellt das Mädchen dabei als sein „Mündel“ vor. Dieser Begriff bezeichnet eine Person, die unter Vormundschaft steht. Tatsächlich ist Sophie sein uneheliches Kind aus einer Beziehung mit einer Dienstmagd. Zwar nahm der Graf seine Tochter bei sich auf, doch indem er sie als Mündel bezeichnete, vermied er den gesellschaftlichen Skandal, sie offiziell als seine leibliche Tochter anzuerkennen.
Sophies Herkunft stellt eine Beziehung mit Benedict natürlich vor erhebliche Probleme. Doch dass die beiden am Ende zueinanderfinden werden, scheint eigentlich klar – schließlich sind wir bei „Bridgerton“. Wie genau Sophie und Benedict die gesellschaftlichen Hürden überwinden, erfahren wir in den kommenden vier Episoden.
Wann uns die neuen Folgen erwarten, lest ihr im nachfolgenden Artikel:
"Bridgerton" Staffel 4: Wann kommt Teil 2 zu Netflix – und wie geht es weiter?*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.