"Arbeite nie mit diesem Mann!": Darum warnte die Mutter von "Euphoria"-Star Jacob Elordi vor dem Regisseur eines Netflix-Horror-Hits
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Jacob Elordis Oscar-reife Performance als Kreatur ist ein Grund für den Erfolg von „Frankenstein“. Hätte der Star einst auf seine Mutter gehört, hätte er die Rolle in dem Netflix-Hit aber wohl nie gespielt. Der Grund? Ein Fantasy-Kultfilm von 2006.

Bis zur 98. Oscar-Preisverleihung dauert es zwar noch etwas aber schon jetzt steht fest: Regisseur Guillermo del Toro und Netflix gelang mit „Frankenstein“ einer der bis dato größten Horror-Hits auf der Plattform. Und das zeigte sich schon unmittelbar nach dem Start. Kurz nach seiner Premiere im letzten November schoss del Toros Neuinterpretation von Mary Shelleys Kultroman sofort auf Platz 1 der Netflix-Charts (29,1 Millionen Views in nur drei Tagen). Im zweiten Halbjahr 2025 landete „Frankenstein“ auf Platz 3 der weltweit meistgestreamten Netflix-Filme!

Und der Erfolg setzte sich auf künstlerischer Ebene fort: „Frankenstein“ ist das erste reine Horror-Original des Streamers, das in prestigeträchtigen Kategorien wie „Bester Film“ und „Bestes Drehbuch“ nominiert wurde. Insgesamt heimste das Horror-Märchen neun Oscar-Nominierungen ein. Eine davon ging an Nebendarsteller Jacob Elordi. Der „Euphoria“-Star zeigt als Frankensteins entstellte aber innerlich zutiefst feinfühlige Kreatur eine denkwürdige Leistung. Doch fast wäre es nie zu einer Zusammenarbeit zwischen dem australischen Darsteller und del Toro gekommen. Nicht ganz unschuldig daran ist Elordis Mutter – und die DVD-Hülle zu einem der bekanntesten del-Toro-Filme!

Gruseliges DVD-Cover: "Was ist das denn?"

Bei einem Film-Event im berühmten Londoner BFI IMAX-Kino, eines der größten Lichtspielhäuser Großbritanniens, erinnerte sich Elordi im Beisein del Toros an die Anekdote aus seiner Kindheit. Eine Geschichte, die sich in den späten 2000ern zu einer Zeit zutrug, als es noch viele Videotheken mit großer VHS- und DVD-Auswahl gab.

Elordi habe als Kind regelmäßig Videotheken besucht und besonders viel Zeit bei den Regalen mit den Horror-Filmen verbracht. Dort fiel ihm auch erstmals das markante DVD-Cover eines bei vielen Fantasy-Fans besonders geschätzten del-Toro-Werks auf: „Pans Labyrinth“. Elordi (via Variety): „Ich sah den Baum und das kleine Mädchen auf der Hülle, drehte sie um – und dann erblickte ich auf der Rückseite das bleiche Monster (Im Original: Pale Man). Ich weiß noch genau, wie ich dachte: ‚Was ist das denn?‘“

Das bleiche Monster ist einer der wichtigsten Antagonisten in „Pans Labyrinth“, der mit seiner schlaffen, faltigen Haut über ein verstörendes Äußeres verfügt. Sein markantestes Merkmal ist sein augenloses Gesicht. Stattdessen liegen seine Augäpfel auf einem Teller vor ihm.

"Es ist gut, seiner Mutter nicht zu gehorchen"

Obwohl der Film in Australien mit der Altersfreigabe „M“ (empfohlen für Zuschauer ab 15 Jahren) versehen war, erlaubte Elordis Mutter ihm schließlich, den Film auszuleihen – allerdings nur unter einer bestimmten Bedingung. „Du darfst niemals mit diesem Mann arbeiten“, soll sie laut Elordi zu ihrem damals zehnjährigen Sohn gesagt haben. Mit „diesem Mann“ meinte sie den Regisseur, der sich Figuren wie den Faun oder den Pale Man ausgedacht hatte: del Toro.

„Und siehe da“, kommentierte der 28-jährige Schauspieler die mütterliche Warnung ironisch. Denn bekanntermaßen kam es fast 20 Jahre nach dem Ereignis in der Videothek – zum Glück – doch noch zu der Zusammenarbeit mit dem Regie-Phantasten. Dieser konnte sich eine Bemerkung nicht verkneifen und kommentierte schmunzelnd: „Es ist gut, seiner Mutter nicht zu gehorchen.“

Böse ist diese ihrem Sohn aber mit Sicherheit nicht, vielmehr wohl voller Stolz – gerade vor dem Hintergrund des großen Erfolgs von „Frankenstein“. Die Chancen, sie bei der Oscar-Gala am 16. März an der Seite von Elordi zu sehen, sind übrigens hoch. Denn der Oscar-Nominierte hatte Ende Januar in der Show von Jimmy Kimmel offiziell angekündigt, dass ihn seine Mutter, Melissa Elordi, über den roten Teppich begleiten wird.

Vor genau 20 Jahren gewann ein viel diskutiertes Drama den wichtigsten Oscar: den für den „Besten Film“. Bedauerlicherweise spricht heute fast niemand mehr über dieses Werk, das ein einst riesiges Star-Ensemble vor der Kamera versammelte:

Vor 20 Jahren gewann er den wichtigsten Oscar – doch heute spricht niemand mehr über diesen starbesetzten Film!

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