Neuer Platz 1 der Netflix-Charts: Horror-Blockbuster mit 120-Millionen-Dollar-Budget ist in jeder Hinsicht ein Volltreffer!
Christoph Petersen
Christoph Petersen
-Chefredakteur
Schaut 800+ Filme im Jahr – immer auf der Suche nach diesen wahrhaftigen Momenten, in denen man dem Rätsel des Menschseins ein Stück näherkommt.

Seit seiner Kindheit hat Guillermo del Toro davon geträumt, einen „Frankenstein“-Film zu drehen. Jetzt hat ihm Netflix diesen Wunsch mit einem neunstelligen Budget ermöglicht – und das Risiko zahlt sich für den Streamer offenbar voll aus...

„Viel hilft viel“, heißt es oft so schön. Aber im Streaming-Geschäft scheint diese alte Weisheit nicht unbedingt zu stimmen. Schließlich schauen die meisten Menschen Netflix Originals trotz gelegentlicher Mini-Kinostarts nicht auf der großen Leinwand, sondern auf dem heimischen Fernseher – und da wirken superteure Spezialeffekte meist nur noch halb so spektakulär (wenn überhaupt). Zu spüren bekommen hat der Anbieter das erst wieder vor wenigen Monaten, als die 320-Millionen-Dollar-Mega-Produktion „The Electric State“ trotz Netflix-Aushängeschild Millie Bobby Brown („Stranger Things“, „Enola Holmes“) nur sehr enttäuschende View-Zahlen generieren konnte.

Bei „Frankenstein“ sieht das nun aber ganz anders aus. Trotz einer Blockbuster-würdigen Laufzeit von zweieinhalb Stunden hat der epische Monster-Horror von „Shape Of Water“-Mastermind Guillermo del Toro allein in seinen ersten fünf Tagen mehr als 29 Millionen Views und mehr als 73 Millionen geschaute Stunden angesammelt. Das bedeutet für den mit Oscar Isaac, Jacob Elordi, Mia Goth und Christoph Waltz stargespickten Ausstattungs-Overkill einen starken Platz 5 in der Liste der besten Netflix-Filmstarts des bald zu Ende gehenden Jahres. Nur „Havoc“ (29,8 Millionen), „The Old Guard 2“ (37,5 Millionen), „Happy Gilmore 2“ (46,7 Millionen) und „Back In Action“ (46,8 Millionen) wurden noch häufiger in ihrer jeweiligen Auftaktwoche angeschaut.

Die Top 10 der erfolgreichsten Netflix-Filmstarts 2025

Der erfolgreichste Netflix-Film nicht nur des Jahres 2025, sondern insgesamt, taucht übrigens deshalb nicht in dieser Liste auf, weil er seine Wahnsinns-Zahlen über einen längeren Zeitraum eingesammelt hat, während ihn direkt zum Start noch gar nicht so viele als ultimatives Hype-Phänomen auf dem Schirm hatten: Die Rede ist natürlich von „KPop Demon Hunters“.

Nicht nur Masse, sondern auch Klasse

Allerdings beschränkt sich der Erfolg von „Frankenstein“ – anders als bei den vier noch besser gestarteten Filmen des Jahres – nicht nur auf die Masse an Menschen, die zum Auftakt bei Netflix eingeschaltet haben. Stattdessen dürfte Guillermo del Toro nach seinem Oscar-Abräumer „Shape Of Water“ (vier Siege bei 13 Nominierungen) auch in der anstehenden Awards-Saison wieder ein gehöriges Wörtchen mitreden, vor allem in den technischen Kategorien: Die Oscar-Expert*innen von Gold Derby prognostizierten aktuell Nominierungen für Beste Kamera, Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte sowie Siege für Beste Kostüme, Bestes Make-up und Beste Ausstattung.

Und auch wir waren ziemlich angetan, als wir „Frankenstein“ bei seiner Weltpremiere auf dem Filmfest in Venedig gesehen haben. So lautet das Fazit der offiziellen FILMSTARTS-Kritik (4 Sterne): „Der Film, für den Guillermo del Toro geboren wurde – auch ohne große Neuerungen eine zugleich überwältigend monumentale und zutiefst persönliche Adaption des Horror-Klassikers. Mit ihr führt del Toro die Lesart, dass in Wahrheit das ‚Monster‘ das Opfer ist, zu ihrem logischen – und dabei nicht nur exzessiv gorigen, sondern auch konsequent melodramatischen – Abschluss.“

Während „Frankenstein“ jetzt schon seit fast einer Woche fleißig Views auf Netflix sammelt, ist der folgende Film übrigens brandneu, und dank zwei Kultstars gerade für Kinder der Neunziger womöglich einen Blick wert:

Neu auf Netflix: Die schönste Zeit des Jahres wird ab heute mit 2 echten 90er-Jahre-Ikonen eingeläutet!

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