Aus für "Predator"-Franchise? Macher wechselt zu Disney-Konkurrent – belebt er dort ein Zombie-Franchise wieder?
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Ein Deal versetzt Hollywood in Aufregung. Regisseur Dan Trachtenberg hat einen 3-Jahres-Vertrag mit Traditionsstudio Paramount unterschrieben. Das könnte direkte Auswirkungen auf mehrere beliebte Franchises haben.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Für die nächsten drei Jahre hat Hollywood-Studio Paramount den ersten Zugriff auf Projekte von Filmemacher Dan Trachtenberg. Gemeinsam mit seinem Produktionspartner Ben Rosenblatt soll Trachtenberg in dieser Zeit für Paramount bestimmte Titel entwickeln und dann natürlich inszenieren.

Die Übereinkunft wirft ein paar Fragezeichen unter Filmfans auf, die wir hier behandeln wollen. Vor allem geht es dabei um die Zukunft des „Predator“-Franchise, aber auch die Frage, was Trachtenberg bei dem Studio mit dem legendären Berg-Logo machen wird.

Erneuter Stopp für das "Predator"-Franchise?

Dan Trachtenberg, der mit „10 Cloverfield Lane“ seinen Durchbruch feierte, machte zuletzt vor allem Schlagzeilen, weil er für Disney das „Predator“-Franchise neu belebte. „Prey“, der Animationsfilm „Predator: Killer Of Killers“ sowie zuletzt „Predator: Badlands“ wurden von vielen Fans gefeiert. Eigentlich sollte noch mehr kommen. Trachtenberg teaserte bereits weitere Ideen und Pläne – auch im Interview mit uns.

Doch der neue Vertrag macht ein dickes Fragezeichen dahinter. Grundsätzlich erlauben es solche sogenannten First-Look-Deals zwar Filmemachern, auch weiterhin Arbeiten bei anderen Studios zu machen, insbesondere dort schon begonnene Reihen fortzuführen, doch es sprechen zwei Dinge dagegen:

Paramount will groß angreifen und Disney den Kampf ansagen. Trachtenberg selbst sagt in der offiziellen Pressemitteilung, dass er dabei helfen will, „Paramount wieder zur absoluten Spitze des Kinos zu machen“. Da dürfte er nicht zwischendrin für den ärgsten Konkurrenten arbeiten – zumal ihm womöglich die Zeit fehlt. Der Deal geht erst mal nur über drei Jahre, da dürfte Trachtenberg direkt bei Paramount eingespannt sein. Wir vermuten daher, dass die „Predator“-Reihe erst einmal wieder pausiert.

Übernimmt Trachtenberg bei Paramount "World War Z"?

Es ist sehr gut möglich, dass Dan Trachtenberg bei Paramount komplett neue originäre Ideen ersinnt, doch wir halten das für eher unwahrscheinlich. Der Filmemacher feierte seine Erfolge bislang mit der Fortführung etablierter Marken, denen er einen neuen Dreh geben kann. Genau dafür will ihn Paramount haben. Zudem gelingt der erwähnte Angriff auf die Kino-Spitze realistischer über bekannte Franchises als mit komplett neuen Ideen.

Der Hollywood-Insider Jeff Sneider bringt so gleich drei mögliche Marken ins Spiel, die Paramount wiederbeleben will: „Transformers“, „Cloverfield“ und „World War Z“. Der Top-Tipp des Experten ist dabei „World War Z“. 2013 lief das Original mit Brad Pitt in den Kinos und war ein riesiger Hit. Seitdem wird diskutiert, wie es weitergehen kann. Es wäre eine reizvolle Aufgabe für Trachtenberg hier vielleicht eine Mischung aus Reboot und Fortsetzung zu konzipieren, für welche er mit Pitt zusammenarbeiten könnte.

Das ist aber reine Spekulation. Die Zukunft wird zeigen, was Trachtenberg bei Paramount umsetzen wird. Übrigens wird in Deutschland gerade eine Gesetz auf den Weg gebracht, welches Netflix und Co. dazu bringen soll, mehr Geld hierzulande in neue Filme und Serien zu stecken. Alles, was ihr dazu wissen müsst, gibt es im folgenden Artikel:

Netflix muss künftig Millionen in deutsche Filme stecken – trotz Bedenken wegen Donald Trump kommt jetzt wirklich ein Gesetz!

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