Mit „Verbrannte Erde“ führte Thomas Arslan 2024 nach über 14 Jahren die Geschichte des Kriminellen Trojan (Mišel Matičević) aus seinem präzisen Genre-Highlight „Im Schatten“ fort. Doch keine Angst: Wenn ihr heute Abend „Verbrannte Erde“ im TV schauen wollt, müsst ihr dafür den Vorgänger nicht kennen. Beide Werke funktionieren eigenständig. Doch natürlich legen wir es euch ans Herz, danach auch noch „Im Schatten“ nachzuholen, den es unter anderem bei Sooner und Mubi im Streaming-Abo gibt – auch via der jeweiligen Channel bei Amazon Prime Video.
Doch hier soll es um den Nachfolger gehen. ARTE zeigt „Verbrannte Erde“ am heutigen Montag, den 9. Februar ab 21.55 Uhr – natürlich ungekürzt und ohne jede Werbeunterbrechung. Falls ihr die TV-Ausstrahlung verpasst oder zeitlich flexibel bleiben wollt, könnt ihr den Thriller auch bis einschließlich 10. März 2026 in der Mediathek des deutsch-französischen TV-Senders streamen.
Darum geht es in "Verbrannte Erde"
Nachdem ihm sein letzter Coup nicht das erhoffte Geld eingebracht hat, sieht der Profi-Verbrecher Trojan (Mišel Matičević) nur noch einen Ausweg. Er muss nach Berlin zurück – obwohl er die Stadt vor fast 15 Jahren aus guten Gründen verlassen hat. Sein frühere Heimat hat sich in seiner Abwesenheit massiv verändert, doch einige alte Kontakte gibt es noch. So bietet ihm Vermittlerin Rebecca (Marie-Lou Sellem) einen Job für einen mysteriös bleibenden Hintermann an: ein wertvolles Gemälde von Caspar David Friedrich soll geklaut werden.
Gemeinsam mit seinem früheren Bekannten Luca (Tim Seyfi), der erstklassigen Fahrerin Diana (Marie Leuenberger) und dem Computerexperten Chris (Bilge Bingül) macht sich Trojan ans Werk. Doch der eigentliche Diebstahl, der ihnen allen jeweils eine sechsstellige Summe einbringen soll, ist erst der Anfang. Denn ihr Auftraggeber denkt gar nicht ans Bezahlen und hetzt dem Quartett den kaltblütigen Victor (Alexander Fehling) auf den Hals.
Keine Schnörkel und unglaublich präzise
„So wie Trojan darauf achtet, keine unnötigen Bewegungen zu machen, so versucht auch Arslan, filmisch alles auf den Punkt zu bringen, keine Schnörkel zu ziehen, nie den Stil in den Vordergrund zu stellen“, schreibt Michael Meyns in der FILMSTARTS-Kritik und vergibt herausragende 4,5 Sterne. Diese präzise Inszenierung und die Erzählung mit Bildern, die mehr als tausend Worte sagen, ist es, welche „Verbrannte Erde“ zu so einem herausragenden Film machen.
Dazu stellt Thomas Arslan dem von Mišel Matičević einmal mehr erstklassig verkörperten Trojan wieder interessante Figuren mit starken Schauspieler*innen zur Seite. Allen voran sind hier Alexander Fehling als Victor sowie Marie Leuenberger als Diana, deren unaufgeregtes Verrichten ihrer Tätigkeit als Fluchtwagenfahrerin an Ryan Goslings Figur aus „Drive“ erinnert. Unbedingt sehenswert!
Und falls ihr euch nach dem Film noch für einige Hintergründe interessiert, empfehlen wir euch unseren Podcast, in welchem wir zum Kinostart im Sommer 2024 mit Regisseur Thomas Arslan über sein Werk gesprochen haben:
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