Heute im TV: Knochenbrechende Martial-Arts-Action mit Jean-Claude Van Damme – eine Verneigung vor Bruce Lee
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Der heute Abend im Free-TV zu sehende 1980er-Kracher mit „The Muscles From Brussels“ ist einer der absoluten Lieblingsfilme von Ryan Gosling. Wenn ihr wissen wollt, was den „Barbie“-Superstar so fasziniert, schaltet am Abend doch einfach mal ein.

Der Bösewicht-Part in „Karate Tiger“ war der erste größere Filmauftritt von Jean-Claude Van Damme, nachdem er in die USA gegangen war. Der Actioner kam direkt vor seinem endgültigen Durchbruch mit „Bloodsport“ in die Kinos.

Karate Tiger“ läuft am heutigen 12. Februar 2026 um 20.15 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 2.10 Uhr. Alternativ könnt ihr den Titel bis zum 14. März über die Mediathek des Senders genießen. Außerdem ist er aktuell im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Amazon Prime Video* oder sogar gratis und ohne Abo bei Joyn* zu streamen. Obendrein kann man den Mitt-1980er-Kultfilm als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand erwerben:

Mit dem Geist von Bruce Lee

Wie die allermeisten Actioner aus den 1980ern überzeugt auch „Karate Tiger“ nicht gerade mit einer umwerfend komplexen Story. Dafür gibt es zwei andere Elemente, die bis heute großen Spaß machen: jede Menge Emotionen und einige der coolsten und deftigsten in Hollywood choreografierten und inszenierten Martial-Arts-Kämpfe der Ära. Knochen werden gebrochen und Gesichter blutig geschlagen, ohne dass irgendeine Form von Zurückhaltung gezeigt würde – schon gar nicht beim damals noch sehr roh und ungeschliffen zur Sache gehenden Jean-Claude Van Damme.

Der Belgier mimt hier zwar nicht den Protagonisten, hat aber mit seinem Part als brutaler Fiesling einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, dass er bei seinem nächsten Engagement die Hauptrolle spielen durfte. „Bloodsport – Eine wahre Geschichte“ mutierte zum Hit und JCVDs Weltkarriere war in Gang gesetzt.

Karate Tiger
Karate Tiger
Starttermin 5. Februar 1987 | 1 Std. 25 Min.
Von Corey Yuen
Mit Jean-Claude Van Damme, Kurt McKinney, Kim Tae-jeong
User-Wertung
3,0
Filmstarts
2,0
Im Stream

„Karate Tiger“ lebt aber nicht nur von Van Damme beziehungsweise seiner Athletik. Der Film von Hongkong-Regisseur („Master der Shaolin“, „Action Hunter“) und Hollywood-Action-Koordinator („Romeo Must Die“, „Born 2 Die“) Corey Yuen hat auch ein Herz. Klar, das hier ist nicht „Karate Kid“, aber auch „Karate Tiger“ dürfte viele Jugendliche inspiriert haben, eine Kampfsportausbildung zu beginnen. Die charakterliche Einbindung des damals längst verstorbenen, von Action-Fans auf der ganzen Welt aber noch immer bedingungslos vergötterten Bruce Lee in die Story war ein sehr cleverer Schachzug, der bei der angepeilten Klientel offenbar komplett aufging.

Einer der bis heute größten Fans des Films ist beispielsweise Ryan Gosling (in Kürze in unseren Kinos mit „Der Astronaut - Project Hail Mary“). Nach seinen absoluten Lieblingsfilmen befragt, äußerte der Superstar Folgendes: „Ich liebte ‚Karate Tiger‘, als ich ein Kind war, weil Bruce Lee diesem Jungen im Spiegel erschien und ihm beibrachte, wie man kämpft. Ich liebe Bruce Lee, und ich wollte, dass mein Leben genau so wird. Er brachte mich dazu, Filme zu lieben, weil ich dachte, dass in Filmen alles möglich ist.“ Mehr zu dieser Geschichte lest ihr im folgenden Artikel:

"Er brachte mich dazu, Filme zu lieben": Diesen Martial-Arts-Kracher zählt Ryan Gosling zu seinen absoluten Lieblingsfilmen

Im nächsten Abschnitt könnt ihr lesen, wie die Handlung von „Karate Tiger“ losgeht. Oder ihr schaltet einfach mal ein und genießt ein Stück klassische 1980er-Kultur ohne weitere Vorkenntnisse. Wer ein Herz für Filme dieser Ära und/oder typisch amerikanische Martial-Arts-Action hat, dürfte es nicht bereuen.

"Karate Tiger": Das ist die Story

Teenager Jason (Kurt McKinney) ist, seit er denken kann, ein glühender Verehrer des legendären Bruce Lee und trainiert im Karate-Dojo seines Vaters Tom (Timothy D. Baker). Als Tom von dem als Vollstrecker eines Verbrechersyndikats arbeitenden Russen Ivan Kruschensky (Jean-Claude Van Damme) zum Invaliden geprügelt wird, ist er gezwungen, die Trainingshalle aufzugeben und mit seiner Familie von Los Angeles nach Seattle umzuziehen.

Jason, der viel lieber in L.A. geblieben wäre, ist enttäuscht vom seiner Meinung nach feigen Verhalten seines Vaters. Zudem wird er kurz nach seiner Ankunft in Seattle von einer Nachbarschafts-Gang um den schleimigen Scott (Kent Lipham) als deren Opfer auserkoren. Nachdem er von seinen Peinigern mal wieder vermöbelt wurde und dann auch noch einen heftigen Streit mit Tom hat, fleht der verzweifelte Jason sein längst verstorbenes Idol um Beistand an.

Noch in derselben Nacht erscheint Jason tatsächlich Bruce Lees Geist (Kim Tai-chung). Als sein neuer Mentor beginnt dieser, den Jungen fortan in der Kunst der Selbstverteidigung zu unterrichten. Währenddessen verbreitet das Syndikat aus L.A. nun auch in Seattles Kampfsportschulen Angst und Schrecken. Jason sieht dies als ein Zeichen – unermüdlich arbeitet er darauf hin, schon bald die Chance zu erhalten, mit Kruschensky abzurechnen…

Nach Jahren des Wartens wird in Kürze endlich einer der härtesten Kracher mit JCVD ungeschnitten erhältlich sein. Im folgenden Artikel klärt euch FILMSTARTS-Redakteur und Heimkino-Experte Daniel Fabian über alle Details auf:

Nach 15 Jahren auf dem Index: Megabrutale Sci-Fi-Action-Schlachtplatte erscheint komplett ungekürzt mit 18er-Freigabe

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