1985 kam es im Brüsseler Heysel-Stadion zu einer der größten Tragödien, die sich jemals um eine Sportveranstaltung herum zugetragen haben. Kurz vor dem Anpfiff des Fußball-Europapokal-Finales zwischen Turin und Liverpool stürmten britische Hooligans den von italienischen Anhängern besetzten Block Z. Eine Wand stürzte ein und es kam zu einer Massenpanik. Als Resultat verloren 39 Menschen ihr Leben und mehrere hundert Verletzte mussten notärztlich versorgt werden.
Wie es zu der Katastrophe kam und wie die Verantwortlichen damit umgingen, schildert nun die teilweise fiktionalisierte, aber auch mit reichlich authentischem Archivmaterial arbeitende belgisch-niederländisch-deutsche Koproduktion „Heysel 85“. Geschrieben und inszeniert wurde das Drama von „La Civil“-Regisseurin Teodora Mihai.
Der Film feierte seine Weltpremiere Mitte Februar 2026 im Rahmen der Berlinale. Über einen wie auch immer gearteten bundesweiten Erscheinungstermin von „Heysel 85“ gibt es aktuell noch keine Informationen.
Für die Hauptrollen standen Violet Braeckman („Salamander“), Matteo Simoni („The Racer“), Josse De Pauw („Fliegende Herzen“), Fabrizio Rongione („Amal“), Ben Segers („Code 37“) und Bobby Schofield aus unter anderem „Black Sea“ vor der Kamera.
Wir haben den Film während der Berlinale bereits sehen und für euch rezensieren können. Die offizielle FILMSTARTS-Kritik findet ihr HIER. Aber macht euch dabei auf einiges gefasst…
Das ist die Story von "Heysel 85"
1985: Marie Dumont (Violet Braeckman) ist die Tochter und Pressesprecherin des Brüssler Bürgermeisters Marc Dumont (Josse De Pauw). Voller Anspannung begleitet sie ihren alkoholkranken Vater, der es genießt, sich im Scheinwerferlicht der Weltpresse als Gastgeber des wichtigsten Fußballspiels des Jahres zu sonnen: dem Europapokalendspiel zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin.
So muss die junge Frau dann auch hautnah miterleben, als nach einer Panik auf den hoffnungslos überfüllten Tribünen zahlreiche schwerverletzte italienische Fans in das Stadioninnere gebracht werden und dort teilweise vor ihren Augen sterben. Als Übersetzerin ist sie zudem bei den wichtigsten Entscheidungen dabei, die ihr Vater und andere mächtige, aber von der Situation komplett überforderte Männer fällen, die die Katastrophe nur noch weiter eskalieren lassen.
Wie Marie dämmert auch dem belgisch-italienischen Reporter Luca Rossi (Matteo Simoni) schnell, dass dieser als Fußballfest geplante Abend in einem Desaster enden wird. Dennoch muss er für das italienische Radio live seine Eindrücke der Ereignisse liefern und dabei Nachrichten überlebender Fans an ihre daheimgebliebenen Familien übermitteln. All dies, während er keine Ahnung hat, wie es seinem ebenfalls im Stadion befindlichen Bruder, seinem Vater und seinem Onkel in dem Chaos ergangen ist...
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