Heute im TV: Dieses mitreißende Abenteuer gehört zu den fast vergessenen Disney-Klassikern – dabei wird er immer besser!
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Egal ob "The Real Ghostbusters", "Willkommen in Gravity Falls" oder "Der König der Löwen" - Stefan liebt klassische Zeichentrickserien und -filme. Doch auch modernen Computeranimationsfilmen kann er einiges abgewinnen, immerhin gehört "Toy Story 3" zu seinen Lieblingsfilmen.

Wer an die großen Disney-Klassiker denkt, dem kommt nicht sofort „Cap und Capper“ in den Sinn. Dabei geht der Film auch noch heute richtig ans Herz. Gezeigt wird der Zeichentrickfilm heute Abend im Free-TV.

Schneewittchen“, „Der König der Löwen“, „Die Schöne und das Biest“, „Vaiana“ oder ganz aktuell „Zoomania 2“: Die Liste der Disney-Klassiker, die jedes Kind kennt, ist lang – und erstreckt sich inzwischen über eine fast 90 (!) jährige Kino-Geschichte. Über 60 Langspiel-Animationsfilme hat das Mäusestudio im Laufe seiner Geschichte auf die große Leinwand gebracht. Da ist es fast logisch, dass nicht jedem Werk der gleiche kulturelle Stellenwert zugeschrieben bekommen kann.

Bei Cap und Capperaus dem Jahre 1981 ist das aber durchaus schade. Der Animations-Klassiker stammt aus einer Zeit, in der das Studio mit finanziellen und kreativen Problemen zu kämpfen hatte – und steht daher in gewisser Weise stellvertretend für eine dunkle Periode der Firmengeschichte. Vielleicht ist der Film auch deshalb immer ein bisschen stiefmütterlich behandelt worden. Zu Unrecht! Denn die Fabel behandelt Themen wie Rassismus, gesellschaftliche Ungleichheit und ist gleichzeitig ein Plädoyer für Freundschaft und die Macht der kindlichen Unschuld.

Wer sich „Cap und Capper“ mal wieder anschauen möchte – oder ihn vielleicht schon längst nachholen wollte, der bekommt am heutigen 20. Februar 2026 die ideale Möglichkeit dazu. Um 20.15 Uhr wird das Zeichentrick-Abenteuer im Disney Channel gezeigt. Zudem wird der Film an gleich zwei Tagen wiederholt: am 22. Februar um 10.05 Uhr und am 27. Februar um 18.45 Uhr. Alternativ könnt ihr den Film auch jederzeit im Angebot von Disney+ streamen:

Darum geht es in "Cap und Capper"

Cap, ein verwaistes Fuchsjunges, wird von einer gutherzigen Witwe aufgenommen und liebevoll großgezogen. In seiner neuen Heimat auf dem Land lernt er den jungen Jagdhund Capper kennen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft schließen die beiden schnell Freundschaft und verbringen unbeschwerte Tage voller Spiel und Abenteuer. Für sie scheint es selbstverständlich, dass ihre Verbundenheit stärker ist als alles andere.

Doch mit der Zeit verändert sich ihre Welt. Capper wird von seinem strengen Herrchen zu einem Jagdhund ausgebildet und lernt, Füchse als Beute zu betrachten. Als auch Cap erwachsen wird, geraten die beiden unweigerlich in einen Konflikt: Capper soll nun genau das Tier jagen, das einst sein bester Freund war. Um Cap vor den Gefahren zu schützen, bringt ihn die Witwe in ein abgelegenes Wildreservat. Doch die Hoffnung auf ein friedliches Leben währt nicht lange. Der Jäger missachtet die Schutzgebiete und verfolgt Cap unerbittlich weiter. Schließlich stehen sich Cap und Capper erneut gegenüber – diesmal unter dramatischen Umständen.

Warum kann die Welt nicht einfach unbeschwert bleiben?

Auch als Kind versteht man natürlich die Dramatik von „Cap und Capper“. Zwei Freunde sollen plötzlich nicht mehr gemeinsam Zeit miteinander verbringen dürfen? Was ist das nur für eine ungerechte Welt? Diese Geschichte besitzt eine emotionale Kraft, die einen schon die jüngsten Zuschauer*innen zu fesseln vermag. Doch je älter man wird, desto stärker kann man sich in die Fabel reinfühlen - schließlich musste man selbst irgendwann erwachsen werden, ob man nun wollte oder nicht. Verlust, zerbrochene Freundschaften, die Konfrontation mit Vorurteilen, Krieg, Rassismus oder Hass sind Momente, in denen die Unschuld stirbt. Wer hat sich nicht schon wehmütig an die Kindheitstage zurückerinnert und sich gefragt, warum die Welt nicht einfach immer so unbeschwert bleiben konnte.

„Cap und Capper“ beschwört dabei insbesondere in der ersten Hälfte die ganz besondere Magie jener Zeit herauf – und setzt dabei auch gleich Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Dem Welpen Capper und dem Fuchsjungen Cap ist es vollkommen egal, dass sie aufgrund ihrer Herkunft eigentlich Feinde sein müssten. Beide erkennen das Gute im Gegenüber und geben keinen Pfifferling auf gesellschaftliche Konventionen. Dass diese ihnen dennoch irgendwann aufgezwungen werden und sie sich ihnen letztlich beugen müssen, ist die eigentliche Tragik der ganzen Geschichte.

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