Wer die Karriere von US-Schauspieler Chris Pratt über die Jahre mitverfolgt hat, wird eine unerwartete Wandlung vom Comedy-Talent zum Blockbuster-Star festgestellt haben. Denn bevor Pratt 2014 für „Guardians Of The Galaxy“ in die Rolle von Star-Lord schlüpfte und anschließend in drei Teilen des „Jurassic World“-Franchise zu sehen war, kannte man ihn vor allem aus komödiantischen TV-Rollen.
In der Teenie-Serie „O.C., California“ war er kurzzeitig als Rachel Bilsons aktivistischer, spirituell durchdrungener Freund zu sehen und in der Comedy-Serie „Parks And Recreation“ wuchs er dem Publikum als etwas infantiler Chaot Andy ans Herz.
Doch nur wenige erinnern sich an Chris Pratts frühe Rolle in einer Familienserie, die gute Einschaltquoten und ein treues Fan-Publikum hatte, 2006 dennoch nach vier Staffeln vorzeitig abgesetzt wurde – und vor Kurzem ein überraschendes Comeback auf Netflix feierte!
Warner Bros. TV
Ein Tunichtgut in "Everwood"
Die Rede ist von „Everwood“, eine von Greg Berlanti – zuvor in „Dawson's Creek“ involviert – entwickelte emotionale Familienserie, die 2002 erstmals ausgestrahlt wurde. „Everwood“ handelte vom Neurochirurgen Andy Brown (Treat Williams), der nach dem Tod seiner Frau mit seinen beiden Kindern Ephram (Gregory Smith) und Delia (Vivien Cardone) kurzerhand von New York ins kleine Städtchen Everwood in Colorado zieht.
Vor allem der 15-jährige Ephram ist von dem plötzlichen Umzug in die Provinz alles andere als begeistert und feindselig gegenüber seinem Vater. Dieser eröffnet derweil eine eigene Arztpraxis in Everwood und steht damit in direkter Konkurrenz zum etablierten Hausarzt Dr. Harold Abbott (Tom Amandes). Dessen Tochter Amy (Emily VanCamp) wiederum freundet sich mit Ephram an, der bald mehr für sie empfindet.
Chris Pratt spielte in „Everwood“ Amys älteren Bruder Bright Abbott, der in der Schule im Football-Team brilliert, ansonsten aber durch sein unreifes Verhalten auffällt, viele dumme Fehler begeht, achtlos Herzen bricht und seinen Eltern Kummer macht. Im Laufe der vier Staffeln gestand ihm die Serie aber eine interessante Entwicklung zu. So freundete er sich nach einem tragischen Verlust mit Ephram an, wurde umsichtiger, verliebte sich in Amys beste Freundin Hannah (Sarah Drew) und bemühte sich tatsächlich um klügere Entscheidungen und etwas ehrenhafteres Betragen.
Plötzliches Aus nach vier Staffeln
Damit avancierte Bright Abbott bald zur sehr geschätzten Figur in „Everwood“ – doch nach der vierten Staffel wurde die Serie nicht verlängert. Der Grund ärgerte viele Fans: WB, der Haussender von „Everwood“, fusionierte mit UPN zum neuen TV-Sender CW, der nur noch für eine Familienserie Platz im Programm hatte. Diesen Platz erhielt der ultra-christliche, damals wie heute für ungläubiges Kopfschütteln sorgende Fiebertraum „Eine himmlische Familie“ – und „Everwood“ hatte leider das Nachsehen.
Wenn ihr wissen wollt, was aus „Everwood“-Star Emily VanCamp geworden ist, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
Sie spielte Ephrams Freundin Amy in "Everwood": Was macht Emily VanCamp eigentlich heute?