Verstörender Trailer zu "The House Was Not Hungry Then": Spukhaus-Horror à la Steven Soderbergh & Robert Zemeckis?
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube steht auf sog. "Elevated Horror", also auf Filme wie "Hereditary", "Der Leuchtturm" oder "The Witch". Zwischendurch darf es aber gern mal ein geradliniger Slasher, ein tougher Home-Invasion-Thriller, eine spaßige Zombie-Komödie oder ein blutiger Hai-Schocker sein.

Schaut euch doch mal den Trailer zum neuen Gruselfilm „The House Was Not Hungry Then“ aus Großbritannien an. Erinnert euch das dort zu Sehende auch an zwei jüngere Filme der in unserer Überschrift genannten Meisterregisseure?

Habt ihr euch oben den Trailer zu „The House Was Not Hungry Then“ zu Gemüte geführt? Die starre Kameraposition im Wohnzimmer eines typischen Vorort-Einfamilienhauses und die Zeitraffer beziehungsweise -sprünge erinnern doch arg an Robert Zemeckis'Here“ von Ende 2024, oder? Und das, obwohl es sich bei diesem keinesfalls um einen Horrorstreifen handelte.

Ein anderer Titel, der einigen von euch – denn viele Menschen haben ihn hierzulande wirklich nicht gesehen – bei Sichtung des Trailers auch noch einfallen dürfte, ist „Presence“ (ebenfalls von 2024). Darin zeigte uns Steven Soderbergh die Handlung aus der Sicht eines in einem leerstehenden Haus herumspukenden Geistes – ebenfalls mit oft statischer Kameraarbeit. Bei „The House Was Not Hungry Then“ sehen wir die Geschehnisse aber nicht durch die Augen eines Geistes, sondern durch die des Hauses. Der Effekt scheint jedoch sehr ähnlich zu sein.

Hat „The House Was Not Hungry Then“-Autor und -Regisseur Harry Aspinwall (schrieb unter anderem das Skript zum Endzeit-Schocker „Eradication - Contact Kills“) sich also stark inspirieren lassen oder gar dreist abgekupfert? Im Falle von „Presence“ wäre das zeitlich zwar sehr eng, aber vielleicht gerade noch möglich gewesen. Was „Here“ betrifft, dürfte dieser Gedanke jedoch so gut wie sicher auszuschließen sein. Wie es scheint, hatte der in Schottland aufgewachsene Amerikaner also einfach nur eine ähnliche Idee wie seine berühmten, für frühere Arbeiten jeweils mit Oscars ausgezeichneten Kollegen.

Die Indie-Produktion „The House Was Not Hungry Then“ feierte ihre Weltpremiere nämlich bereits im März 2025 beim Cinequest Film & Creativity Festival im kalifornischen San José. Mitte Februar 2026 debütierte der Film dann als Video-on-Demand in Nordamerika. Über einen wie auch immer gearteten deutschen Erscheinungstermin von „The House Was Not Hungry Then“ gibt es aktuell noch keine Informationen.

The House Was Not Hungry Then
The House Was Not Hungry Then
1 Std. 32 Min.
Von Harry Aspinwall
Mit Bobby Rainsbury, Clive Russell, Bill Paterson

Für die Hauptrollen wurden Clive Russell („The Witcher“, „The Sandman“) und Bobby Rainsbury aus den populären Thriller-Serien „Dept. Q“ und „Vigil - Tod auf hoher See“ besetzt. In der englischsprachigen Originalfassung hat zudem der als Lord Lyman Biengraben in der ersten Staffel von „House Of The Dragon“ zu erlebende Bill Paterson eine wichtige Sprechrolle.

Das ist "The House Was Not Hungry Then"

Die Handlung von „The House Was Not Hungry Then“ ist nicht besonders ausführlich oder komplex. Der Film scheint primär auf Atmosphäre zu setzen. Offenbar spielen sich die kompletten 92 Minuten Laufzeit in einem verlassen aussehenden Haus mit heruntergekommenen Räumen ab. Aspinwall zeigt lediglich feststehende Totalen von Zimmern und Fluren – alle aus der Sicht des Hauses selbst.

Das soll Unbehagen beim Publikum erzeugen – speziell dann, wenn Menschen, die sich in das Gebäude verirren, plötzlich verschwinden und Opfer der übernatürlichen Präsenz des Hauses werden. Geholfen wird diesem ungewöhnlichen Monster durch einen Immobilienmakler (Clive Russell), der immer wieder arglose Leute hineinlockt, um sie dem Haus sozusagen zum Fraß vorzuwerfen.

Was sein Motiv dafür ist, müsst ihr selbst herausfinden, wenn ihr euch den Film irgendwann anschaut. Dann erfahrt ihr auch, welches Schicksal die junge Frau namens Caroline (Bobby Rainsbury) erwartet, die in das Haus einbricht, um dort nach ihrem verschwundenen Vater zu suchen…

Einen ebenfalls sehr atmosphärisch anmutenden Gruselstreifen samt Trailer stellen wir euch im Rahmen folgenden Artikels vor:

Auf den Spuren von "Midsommar" & "Weapons": Deutscher Trailer zum Horror-Schocker "The Holy Boy" – exklusiv auf FILMSTARTS

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