"Ich bin froh, dass ich das hinter mir habe": Die "Wuthering Heights"-Stars im großen FILMSTARTS-Interview
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Mit „Wuthering Heights“ gibt es derzeit die Neuverfilmung eines absoluten Romanklassikers in den Lichtspielhäusern zu sehen. Anlässlich des Kinostarts haben wir mit Shazad Latif und Alison Oliver im FILMSTARTS-Interview gesprochen.

Seit dem 12. Februar 2026 ist mit „Wuthering Heights“ eine neue Kinoverfilmung von Emily Brontës literarischem Klassiker auf der großen Leinwand zu sehen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Waisenjunge Heathcliff, der auf dem abgelegenen Anwesen von Mr. Earnshaw aufwächst. Zwar wird er dort geduldet, doch echte Akzeptanz bleibt ihm weitgehend verwehrt. Eine seltene Ausnahme bildet die gleichaltrige Cathy, mit der ihn von Beginn an eine tiefe und intensive Freundschaft verbindet.

Jahre später zerbricht Heathcliffs Welt jedoch, als Cathy beschließt, den wohlhabenden Edgar Linton zu heiraten. Von Kränkung und Enttäuschung gezeichnet, fasst Heathcliff den Entschluss, sich an seiner großen Liebe zu rächen und so heiratet er schließlich Isabella, Edgars Mündel.

Anlässlich des Kinostarts hat FILMSTARTS-Redakteurin Chantal Neumann die Stars von „Wuthering Heights“ zum Interview in London getroffen. Shazad Latif und Alison Oliver, die in der Neuverfilmung Edgar und Isabella verkörpern, sprachen dabei unter anderem über ihre Rollen und die Herausforderungen beim Dreh.

FILMSTARTS: Beim Schauen des Films hatte ich zunächst das Gefühl, dass Isabella und Edgar eher wie Schachfiguren im Spiel von Cathy und Heathcliff wirken. Doch im Laufe der Handlung zeigen beide auf ihre eigene Weise, dass auch sie Einfluss auf den Verlauf der Geschichte nehmen. Was denkt ihr, welche Rolle spielt eure Figur in „Wuthering Heights“?

Shazad Latif: Nun, ich denke, sie gewinnen. Es gibt Szenen, in denen beide ein Gefühl von Kontrolle zurückgewinnen. Eine, in der ich anfange, etwas strenger zu werden und sage: „Ich glaube nicht, dass du das tun solltest“. Und dann die brillante Szene, in der Alison den Brief schreibt. Dieses „Push-and-Pull“ ist es, was die Geschichte so interessant macht. Ich denke, es ist einfach sehr gut umgesetzt – das ist einfach gutes Schreiben von Emerald Fennell.

FILMSTARTS: Wie eng sollte eurer Meinung nach eine Verfilmung der Vorlage folgen?

Shazad Latif: Ich denke, das Beste ist, wie Stanley Kubrick es bei „Shining“ gemacht hat – die wirklich kreativen Regisseure wissen, wie sie etwas völlig Neues einbringen und es zu ihrem eigenen Werk machen können. Deshalb denke ich, dass man sich nicht strikt daran halten muss. Der ganze Punkt ist doch, dass man etwas wirklich Interessantes daraus macht.

Alison Oliver: Ich habe das Gefühl, ich habe wirklich gelernt, dass ein Buch eine Sache ist und man ein Buch niemals eins zu eins adaptieren kann. Selbst wenn man versucht, exakt das zu tun, was im Buch steht, wird es nie dasselbe sein, weil es ein anderes Medium ist. Man muss sich also einfach dem Filmerlebnis hingeben und dem Charakter, den man spielt und aufbaut, treu bleiben.

Alison Oliver (links) und Shazad Latif (rechts) in Warner Bros.
Alison Oliver (links) und Shazad Latif (rechts) in "Wuthering Heights"

FILMSTARTS: Gab es während der Dreharbeiten einen Moment, in dem euch der Stoff persönlich neu oder auf eine andere Weise berührt hat?

Shazad Latif: Ich schätze, beim ersten Lesen. Das ganze Erlebnis beeinflusst einen irgendwie.

Alison Oliver: Ja, man taucht in diese Welt ein, sobald man das Drehbuch zum ersten Mal liest und man steckt dort für sechs Monate fest. Es ist wie ein Tunnel in dieser Zeit.

FILMSTARTS: Was war für euch die größte Herausforderung während der Dreharbeiten?

Alison Oliver: Ich finde immer, es sind die Dinge, die man nicht wirklich erwartet. Man kommt an das Set für eine Szene und plötzlich merkt man: „Oh Gott, das ist eine wirklich schwere Szene“. Ich dachte nicht, dass es so schwer sein würde und ich dachte, ich kriege es nicht hin, oder ich habe nicht richtig darüber nachgedacht. Solche Momente finde ich schwierig, wenn man das Gefühl hat, es an diesem Tag nicht richtig zu treffen. Aber wenn man mit einer Regisseurin wie Emerald Fennell arbeitet, fühlt man sich so gut aufgehoben. Sie führt einen wirklich – sie trifft einen genau dort, wo die Figur ist. Und sie gibt einem so viele verschiedene Möglichkeiten und so viel Zeit.

Shazad Latif: Ich finde Aufwachen ist immer schwer. Weißt du, wenn du aufwachen spielen musst?

Alison Oliver: Oh ja! Stimmt!

Shazad Latif: Ich habe früher mit meinen Freunden gescherzt: „Wer kann am realistischsten aufwachen?“ [lacht]. Ich bin froh, dass ich das hinter mir habe.

FILMSTARTS: Vielen Dank euch beiden.

Shazad Latif & Alison Oliver: Danke! Vielen Dank.

Übrigens haben wir auch mit Margot Robbie, Jacob Elordi und Hong Chau über „Wuthering Heights“ gesprochen. Was das Trio im Gespräch alles erzählt hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Echter Mist": Margot Robbie, Jacob Elordi und Hong Chau im großen FILMSTARTS-Interview zu "Wuthering Heights"

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