In „Sniper 8: Assassin's End“ kehrt Tom Berenger, der Star des ersten „Sniper“, endlich wieder mit einem substanziellen Auftritt in die Actionreihe zurück. Berenger war es, der 1993 die einen ungewöhnlichen Erfolgsweg nehmende Actionreihe (mehr dazu weiter unten in diesem Artikel) erst ins Rollen brachte. Schön zu sehen, dass der zum Zeitpunkt des Drehs bereits über 70-Jährige offenbar noch immer Spaß an seiner Figur hat.
„Sniper 8: Assassin's End“ läuft am heutigen 5. März 2026 um 22.20 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 6. auf den 7. März um 2.10 Uhr. Alternativ ist der FSK-16-Titel für ein paar Euro als Video-on-Demand bei den üblichen Anbietern zu haben:
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Ein überraschender Mega-Hit auf Netflix
Die Geschichte der „Sniper“-Reihe ist recht ungewöhnlich. Sie begann 1993 mit einem Kinofilm, der „Platoon“- und „Die Indianer von Cleveland“-Star Tom Berenger als Master Gunnery Sergeant Thomas Beckett, einen extrem effizienten Scharfschützen (engl.: Sniper) des U.S. Marine Corps, präsentierte. Der sich um Kriegsszenarien, Drogenkartelle, Verrat und Verschwörungen drehende Thriller war für relativ kleines Geld (5,3 Millionen Dollar) produziert worden. Er avancierte zwar nicht zum Leinwand-Superhit, konnte am globalen Box-Office aber fast das Vierfache seines Budgets einspielen.
Daraufhin sollte ein Sequel gedreht werden, das aber aus unterschiedlichsten Gründen zunächst nicht zustande kam. Erst fast zehn Jahre später folgte dann mit dem fürs US-Kabelfernsehen produzierten „Sniper 2“ doch noch eine Fortsetzung – wieder mit Berenger in der Titelrolle. Die Quoten waren so gut, dass „Sniper 3“ (2004) als Direct-to-Video-Produktion in Auftrag gegeben wurde. Das war es dann aber erst einmal, bis es 2011 einen Reboot gab: Tom Berenger war vorerst raus und ein jüngerer Protagonist wurde eingeführt – Chad Michael Collins („Dead Zone Z“) als Sohn der vorherigen Hauptfigur. Zwar passierte dies wieder nur als Direct-to-Video-Veröffentlichung, aber immerhin so erfolgreich, dass die Serie in lockerer Folge bis heute anhält. 2025 erschien der aktuelle Teil: „Sniper 11: The Last Stand“.
Eigentlich – das zumindest war der damalige Plan, wie der Titel andeutet – sollte die Reihe nach „Sniper 8: Assassin’s End“ vorbei sein. Die Macher hatten dafür extra Tom Berenger eingeladen, seine alte Rolle noch einmal in größerem Umfang zu übernehmen – eine Bitte, der dieser im Anschluss an ein Cameo in „Sniper 7: Homeland Security“ gern nachkam. Doch dann gab es eine unerwartete Entwicklung im Streaming. Denn als der bereits 2020 als Blu-ray/DVD auf den Markt gebrachte „Sniper 8“ 2022 bei Netflix debütierte, schaffte es der Film ohne jegliche Werbung an die Spitze der globalen Charts des Streaming-Services. Seitdem wird fleißig weitergedreht – zwar nun wieder ohne Berenger, aber dennoch, sowohl im Heimkino als auch im Streaming, sehr erfolgreich.
Aber lohnt es sich wirklich, „Sniper 8: Assassin's End“ einzuschalten? Es kommt darauf an, wie ihr an die Sache herangeht: Wenn ihr einen Hochglanz-Blockbuster im Stile von „Mission: Impossible“ oder einen erstklassig geschriebenen und gespielten Mix aus Action und Drama auf dem Niveau von „Rambo“ erwartet, werdet ihr ziemlich sicher enttäuscht sein. Derlei liefert Regisseur Kaare Andrews („Cabin Fever 3: Patient Zero“) nämlich nicht. Wenn ihr aber einen soliden B-Kracher sehen wollt, der zumindest etwas erzählerische Tiefe und für dieses Sujet absolut adäquate Schauspielleistungen bietet, seid ihr bei dem Streifen richtig.
"Sniper 8: Assassin’s End": Das ist die Story
Am Vorabend der Unterzeichnung eines hochkarätigen Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten und einem wichtigen Handelspartner, kommt es zur Ermordung eines hohen Würdenträgers dieses Landes. Obwohl er unschuldig ist, wird Special-Ops-Sniper Brandon Beckett (Chad Michael Collins) der Mord in die Schuhe geschoben.
In letzter Sekunde gelingt es Beckett, den ihn jagenden Sicherheitskräften zu entkommen. Untergetaucht und ohne eine Idee, wie es weitergehen soll, wendet er sich an den einzigen Mann, dem er bedingungslos vertraut: seinen Vater, den legendären Marine-Scharfschützen Thomas Beckett (Tom Berenger). Gemeinsam befindet sich das Duo nun auf der Flucht vor den Häschern des eigenen Geheimdienstes, russischen Söldnern und einer psychopathisch Züge zeigenden Yakuza-Attentäterin namens Lady Death (Sayaka Akimoto)…
Morgen startet übrigens ein neuer Kriegs- und Actionkracher mit Starbesetzung auf Netflix. Im folgenden Artikel stellen wir euch „War Machine“ samt Trailer näher vor:
Mit diesem Film sagt "Reacher"-Star Alan Ritchson Dwayne Johnson den Kampf an: Erster Trailer zum Sci-Fi-Actioner "War Machine"*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.