Daniel Craig hatte seinen großen Durchbruch relativ spät: Schließlich war er bereits 37 Jahre alt, als bekannt gegeben wurde, dass er Pierce Brosnan als James Bond beerben würde – und seine erste international beachtete Kino-Hauptrolle im Gangsterthriller „Layer Cake“ lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange zurück.
Erstmals vor die Kamera getreten ist Craig allerdings schon lange vorher: So gab er sein Leinwand-Debüt bereits 1992 an der Seite von Morgan Freeman und Armin Mueller-Stahl im Gesellschaftsdrama „Im Glanz der Sonne“. In den darauffolgenden Jahren konnte man ihn in so unterschiedlichen Werken wie dem Historienfilm „Elizabeth“, dem Francis-Bacon-Biopic „Love Is The Devil“, dem Crime-Drama „Road To Perdition“ oder Steven Spielbergs Terror-Thriller „München“ sehen. Doch der Sprung zum Star sollte auf sich warten lassen.
Ob das anders verlaufen wäre, wenn er einem gut gemeinten Rat gefolgt wäre? Ein Freund hatte ihm nämlich einst nahegelegt, sich für eine Rolle im Monumental-Blockbuster „Gladiator“ zu bewerben – und zwar die des schurkischen Commodus, der Joaquin Phoenix seine erste Oscar-Nominierung einbringen sollte. Doch Craig zog diese Option nicht einmal in Erwägung.
„Ein Freund schlug mir vor, Ridley Scott zu kontaktieren, um die Rolle in ‚Gladiator‘ zu spielen, die an Joaquin Phoenix ging“, gestand der Brite im Interview mit GQ. „Ich dachte: ‚Ach was, so ein Blödsinn.‘ Ich hätte wissen müssen, dass Ridley damit einen neuen Maßstab für dieses Genre setzen würde.“
Craig hatte also schlichtweg das Hit-Potenzial von „Gladiator“ unterschätzt. Sandalenfilme galten damals als totes Genre, und so glaubte er nicht an einen großen Erfolg. Mit dieser Einschätzung hätte er bekanntlich kaum weiter daneben liegen können: Bei den Oscars sahnte das 100 Millionen Dollar schwere Epos fünf Statuen ab (u.a. als Bester Film und für Hauptdarsteller Russell Crowe), und an den weltweiten Kinokassen war im Jahr 2000 nur „Mission: Impossible II“ umsatzstärker.
Ein Jahr nach „Gladiator“ landete Craig übrigens in einem anderen Action-Blockbuster – von dem er sich rückblickend wünscht, er könnte ihn aus seiner Filmografie löschen. Um welche Videospielverfilmung es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich hätte niemals zusagen dürfen": Dieses Action-Abenteuer ist für 007-Star Daniel Craig "der größte Fehler, den ich je gemacht habe"