Es ist mittlerweile 20 Jahre her, dass wir Daniel Craig zum ersten Mal als Spion mit der Lizenz zum Töten auf der Leinwand bewundern konnten. „James Bond 007 - Casino Royale“ war dabei nicht nur äußerst erfolgreich, sondern kam durch seine elegante Kombination aus klassischen Elementen und einer neuen Härte auch bei der Kritik sehr gut an – bei uns von FILMSTARTS schrammte der Action-Thriller sogar nur einen halben Punkt an der seltenen Höchstwertung von 5 Sternen vorbei, während er für unsere Community sogar der zweitbeste James-Bond-Film aller Zeiten ist.
In Erinnerung blieb der wie schon der Pierce-Brosnan-Bond „GoldenEye“ von Martin Campbell inszenierte Film dabei nicht nur durch Daniel Craig – auch Mads Mikkelsen trug als Bösewicht Le Chriffre entscheidend zum Gelingen des 007-Neustarts bei.
Besonders die markante Pokersequenz, in der Bond zum ersten Mal auf seinen Antagonisten trifft, ist längst legendär. Was viele nicht wissen: Auch hinter der Kamera kam es zu Spannungen zwischen den Stars – denn ein Mann am Tisch hatte sehr zum Frust von Mads Mikkelsen absolut keinen blassen Schimmer, wie man Poker spielt: Daniel Craig!
Mads Mikkelsen war genervt von Daniel Craigs mangelnden Poker-Kenntnissen
In einem Interview mit Fiction Horizon gab der „Hannibal“-Darsteller zu Protokoll (via AlloCiné): „Jeder an diesem Tisch konnte Poker spielen – außer einer Person, und diese Person war Daniel. Er hatte keine Ahnung davon. Er war schlecht. Und das Schlimmste daran war, dass ausgerechnet er meinen Charakter besiegt und mein ganzes Geld gewinnt. Ich fand das unfair. Aber gut, ich habe mich mit dem Seil gerächt!“
Mikkelsen spielt damit auf den ebenfalls ikonisch gewordenen Moment an, in dem Bond von Le Chiffre gefangen genommen und nackt auf einem unten offenen Stuhl gefoltert wird, während der Schurke mit einem dicken Seilknoten auf dessen empfindlichste Körperteile einschlägt. Zumindest beim Dreh dieser Szene waren die beiden ganz auf einer Wellenlänge: In einem anderen Interview verrieten die Schauspieler, dass Regisseur Martin Campbell sie sogar stoppen musste, weil sie die Folter in immer heftigere Extreme treiben wollten. Mehr dazu lest ihr im nachfolgenden Artikel:
"James Bond"-Regisseur musste sie stoppen: Daniel Craig und Mads Mikkelsen wollten extreme Gewalt für "Casino Royale"Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.