„Es kann nur einen geben!“ („Highlander“), „Ich seh' dir in die Augen, Kleines...“ („Casablanca“) oder Dirty Harrys lässiger Ausspruch „Make my day!" – nur ein paar Beispiele von ikonischen Filmzitaten, die sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben. Zu bekanntesten Sätzen der Filmgeschichte gehört ebenso „Möge die Macht mit dir sein“ (im Original: „May the Force be with you“).
Sci-Fi-Enthusiasten wissen natürlich sofort, dass dieser kultige Ausspruch erstmals in George Lucas „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ von 1977 gefallen ist. Kurioserweise wird dieser Satz seit fast 50 Jahren allerdings einer völlig falschen Person zugeschrieben. Wir klären auf!
Das bekannteste Zitat stammt nicht von Alec Guinness!
Viele denken bei diesem Zitat als Erstes an Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi (in der Ursprungstrilogie gespielt von Alec Guinness). Kein Wunder: Obi-Wan, der als Luke Skywalkers Mentor und Lehrer eine Schlüsselrolle in der Filmreihe spielt, verwendet in einigen Szenen des ersten Star-Wars-Films das Wort „Macht“. So sagt er zu Luke etwa „Die Macht wird mit dir sein – immer“ („The Force will be with you... always“) oder – aus dem Off quasi als Lukes innere Stimme – „Nutze die Macht, Luke“ („Use the Force, Luke“).
Doch den eingangs erwähnten ikonischen Satz erwähnte Guinness/Obi-Wan in „Eine neue Hoffnung“ nie. „Möge die Macht mit dir sein“ kommt stattdessen dem Rebellenführer General Jan Dodonna (Alex McCrindle) zum ersten Mal über die Lippen. Die entscheidende Szene ereignet sich kurz vor dem Finale, in dem die Rebellen rund um Skywalker den Todesstern angreifen. Wenige Minuten vor dem Abflug der Sternjäger stimmt Dodonna die Piloten auf ihren wichtigen Einsatz sein. Er beschließt seine Rede mit den Worten: „Dann bemannt eure Schiffe. Und möge die Macht mit euch sein“.
In diesem Short seht ihr die Szene, Dodonna äußert seine weltberühmten Worte kurz vor Schluss (ab Sekunde 47).
Erst viel später, nämlich in der Prequel-Trilogie (in „Angriff der Klonkrieger“), sagt der jüngere Obi-Wan (Ewan McGregor) den Satz exakt so in der bekannten Wortwahl – und zwar zu Lukes Vater Anakin.
Alex McCrindle blieb unbekannt - trotz Kult-Satz
Es ist, wie so oft in der Film- und Kinogeschichte, eine Ironie des Schicksals: Der im Jahr 2000 verstorbene Sir Alec Guinness ist, dank etlicher Kultfilme der 1950er- bis 1970er-Jahre („Die Brücke am Kwai“, „Lawrence von Arabien“) und vor allem aufgrund seiner Rolle als Obi-Wan Kenobi bis heute vielen Filmfans bekannt.
Und Alex McCrindle? Der Mann, von dem DER „Star Wars“-Satz schlechthin stammt (und der, dank des weißen Vollbartes, der „großväterlichen“ Aura und der fast stoischen Gelassenheit, Guinness/Obi-Wan auf fast unheimliche Weise ähnelt), ist längst in Vergessenheit geraten.
Da der 1990 verstorbene schottische Schauspieler als Dodonna nur eine Mini-Rolle hatte und im weiteren Verlauf der Original-Trilogie nicht mehr auftauchte, blieb der ganz große Leinwand-Durchbruch für McCrindle aus. Zwar folgten nach „Star Wars“ noch einige erfolgreiche TV- und Filmproduktionen in der Heimat (darunter der Spionage-Thriller „Die Nadel“ neben Donald Sutherland), doch trat er darin nur als Nebendarsteller in Erscheinung.
„Episode IV – Eine neue Hoffnung“ war der Startpunkt für eine unvergleichliche Weltraum-Saga, die mittlerweile auf drei Filmtrilogien und mehrere erfolgreiche (Kino- und TV-) Spin-Offs angewachsen ist (Stand: 2026). Und: „Star Wars“ hat seit 1977 unzählige Sci-Fi-, Horror- und Fantasy-Hits inspiriert. Darunter auch DEN Sci-Fi-Horror-Streifen schlechthin:
"Es hat mein Gehirn komplett umgekrempelt": Einer der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten entstand nur dank "Star Wars"*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.