In den meisten seiner Komödien spielt „Happy Gilmore“- und „Waterboy“-Star Adam Sandler einen liebenswerten, nicht gerade durchtrainierten Trottel. Sympathisch und etwas dusselig ist auch die Titelfigur von „Leg dich nicht mit Zohan an“. Allerdings ist sie in Bezug auf ihre Körperlichkeit alles andere als harmlos, spielt der Star hier doch den besten Geheimagenten Israels.
Ob und wie das funktioniert, könnt ihr sehen, wenn ihr am heutigen 10. März 2026 um 20.15 Uhr „Leg dich nicht mit Zohan an“ auf Kabel Eins einschaltet. Eine Wiederholung gibt es noch in derselben Nacht um 0.55 Uhr. Alternativ ist der Titel als Blu-ray und DVD* sowie kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
Furioser Start, (zu!) seichtes Finale
Einige Aspekte betreffend fällt „Leg dich nicht mit Zohan an“ noch anarchischer und infantiler aus als die anderen Slapstick-Streifen mit Adam Sandler. Wohl nur auf diese Weise konnten der Komiker, sein Stamm-Regisseur Dennis Dugan („Meine erfundene Frau“) und Drehbuchautor Judd Apatow („Jungfrau (40), männlich, sucht…“) es sich erlauben, Scherze über und um den bis heute blutig schwelenden Nahostkonflikt zu reißen.
Schade, dass dem Kreativteam in der zweiten Hälfte des zunächst noch so temporeich und frech präsentierten Spaßes etwas arg die Luft ausgegangen zu sein scheint. Wie unsere deshalb letztlich nur durchschnittliche 2,5 von 5 möglichen Sternen vergebende FILMSTARTS-Kritik schildert, war ein Großteil des Skripts bereits im Jahr 2000 entstanden. Wegen des Terrorismusaspekts musste das Projekt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 allerdings vorerst auf Eis gelegt werden. Ob der schwächere beziehungsweise abgeschwächte zweite Teil der Story inklusive seines seichten Endes ein Resultat davon ist, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Es steht aber zu vermuten. Etwas enttäuschend ist diese Milde nach dem furios respektlosen Start aber allemal.
Der macht auch deshalb so viel Laune, weil Sanders sich hier über weite Strecken mal ganz anders, deutlich athletischer als sonst, zeigen kann. An seiner Seite verblassen der den Antagonisten gebende John Turturro („O Brother, Where Art Thou?“) und die als Love-Interest eingesetzte Emmanuelle Chriqui („Wrong Turn“) beinahe zwangsläufig ein wenig. Dazu ziehen die Sandler-Buddys Rob Schneider („Deuce Bigalow: European Gigolo“) und Nick Swardson („Buddy Games“) ihre üblichen Nummern ab. Die kann man mögen oder auch nicht. Definitiv amüsant und sehenswert sind allerdings die Cameos von Tennislegende John McEnroe, Popstar Mariah Carey, „Raumschiff Enterprise“-Veteran George Takei, „King of Queens“-Star Kevin James und Komiker Chris Rock („Dogma“).
"Leg dich nicht mit Zohan an": Das ist die Story
Zohan (Adam Sandler) ist der beste Terroristenjäger des israelischen Geheimdienstes Mossad. Als der neueste Auftrag ihn einmal mehr mit seinem härtesten Widersacher – dem Phantom (John Turturro) – zusammenbringt, wittert Zohan eine einmalige Chance. Denn er ist des Nahostkonflikts und seines Agentenjobs überdrüssig und möchte eigentlich viel lieber in New York City als Friseur arbeiten. So täuscht er im Kampf gegen den Palästinenser seinen eigenen Tod vor, verschwindet unerkannt aus Israel und setzt in die USA über.
Dummerweise ist sein Style-Buch mit Haarschnitten, das er jahrelang im stillen Kämmerlein studiert hat, noch aus den 1980ern. Nachdem Zohan deshalb in diversen Friseursalons abgewiesen worden ist, stellt ihn schließlich die Palästinenserin Dalia (Emmanuelle Chriqui) als Hilfskraft ein. Durch Zufall erfährt Phantom, dass sein Widersacher noch am Leben ist und obendrein mit seiner Schwester Dalia angebandelt hat. Also macht auch er sich umgehend auf den Weg nach New York. Aber anstatt sich gegenseitig zu eliminieren, müssen die beiden sich plötzlich zusammentun, um gegen eine gemeinsame Bedrohung anzukämpfen...
Übrigens hat Adam Sandler große Pläne für die Zukunft. Im folgenden Artikel lest ihr alles darüber:
"Ich bin noch lange nicht fertig": Adam Sandler kündigt 50 weitere Filme an - und mindestens 25 davon sollen gut werden*Bei diesen Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder dem Abschluss eines Streaming-Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.