Bizarrer Sci-Fi- & Bodyhorror im Trailer zum gefeierten Mystery-Schocker "Veins" – schon bald im Kino!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube steht auf sog. "Elevated Horror", also auf Filme wie "Hereditary", "Der Leuchtturm" oder "The Witch". Zwischendurch darf es aber gern mal ein geradliniger Slasher, ein tougher Home-Invasion-Thriller, eine spaßige Zombie-Komödie oder ein blutiger Hai-Schocker sein.

Eine originelle Storyidee ist beim Filmemachen oft schon die halbe Miete. Beim in Kürze seine Deutschlandpremiere erlebenden „Veins“ scheint aber auch der Rest zu stimmen. Hier ist der Trailer zum atmosphärischen Mix aus Bodyhorror und Sci-Fi-Drama:

Veins“ (Originaltitel: „Nervures“) ist das neue Werk von Filmemacher Raymond St-Jean („Dusk For A Hitman“). Der Frankokanadier arbeitete Ende der 1990er noch primär als Regisseur von Musikvideos und Werbespots. Damals hatte er die Idee zu einem Mix aus Dokumentation und Gruseldrama, die er schließlich als einstündiges TV-Special mit dem Titel „Out Of Mind: The Stories Of H.P. Lovecraft“ umsetzen konnte.

Darin ging es um die Arbeiten des US-amerikanischen Horror- und Sci-Fi-Autors H.P. Lovecraft (1890–1937), der in Bezug auf seinen Einfluss auf das Genre heute in einem Atemzug mit Edgar Allan Poe und Mary Shelley genannt wird. Lovecrafts abgefahrene Szenarien haben St-Jean offenbar bis heute nicht losgelassen. Denn diese scheinen – zusammen mit dem klassischen Gothic-Grusel von Shelley – eine große Inspiration für „Veins“ gewesen zu sein. Und das, obwohl die Handlung des Streifens fest in unserer Gegenwart verankert ist und auch moderne gesellschaftliche Themen aufgreift.

Der Film feierte seine Weltpremiere im Rahmen des Tallinn Black Nights Film Festivals in Estland, einem der weltweit renommiertesten Genre-Events. Im April ist „Veins“ nun in sieben Städten als Teil des Programms der Fantasy Filmfest Nights 2026 erstmals in deutschen Kinos zu erleben. Das sind die Daten und Orte des diesjährigen Geschehens:

  • 16. - 19. April: Berlin (Zoo Palast), Hamburg (Savoy), Köln (Residenz), Nürnberg (Cinecitta’)
  • 23. – 26. April: Frankfurt (Harmonie), München (City Kinos), Stuttgart (Metropol)
Veins
Veins
1 Std. 36 Min.
Von Raymond St-Jean
Mit Romane Denis, Marie-Thérèse Fortin, Richard Fréchette

In der Hauptrolle von „Veins“ erwartet euch Romane Denis aus der Horrorkomödie „Slaxx“. An ihrer Seite sind in wichtigen Parts zudem dabei: Sylvain Marcel („Aline - The Voice Of Love“), Marie-Thérèse Fortin („Die Nacht der Wölfe“), Richard Fréchette („Die andere Seite des Mondes“), Anana Rydvald aus „mother!“, Alexandre Castonguay („Dusk For A Hitman“) und Marie-Madeleine Sarr („Frontiers“).

"Veins": Das ist die Story

Vor Jahren verließ Isabelle Tremblay (Romane Denis) ihr Heimatdorf Saint-Etienne, um in die einige Stunden entfernte Großstadt Montreal umzuziehen. Den Kontakt zu ihrer Familie hat sie fast komplett verloren – auch weil ihre konservativen Eltern Maurice (Richard Fréchette) und Thérèse (Marie-Thérèse Fortin) nicht damit zurechtkamen, dass ihre Tochter lesbisch ist. Als ihr Vater ihr dann plötzlich auf versöhnliche Art schreibt und von seiner rapide fortschreitenden Arthritis berichtet, beschließt die junge Frau, die zwei endlich einmal wieder zu besuchen.

Als Isabelle zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Catherine (Marie-Madeleine Sarr) an dem einer Geisterstadt ähnelnden Ort eintrifft, erwartet sie ein Schock: Ihre mental abwesend wirkende Mutter berichtet, dass Maurice vor einigen Tagen verstorben und bereits eingeäschert worden sei. Warum erfährt Isabelle davon erst jetzt? Weshalb will ihre Mutter sie anscheinend schnellstmöglich wieder loswerden? Und welche Rolle spielt der sich freundlich, aber auch seltsam geheimnisvoll gebende Dr. Toupin (Sylvain Marcel) von nebenan bei all dem?

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Ihr wollt wissen, was sonst noch an spannenden Titeln bei den Fantasy Filmfest Nights läuft? Dann schaut in den folgenden Artikel rein:

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