„Dallas Buyers Club“ spielt in den 1980ern und basiert auf der Lebensgeschichte des HIV-Patienten Ron Woodroof, der im großen Stil von den US-Behörden nicht freigegebene Medikamente von Mexiko nach Texas schmuggelte.
„Dallas Buyers Club“ läuft am heutigen 23. März 2026 um 21.55 Uhr auf arte. Schon jetzt steht der Film vorübergehend als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Alternativ ist der FSK-12-Titel aber auch auf Blu-ray und DVD oder als kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
"Dallas Buyers Club": Das ist die Story
Mitte der 1980er in Dallas: Ron Woodroof (Matthew McConaughey) muss sich dafür gar nicht besonders anstrengen, er entspricht auch so dem landläufigen Klischee eines typischen Texaners: Ron ist großmäulig und erzkonservativ. Er trinkt wie ein Loch, reitet Rodeo und verbringt seine restliche Freizeit damit, Frauen hinterherzujagen. Doch dann hat er einen Verkehrsunfall. Als er im Krankenhaus wieder zu sich kommt, eröffnen ihm die Ärzte, dass er HIV-positiv ist und deshalb bald sterben wird.
Woodroof besorgt sich umgehend alle möglichen Pillen, die seinen Zustand allerdings eher verschlechtern, als dass sie ihn stabilisieren. Auf der Suche nach lebensverlängernden Medikamenten wird er schließlich im benachbarten Mexiko fündig. Dort gibt es tatsächlich wirksame Mittel, die aus unterschiedlichen Gründen in den USA aber nicht verkauft werden dürfen. Da die Arzneien bei ihm helfen, will er sie auch anderen Betroffenen zugänglich machen und beginnt tausende davon über die Grenze zu schmuggeln.
Dafür lässt er sich auf eine Partnerschaft mit der transsexuellen Rayon (Jared Leto) ein. Das Duo gründet einen Klub, dessen Mitglieder gegen eine Monatsgebühr mit Tabletten versorgt werden. Ihr lukratives Business zieht jedoch die Aufmerksamkeit der US-Behörden auf sich, die dem Treiben ein Ende setzen wollen. Aus den Geschäftemachern sind zu diesem Zeitpunkt aber schon Überzeugungstäter geworden. Gemeinsam mit der auf HIV-Behandlungen spezialisierten Ärztin Eve Saks (Jennifer Garner) setzen sie sich fortan lautstark für die Rechte AIDS-Kranker auf freien Zugang zu Medikamenten ihrer Wahl ein…
Authentisch und emotional mitreißend
Andreas Staben, der Autor der starke 4 von 5 Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik, schreibt es zu Beginn unserer Rezension völlig richtig: Bevor „Dallas Buyers Club“ im November 2003 in die US-Kinos kam, galt Matthew McConaughey noch als schauspielerisches Leichtgewicht. In seiner Filmografie standen zu viele seichte RomComs à la „Ein Schatz zum Verlieben“ oder „Zum Ausziehen verführt“, als dass irgendjemand glauben würde, der Texaner könne eines Tages mal zu den besten Darstellern seiner Generation gezählt werden, geschweige denn einen Oscar gewinnen.
Und auch Jared Leto wurde – trotz durchaus beeindruckender Nebenrollenauftritte in unter anderem „Fight Club“, „Durchgeknallt - Girl Interrupted“ und „American Psycho“ – nicht gerade als das betrachtet, was man einen Edelmimen nennt. Mit ihren berührenden Auftritten in „Dallas Buyers Club“ konnten beide die öffentliche Meinung als auch die der Kritiker und vor allem die der Academy über ihr Können stark verändern.
Dafür zeigten sie enormen körperlichen Einsatz und nahmen für ihre Rollen sehr stark ab. Berichten zufolge waren es bei McConaughey über 20 Kilo und beim zuvor schon gertenschlanken Leto immerhin 13 Kilo. So wirkten sie auch optisch wie dem Tode Geweihte. Dazu hatten beide auch eine emotionale Bindung zu ihren Parts. McConaughey war um die Zeit der Filmhandlung in der Gegend von Dallas aufgewachsen und kannte sich entsprechend gut mit der damals dort vorherrschenden, erzkonservativen und homophoben Kultur aus. Leto hingegen hatte, als er Anfang der 1990er nach L.A. umzog, einen Mitbewohner, der seiner AIDS-Erkrankung erlag – was ihn sehr mitnahm. Um so authentisch wie möglich auftreten zu können, traf sich Leto vor dem Dreh mit diversen Transfrauen.
Herausgekommen ist dabei ein von Regisseur Jean-Marc Vallée („Der große Trip - Wild“) gefühlvoll angelegtes, dabei nie auf Mitleid oder Kitsch ausgerichtetes Plädoyer für Toleranz und das Recht auf Selbstbestimmung. Gerade weil alles jederzeit glaubhaft wirkt, evoziert es eine so emotionale Reaktion beim Publikum.
Die Idee für den Film geht ins Jahr 1992 zurück. Damals las der oscarnominierte Drehbuchautor Craig Borten („69 Tage Hoffnung“) einen Zeitungsartikel über den vom realen Woodroof gegründeten Dallas Buyers Club. Sofort war er fasziniert vom Mut und der Initiative des Mannes. Er kontaktierte Woodroof und konnte ein Interview mit ihm vereinbaren, das letztlich über drei Tage andauerte und die Basis für das Skript ergab. Nur einen Monat nach den Gesprächen mit Borten erlag Woodroof seinen Leiden.
Nicht mehr lange und ihr könnt eine andere Academy-Award-Gewinnerin mit ihrem vielversprechend aussehenden neuen Film im Kino erleben:
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