Bei Forrest Gump handelt es sich wahrscheinlich um die bekannteste und beliebteste Rolle von Tom Hanks. Seine Verkörperung des Läufers, Shrimp-Fischers und Pralinen-Liebhabers mit einem IQ von 75 brachte ihm seinen zweiten Oscar ein – nur ein Jahr, nachdem er für „Philadelphia“ seinen ersten Academy Award als Bester Hauptdarsteller in den Händen halten durfte.
Überhaupt standen die Academy Awards 1995 mit insgesamt sechs Auszeichnungen (darunter auch als Bester Film) ganz im Zeichen der von Robert Zemeckis inszenierten, tragikomischen Reise durch drei Jahrzehnte der US-amerikanischen Geschichte, und auch an den Kinokassen gab es an „Forrest Gump“ kaum ein Vorbei: Nur „Der König der Löwen“ wusste zu verhindern, dass er zum umsatzstärksten Kino-Hit des Jahres wurde. Allein in Deutschland sahen den Film rund 7,6 Millionen Zuschauer*innen.
Auch 32 Jahre später erfreut sich „Forrest Gump“ großer Beliebtheit. Dabei steckt der Film voller Details, die man leicht übersieht oder schnell wieder vergisst – ist euch zum Beispiel jemals die volle Bedeutung eines ganz bestimmten Satzes von Lieutenant Dan (Gary Sinise) aufgefallen? Oder hättet ihr auf Anhieb gewusst, dass Tom Hanks in dem Film noch eine zweite Rolle spielt? Ebenso wenig verbreitet ist die Tatsache, dass ein enger Verwandter des „Der Soldat James Ryan“-Stars in „Forrest Gump“ zu sehen ist: Jim Hanks, Toms fünf Jahre jüngerer Bruder!
Aus urheberrechlichen Gründen können wir euch hier leider kein Foto von Jim Hanks einbinden, aber auf seiner IMDb-Seite werdet ihr sofort fündig.
Jim Hanks sprang immer wieder für seinen Bruder Tom ein
Jim Hanks hat es nie ins große Rampenlicht gezogen, doch auch er arbeitet als Schauspieler und Synchronsprecher. So war er unter anderem in kleineren Rollen in Serien wie „Sabrina - Total verhext!“ oder „Scrubs - Die Anfänger“ zu sehen. Aufgrund ihrer verblüffenden optischen und stimmlichen Ähnlichkeit sprang er auch regelmäßig für seinen berühmten Bruder: Jim Hanks lieh beispielsweise der in den Kinofilmen von Tom Hanks gesprochenen Figur des Cowboys Woody in mehreren „Toy Story“-Videospielen und -Kurzfilmen seine Stimme.
Und in „Forrest Gump“ vertrat er den „Schlaflos in Seattle“-Darsteller sogar vor der Kamera! Tatsächlich ist in den berühmten Laufszenen, in denen Forrest über drei Jahre hinweg quer durch die USA joggt, oftmals gar nicht Tom Hanks selbst zu sehen, sondern Jim.
Der Grund dafür ist so simpel wie sympathisch: Tom Hanks war der Meinung, dass er beim Rennen furchtbar ungelenk aussieht – und auch seine üblichen Stand-ins lieferten nicht das gewünschte Ergebnis. „Tom hatte andere Doubles, aber die haben den Lauf nicht hinbekommen“, so Jim Hanks im Interview mit People (via Digital Spy). „Das ist so ein typisches Hanks-Ding.“ Vor allem dann, wenn Forrest in besagter Sequenz aus der Ferne oder von hinten zu sehen ist, kann man also relativ sicher sein, dass man eigentlich gerade Jim Hanks beim Laufen beobachtet.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, was aus dem Darsteller des jungen Forrest Gump geworden ist, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
Er war der junge "Forrest Gump": Was wurde aus dem Schauspieler, der sich eine ikonische Rolle mit Tom Hanks teilte?FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.