Nach 7 Jahren feiert "Star Wars" sein Kino-Comeback mit famoser Action – und einen neuen Trailer gibt's auch
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Auf der Kino-Messe CinemaCon begeisterten die ersten 20 Minuten aus „Star Wars: The Mandalorian & Grogu“ gerade das Publikum. Diese können wir euch nicht bieten, aber dafür einen brandneuen Trailer:

2019 lief das bislang letzte Mal ein neues „Star Wars“-Abenteuer im Kino. Doch das ändert sich in wenigen Wochen: Ab dem 20. Mai 2026 könnt ihr „The Mandalorian And Grogu“ erleben. Zum ersten Mal schafft damit ein Titel, der bei Disney+ angefangen hat, den Sprung auf die große Leinwand. Regisseur Jon Favreau stellte aber gerade noch einmal klar, dass sein Film keine Serienfortsetzung ist. Es ist ein von Anfang an für das Kino konzipiertes Abenteuer, das auch ein Publikum begeistern soll, das keine Sekunde der Serie kennt.

Dafür hat man sich deutlich mehr Zeit als bei der Serienproduktion genommen und statt mit den digitalen Leinwänden der Volume-Technologie mit echten Sets gearbeitet. Auch an gigantische IMAX-Bilder hat man gedacht – und zumindest den Berichten zu den ersten 20 Minuten nach begeistern diese.

Das passiert in den ersten 20 Minuten: Es geht direkt mit Action los

Bereits im April 2025 bekamen wir auf der Star Wars Celebration 2025 in Japan einen exklusiven ersten Einblick in eine intensive und wirklich erstklassige Actionszene. In dieser räumt der unter anderem von Pedro Pascal verkörperte Mandalorianer Din Djarin auf einem Eisplaneten auf. Der Film soll laut den Berichten von der CinemaCon mit dieser Actionszene loslegen.

Teil von ihr sei eine längere Sequenz, in der sich der Titelheld von hinten nach vorne durch einen AT-AT-Walker kämpft. Es wirke, als sei die Szene in einer ununterbrochenen Einstellung gedreht. Sie erinnere an die sogenannten „Hallway Fights“, die im Actionkino gerade so populär sind. In diesen, oft in Fluren angesiedelten Kämpfen muss sich der Held meist auf engem Raum durch eine Gegnerschar prügeln, was ohne sichtbare Schnitte als oft mehrere Minuten langer „Oner“ zu sehen ist. Schon die Ausschnitte, die wir vor einem Jahr gesehen haben, waren stark. Als wirklich durchgängige Sequenz soll es noch besser sein.

Die Auftaktminuten zeigen, wie der Mandalorianer es auf einem Eisplaneten mit der kompletten Besatzung eines Walkers aufnimmt. Disney und seine verbundenen Unternehmen
Die Auftaktminuten zeigen, wie der Mandalorianer es auf einem Eisplaneten mit der kompletten Besatzung eines Walkers aufnimmt.

Dieser gesamte Action-Auftakt handele davon, dass der Mandalorianer gemeinsam mit seinem ebenfalls involvierten Schützling Grogu einen imperialen Warlord zur Strecke bringe. Danach kehre er zu seiner Auftraggeberin Colonel Ward (Sigourney Weaver) zurück, die zwar seine Arbeit anerkenne, aber auch Kritik übt. Denn da der ehemalige Kopfgeldjäger die Zielperson getötet hat, gibt es niemanden, den man nach Informationen zu weiteren versteckten Einrichtungen ehemaliger Imperialer befragen kann.

Trotzdem bekommt er als Bezahlung ein neues Schiff, eine Razor Crest, die seinem geliebten ehemaligen, aber leider zerstörten Gefährt ähnelt. Mit dieser wird er direkt zum nächsten Einsatz fliegen. Er soll für ein mittlerweile das Gangsterimperium der Hutten kontrollierendes Zwillingspaar deren Neffen Rotta finden – den Sohn und letzten Erben von Jabba The Hutt. Din Djarin weigert sich erst, weil er nicht mehr für Gangster arbeitet. Doch Ward macht ihm klar, dass dieser Auftrag anders sei. Damit wird dann wohl die eigentliche Story in Gang gesetzt.

Bricht "The Mandalorian & Grogu" mit einer "Star Wars"-Tradition?

Was besonders interessant an den Berichten über die ersten 20 Minuten ist: Nach dem großen Action-Auftakt und vor der Rückkehr von Din, Grogu und dem ihnen hier als Pilot dienenden Zeb Orrelios (Steve Blum) zur Basis der Neuen Republik setzen die Credits ein. Zur Musik von Ludwig Göransson erscheinen die Namen der beteiligten Stars in großen Lettern auf der Leinwand – von Pedro Pascal bis hin zu Rotta-Sprecher Jeremy Allen White. Das sorgt bereits für Diskussionen.

Zum einen feiern viele Fans, dass in diesen Credits auch Brendan Wayne und Lateef Crowder als Hauptdarsteller genannt werden. Die beiden Stunt-Experten und nicht Pedro Pascal sind für den Großteil des Films in der Hauptrolle des Mandalorianers zu sehen. Ihr Part geht damit weit über die Rolle von Stunt-Doubles hinaus. Mit dieser Aufnahme in die Credits direkt im Vorspann wird das honoriert.

Allerdings ist die reine Existenz dieses Vorspanns natürlich ein radikaler Bruch mit der „Star Wars“-Tradition. Die Filme der Saga haben eigentlich nicht die Namen der Mitwirkenden am Anfang. Stattdessen gibt es mit dem sogenannten „Opening Crawl“ normalerweise einen Textvorspann. Diese Besonderheit führte einst sogar zu einem legendären Streit.

George Lucas zahlte sogar Strafe für den Verzicht auf die Credits

Als George Lucas bei „Krieg der Sterne“ alias „Episode IV: Eine neue Hoffnung“ auf die damals strikt vorgeschriebene Nennung der Hauptverantwortlichen (Regie, Drehbuch) am Anfang des Films verzichtete, ließen ihm die Regelhüter das als Ausnahme durchgehen. Da er Produzent, Autor und Regisseur in Personalunion war, verzichtete er ja nur freiwillig auf seine eigene Nennung. Mit dem Logo der Produktionsfirma Lucasfilm direkt zu Beginn ist zudem sein Name präsent.

Das eigentliche Drama passierte 1980 bei der Fortsetzung „Das Imperium schlägt zurück“. Denn hier überließ Lucas die Regie Irvin Kershner. Die Regie-Gewerkschaft DGA forderte Lucas auf, einen Vorspann mit Kershners Name einzubauen. Dass er seinen Namen über das Logo präsentiere, den Regisseur aber „verstecke“, war ein echter Skandal. Das „Star Wars“-Mastermind weigerte sich. Der Textvorspann sei bereits zum Markenzeichen seiner Saga geworden, ein Name am Anfang würde den künstlerischen Stil zerstören.

Lucas bekam damals massive Geldstrafen, es wurde sogar versucht, den Kinostart zu blockieren. Lucas bezahlte die Strafe, konnte damit aber durchsetzen, dass sein Film herauskommt. Aus Protest trat er aus den US-Vereinigungen aus, was ihm daraufhin die Produktion des Trilogie-Abschlusses „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ massiv erschwerte. Erst viele Jahre später trat er für die Arbeit an den Prequels wieder in die Gewerkschaften ein.

The Mandalorian And Grogu
The Mandalorian And Grogu
Von Jon Favreau
Mit Pedro Pascal, Sigourney Weaver, Jeremy Allen White
Starttermin 20. Mai 2026

Mittlerweile haben sich die Regeln geändert. Credits sind nur noch am Ende des Films verpflichtend. Zu Beginn gibt es oft keine mehr – wobei es nun eine gegensätzliche künstlerische Bewegung gibt. Zahlreiche renommierte Filmschaffende integrieren sie wieder künstlerisch in ihren Filmanfang, wobei oft ein Fokus auf den Schauspieler*innen und damit den größten Stars liegt. Das scheint jetzt auch „The Mandalorian & Grogu“ zu machen – zumindest beim CinemaCon-Material.

Es ist natürlich auch denkbar, dass für die Messe eine spezielle Version gezeigt wurde, die sich von der später im Kino unterscheidet. So ist zum Beispiel möglich, dass man den legendären Textvorspann, für den „Star Wars“ bekannt ist, hier noch nicht enthüllen wollte und daher weggelassen hat. Dass man aber wirklich extra Credits produziert hat, die dann nicht Teil des Films sind, halten wir für unwahrscheinlich. Zumindest diesen Teil des Traditionsbruchs könnte es also geben.

Sehen werden wir das dann am 20. Mai 2026 in den Kinos. Nachfolgend haben wir den neuen Trailer auch noch in der englischen Originalfassung:

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