Auf den weltweiten Bühnen locken Musicals Jahr für Jahr Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern in die Theater – und dass dieses Erfolgsrezept auch auf der Leinwand funktioniert, zeigen zahlreiche Filmadaptionen. So spielte etwa „Wicked“ von Jon M. Chu 2024 weltweit beeindruckende 758,8 Millionen US-Dollar ein und avancierte damit zur erfolgreichsten Musicalverfilmung aller Zeiten. Und auch Klassiker wie „Mamma Mia!“ mit Meryl Streep und Pierce Brosnan, „Grease“ mit John Travolta und Olivia Newton-John oder „Chicago“ mit Renée Zellweger und Catherine Zeta-Jones zählen zu den gelungensten Umsetzungen.
Doch nicht jede Musicalverfilmung ist ein Erfolg. So scheiterte etwa „Cats“ trotz vielversprechender Voraussetzungen gnadenlos. Unter der Regie von Oscar-Preisträger Tom Hooper („The King’s Speech“), der zuvor mit „Les Misérables“ Erfolge feiern konnte, und ausgestattet mit einem hochkarätigen Cast – darunter Judi Dench, Jennifer Hudson, Idris Elba, Ian McKellen sowie die Popstars Taylor Swift und Jason Derulo – konnte der Film weder Publikum noch Kritik überzeugen. Er floppte an den Kinokassen und wurde 2020 sogar mit der Goldene Himbeere als schlechtester Film des Jahres ausgezeichnet.
Besonders hart traf das Ergebnis den Komponisten Andrew Lloyd Webber, der das ursprüngliche Musical geschaffen hatte. In einem Interview mit Variety bezeichnete er den Film als „völlig daneben“ und kritisierte, dass die Verantwortlichen offenbar nicht verstanden hätten, warum die Musik überhaupt funktioniere. „Als ich ihn sah, dachte ich nur: ‚Oh Gott, nein“, so der Komponist. Um seinen Schock zu verarbeiten, griff er daraufhin zu interessanten Mitteln.
"Das einzig Gute, was dabei herausgekommen ist"
Gegenüber Variety erklärte Andrew Lloyd Webber, der „Cats“-Film habe ihn so „emotional mitgenommen“, dass er sich einen Hund gekauft habe, um sich davon zu erholen. „Es war das erste Mal in meinen rund 70 Jahren auf diesem Planeten, dass ich mir einen Hund gekauft habe. Das einzig Gute, was dabei herausgekommen ist, ist mein kleiner Havaneser-Welpe“, so der Komponist.
Der kleine Trostspender begleitete ihn durch schwierige Zeiten und sogar auf Reisen – selbst im Flugzeug. Lloyd Webber erzählte im Interview, dass er einst gegenüber einer Fluggesellschaft erklärte, er müsse den Hund „jederzeit bei mir haben, da ich emotional angeschlagen sei und diesen Therapiehund unbedingt brauche“. „Die Fluggesellschaft schrieb zurück und fragte: ‚Können Sie beweisen, dass Sie ihn wirklich brauchen?‘ Und ich antwortete: ‚Ja, schauen Sie sich nur an, was Hollywood mit meinem Musical ‚Cats‘ gemacht hat’“, so der Komponist. „Daraufhin kam die Genehmigung mit dem Vermerk: ‚Kein ärztliches Attest erforderlich.‘“
Lloyd Webber ist übrigens nicht der einzige Star, der von einer Filmproduktion nachhaltig geprägt wurde: Auch Keira Knightley sprach darüber, wie sie ein Dreh emotional belastet hat – mehr dazu im nachfolgenden Artikel:
"Es war traumatisch": Keira Knightley musste nach "Fluch der Karibik" für mehrere Jahre in TherapieFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.