"Es war sofort absolut furchteinflößend": Diesen fiesen Horror-Schocker könnt ihr ab sofort im Heimkino nachholen
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Anfang des Jahres kam „Primate“ in Deutschland auf die große Leinwand, jetzt schlägt sich der blutige Tierhorror ins Heimkino: Der Reißer über einen tollwütigen Schimpansen ist ab sofort auf DVD und Blu-ray erhältlich!

Regisseur Johannes Roberts ist Horrorfans kein Fremder: Unter anderem inszenierte er bereits den Slasher „The Strangers: Opfernacht“, die Hai-Horrorfilme „47 Meters Down“ und „47 Meters Down: Uncaged“ sowie „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“. Anfang dieses Jahres kam sein neuster Streich auf die große Leinwand. Und der wurde in zahlreichen Kritiken als (kleine) Horror-Sensation gefeiert!

Denn „Primate“ ist ein blutiger, zügig erzählter Tierhorror über einen tollwütigen Schimpansen, der seine Prämisse geradlinig durchzieht – und gerade daher bei einigen Genrefans einen Nerv getroffen hat. Und seit dieser Woche ist „Primate“ auf DVD und Blu-ray erhältlich!

Sowohl die DVD als auch die Blu-ray zu „Primate“ kommen mit Bonusmaterial daher, wie etwa einer Featurette über die Besetzung des Films. Falls ihr auf Extras und das haptische Element verzichten könnt, habt ihr die Möglichkeit, den Tierhorror als VoD zu beziehen – etwa via Prime Video*!

Darum geht es in "Primate"

Die Studentin Lucy (Johnny Sequoyah) fährt während der Semesterferien zurück in ihre alte Heimat, um ihre Familie zu besuchen. Dort erhofft sie sich zwar Entspannung und Harmonie, wird aber von absolutem Terror begrüßt. Denn Lucys geliebter Schimpanse Ben (Miguel Torres Umba) hat sich mit Tollwut infiziert und so vom harmlosen Menschenaffen zum blutrünstigen Biest gewandelt...

Ein Darsteller pushte "Primate" in eine neue Richtung

Für „Primate“ nahm sich Roberts vor, den tödlichen Schimpansen Ben nicht durch rein digitale Effekte, sondern unter Gebrauch praktischer Tricks darzustellen. Wie er im FILMSTARTS-Interview verraten hat, war der Moment, in dem Roberts den Darsteller Miguel Torres Umba fand, der im fertigen Film im Ben-Kostüm steckte, entscheidend für die Tonalität des Horror-Reißers.

„Viele der Profis, die zum Beispiel die ‚Planet der Affen‘-Bewegungen machen, waren schlicht zu groß für die Rolle von Ben. Also haben wir ein offenes Casting gemacht. Dann kam Miguel rein – ein etwa 1,52 großer Kolumbianer, der vorher noch nie etwas Vergleichbares gemacht hatte“, so Roberts.

Der Regisseur führte fort: Er sprang einfach die Wand hoch, bis ganz nach oben, wieder runter, schrie. Es war sofort absolut furchteinflößend! Da wusste ich: Ich habe keine Ahnung, wer dieser Typ ist, aber genau ihn brauchen wir. Er war die Figur. Und dadurch hat sich der Film verschoben: weg von einem eher ‚Halloween‘-artigen Ansatz, auch wenn der Film natürlich Einflüsse davon hat, hin zu einer zentralen, starken Figur. Seine Frechheit, seine Gemeinheit, dieses fast spielerische Bedürfnis, Schaden anzurichten: Das trägt den Film.“ Weitere Einblicke in die „Primate“-Entstehung findet ihr im folgenden Artikel:

"Es war sofort absolut furchteinflößend": Wir sprechen mit dem "Primate"-Regisseur über Tierhorror und die Wucht von praktischen Effekten

Der von Umbas Performance geprägte Ansatz fand großen Anklang: „Primate“ bekam von FILMSTARTS-Autor Kamil Moll starke vier Sterne zugesprochen, nicht zuletzt, weil der Tierhorror so konzentriert erzählt ist. „So reduziert die Prämisse, so gnadenlos effektiv die Umsetzung! Regisseur Johannes Roberts beweist erneut sein Gespür für minimalistisches Erzählen und maximalen Effekt“, so Moll.

FILMSTARTS-Senior-Redakteur Daniel Fabian war ebenfalls angetan und schwärmte: „Es ist schon eine Weile her, dass mich ein Horror-Streifen derart begeistern – und sowohl amüsieren als auch elektrisieren – konnte.“ Weiter lobte er: „Ein entscheidender Kniff, der den Schrecken umso greifbarer werden lässt: Ben wurde nicht etwa mittels CGI zum Leben erweckt, sondern von Animatronik, Puppenkünstlern und Schauspieler Miguel Torres Umba, der dafür ein täuschend echt wirkendes Kostüm überstreifte. Eine kreative Entscheidung, die sich bezahlt macht.“

Kreativ geht es aber auch in unserem folgenden Heimkino-Tipp zu:

Im Kino viel zu wenig beachtet, heute ein gefeiertes Meisterwerk: Genialer Psycho-Horror kommt zurück ins Heimkino

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