Ab heute könnt ihr die (erste) Horror-Sensation des Jahres streamen: Dieser fiese Schocker hat einfach alles!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

Fies, spaßig und unfassbar kurzweilig: Für FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian ist „Primate“ die Horror-Überraschung des bisherigen Jahres. Ihr habt den Affen-Terror im Kino verpasst? Ab sofort könnt ihr ihn im Streaming nachholen!

2026 ist bisher ein tolles Jahr für Fans des gepflegten Genre-Kinos. Ob nun der famose Infizierten-Reißer „28 Years Later: The Bone Temple“ oder das spektakuläre Comeback von Sam Raimi („Send Help“): In den vergangenen Monaten durften sich Horror-Fans bereits über so manches Highlight freuen. Der bislang beste Genre-Beitrag dieses Jahr ist für mich allerdings einer, über den bis dato leider kaum gesprochen wurde. Das könnte (und sollte!) sich jetzt allerdings ändern. Denn:

Nachdem der stärkste Tierhorrorfilm der jüngeren Vergangenheit am 29. Januar 2026 in die deutschen Kinos kam, könnt ihr „Primate“ nur sechs Wochen später ab heute auch schon streamen!

Nicht nur 78 Prozent positive Kritiken bei Rotten Tomatoes sowie starke 4 von 5 möglichen Sternen in der FILMSTARTS-Kritik kommen einer unbedingten Empfehlung für all jene gleich, die dem Tierhorror verbunden sind. Auch ich will die Gelegenheit nutzen, um eine Lanze für den Film zu brechen. Denn es ist schon eine Weile her, dass mich ein Horror-Streifen derart begeistern – und sowohl amüsieren als auch elektrisieren – konnte.

"Primate": Ein Affe dreht durch

Im Zentrum des Geschehens steht der Schimpanse Ben, der sich zunächst freut, als Lucy Pinborough (Johnny Sequoyah) endlich wieder nach Hause kommt, um ihre Familie auf Hawaii zu besuchen. Der Affe wuchs schließlich bei den Pinboroughs auf – und Lucy ist wie eine Schwester für ihn.

Als diese sich mit ihren Freundinnen einen schönen Abend zwischen Bier und Pool-Geplansche machen will, fällt ihnen allerdings schon bald auf, dass mit Ben irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Der Sabber läuft ihm scheinbar unkontrolliert aus dem Mund – und er wird zunehmend aggressiver…

Primate
Primate
Von Johannes Roberts
Mit Johnny Sequoyah, Jess Alexander, Victoria Wyant
Starttermin 29. Januar 2026
User-Wertung
3,2
Filmstarts
4,0

„Primate“ ist hochkonzentriertes, auf die Essenz des Genre-Kinos reduzierter Tierhorror – der von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Das liegt einerseits daran, dass dazwischen nicht mehr als eineinhalb Stunden vergehen und andererseits an Regisseur Johannes Roberts („47 Meters Down“), der es versteht, potentiellen Ballast erzählerischer Natur abzuwerfen und sich voll und ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Schon die Eröffnungsszene, in der Liebhaber*innen praktischer Ekel-Effekte zum ersten (und keineswegs letzten) Mal auf ihre Kosten kommen, zeigt, wohin die Reise hier geht. Wenn Ben erstmals wütet, ist das ungemein spannend, macht zugleich aber auch mächtig Spaß – und zwar nicht obwohl, sondern gerade weil Roberts seinem Publikum darin genau das gibt, was es sich von ihm erwartet. Und erhofft.

Was folgt, ist ein ebenso minimalistisches wie effektives Kammerspiel, das sowohl von seiner Atmosphäre lebt als auch von fiesen, raffinierten Ideen, mit denen „Primate“ immer wieder bei Laune hält. Der Film entwickelt die Kraft einer Naturgewalt, vermittelt einem früh das Gefühl, dass hier nichts und niemand sicher ist – und nutzt diese Macht schamlos aus, um sowohl die Spannung als auch den Splatter in regelmäßigen Abständen auf die Spitze zu treiben. Und ab und an vielleicht auch darüber hinaus.

Besser geht's (fast) nicht!

Besonders großen Anteil an den Qualitäten des Films hat der titelgebende Primat Ben. Und das eben nicht nur, weil er die Hauptfigur der Geschichte ist, sondern vor allem, weil Johannes Roberts ihn von Beginn an zu einem vollwertigen Protagonisten respektive Antagonisten macht, mit dem man schließlich genauso mitleidet wie mit seinen Opfern.

Ein entscheidender Kniff, der den Schrecken umso greifbarer werden lässt: Ben wurde nicht etwa mittels CGI zum Leben erweckt, sondern von Animatronik, Puppenkünstlern und Schauspieler Miguel Torres Umba, der dafür ein täuschend echt wirkendes Kostüm überstreifte. Eine kreative Entscheidung, die sich bezahlt macht – und die die Macher ganz bewusst trafen, wie ihr in diesem exklusiven Hindergrund-Clip aus erster Hand erfahrt:

Wenn Ben lauernd am Pool sitzt und nur darauf wartet, bis seine Beute das kühle Nass verlässt, hat das fast eine Wirkung wie bei Michael Myers – die zusätzlich verstärkt wird, wenn dann auch noch in bester „Halloween“-Manier ein Synthesizer-Score zum Besten gegeben wird. Da vergibt man auch ein, zwei kurze Momente gerne, in denen „Primate“ dann doch ein wenig in die Klischeefalle tritt. Hier wurde zumindest ich auch mal ruckartig aus dem Film gerissen, der mich wenige Augenblicke allerdings schon wieder voll in seinen Bann ziehen konnte.

Wer Lust auf kurzweiligen Horror hat, der nicht nur mächtig Spaß macht, sondern auch nervenaufreibende Hochspannung und fiese Gewaltspitzen mitbringt, ist hier jedenfalls an der richtigen Adresse. „Primate“ ist der vielleicht eindrucksvollste Beweis seit Jahren, dass Tierhorror auch im modernen Kino seine Daseinsberechtigung hat.

Noch mehr Horror erwartet euch schon bald auf den Fantasy Filmfest Nights. Im nachfolgenden Artikel stellen wir euch einige der Genre-Perlen vor, die euch auf dem Festival erwarten:

So viel Verstörendes gab es selten auf einem Haufen: Diese sieben (Horror-)Filme könnt ihr schon in wenigen Wochen im Kino sehen!

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