1986 erblickte er das Licht der Kinowelt – und die Zeit war einfach nicht reif für ihn: Die Marvel-Comic-Verfilmung „Howard – Ein tierischer Held“ über den Zigarren rauchenden, Zoten reißenden Erpel Howard wurde von der Presse verrissen und war an den Kinokassen ein kostspieliger Misserfolg.
Daraufhin wurde die mit peppiger Rockmusik, einer artübergreifenden Romanze und intergalaktischen Gefahren gespickte Komödie jahrzehntelang zur Lachnummer schlechthin im Superhelden-Filmkanon und im Filmfundus vom bei diesem Flop als Produzent agierenden George Lucas. Doch die Zeit heilt alle Wunden:
Eine neue Generation an Howard-Comicmachern zelebriert den schräg-kuriosen Superheldenspaß. Mit dem Film aufgewachsene Fans verteidigen ihn als frischen Wind im Popcorn-Bombast-Allerlei. Und auch der Verfasser dieses Heimkino-Tipps hat ein Herz für „Howard – Ein tierischer Held“: Zwischendurch verzettelt sich die groteske Sci-Fi-Action-Musik-Romantikkomödie zwar, doch ihre Liebe für irrwitzige Genresprünge, abgeschnatterte Wortspiele und liebenswürdige Trickeffekte zum Anfassen ist einfach ansteckend!
So ansteckend, dass sich der Film vom ehemaligen Ladenhüter zum Kulthit wandelte, der aufgrund hoher Nachfrage nunmehr Heimkino-Neuauflagen rechtfertigt. Bald ist es wieder so weit: Am 23. Juli 2026 erhält „Howard – Ein tierischer Held“ eine 4K-Neuauflage im limitierten Steelbook!
„Howard – Ein tierischer Held“ feierte seine deutsche 4K-Premiere im Jahr 2023 als limitiertes Mediabook, jedoch ist die Edition bereits seit einiger Zeit bei vielen Onlinehändlern vergriffen. Mit der diesen Juli herauskommenden Neuauflage bekommen also sowohl Steelbook-Vernarrte entlich, äh, endlich ihre Chance zum Glück als auch all diejenigen, die bei Howards 4K-Debüt nicht schnell genug waren.
Darum geht es in "Howard – Ein tierischer Held"
Auf seinem Heimatplaneten ist Howard (unter anderem gespielt von Jordan Prentice und Ed Gale) ein Erpel unter vielen. Doch eines Tages wird er ohne die leiseste Vorwarnung durch ein wissenschaftliches Experiment des unberechenbaren Dr. Jenning (Jeffrey Jones) auf die Erde katapultiert. Dort wird er aufgrund seines Aussehens und seiner Probleme, sich an menschliche Gepflogenheiten zu gewöhnen, wie ein Freak behandelt.
Aber Howard will sich den Frust darüber nicht anmerken lassen. Denn die junge, herzensgute Sängerin Beverly (Lea Thompson) benötigt dringend seine Hilfe – und gibt ihm im Austausch Geborgenheit und Verständnis. Es könnte so rockig und herzlich weitergehen, hätte Dr. Jenning nicht aus Versehen auch andere, brandgefährliche Mächte auf den blauen Planeten verfrachtet...
In diesem Film sind die 80er-Trends auf die Ente gekommen
1975 feierten Willard Huyck und Gloria Katz noch mit dem von ihnen mitverfassten, von George Lucas inszenierte Coming-Of-Age-Meisterwerk „American Graffiti“ einen gigantischen Erfolg. Elf Jahre später legten sie mit „Howard – Ein tierischer Held“ eine gewaltige Bruchlandung hin: Sowohl am von Katz & Huyck verantworteten Skript als auch an Huycks Inszenierung ließen weder die meisten Fans der Howard-Comics, noch der Großteil der Filmpresse ein gutes Haar.
Und, zugegeben: Mit der rebellisch-aufmüpfigen, zuweilen abgedreht-verkopften Counterculture-Stimmung der stärksten Ausgaben früher Howard-Hefte hat „Howard – Ein tierischer Held“ wenig gemeinsam. Jedoch ist es nicht so, als hätten Huyck und Katz den watschelnden Helden auf dem Altar der Massentauglichkeit geopfert.
„Howard – Ein tierischer Held“ ist eine breit grinsende, sich keine einzige Sekunde für sich selbst schämende, frivol-fröhliche Pervertierung diverser 1980er-Popcornkino-Strömungen: Hier die ungleiche Liebe zwischen einem vermeintlichen Loser und einer feschen, gewitzten Frau, da die Sci-Fi-Orgie aus verschiedensten Trickeffekt-Traditionen, dort werden haarige Stunts humorvoll runtergerasselt, da knallt der Soundtrack. Logisch eigentlich, dass das damals für Entengrütze befunden wurde, im Rückblick aber Anklang findet wie eine gut erhaltene Ente beim französischen Oldtimertreffen.
Und wenn ihr weniger mit Ach und Krach herbeigequakte Wortspiele und mehr Schmiss, Lebensfreude und Verve sucht, dann stürzt euch doch auf diesen zeitlos genialen Filmtipp:
Durch und durch genial: Einer der besten Filme aller Zeiten feiert ENDLICH seine 4K-Premiere im HeimkinoFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.