"Es besteht die reale Gefahr, dass er in ein paar Jahren nicht mehr populär ist": Michael Jackson durfte nicht in diesem Steven-Spielberg-Blockbuster mitspielen
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Vor 38 Jahren wollten Michael Jackson und ein weiterer Popstar unbedingt in einem Fantasy-Abenteuer mitspielen. Doch der ausführende Produzent war entschieden dagegen. Der Grund: Der Ruhm der beiden Musik-Legenden könnte schnell verfliegen!

Ein Motiv, das in „Michael“, dem aktuell noch immer extrem erfolgreich in den Kinos laufenden Biopic über Michael Jackson, immer wieder auftaucht, ist die Besessenheit der Pop-Legende von „Peter Pan“. Bereits in seiner Kindheit träumte sich Jackson regelmäßig in die von Schriftsteller J. M. Barrie geschaffenen Fantasiewelten. Später benannte er sogar sein berühmtes Anwesen, die Neverland Ranch, nach der Insel aus der „Peter Pan“-Geschichte.

Es wäre also durchaus denkbar gewesen, Michael Jackson – der in Filmen wie „The Wiz – Das zauberhafte Land“ und „Moonwalker“ auch Leinwandluft geschnuppert hat – in einer „Peter Pan“-Adaption zu besetzen. Und tatsächlich war der 2009 verstorbene „King of Pop“ hochgradig interessiert daran, in einer Ende der 1980er-Jahre geplanten Realverfilmung des Stoffes die Hauptrolle zu übernehmen. Genau wie ein anderer Mega-Popstar: Madonna! Doch beide wurden abgelehnt – aus einem heute ziemlich bizarr klingenden Grund...

Michael Jackson und Madonna durften nicht in "Hook" mitspielen

Die Kontrolle über den geplanten Film hatte damals Dodi Fayed inne, ein ägyptischer Filmproduzent, der in den 1980er- und 1990er-Jahren in Hollywood arbeitete und unter anderem am oscarprämierten Sportdrama „Die Stunde des Siegers“ beteiligt war (weltweite Bekanntheit erlangte er schließlich vor allem durch seine Beziehung zu Prinzessin Diana, neben der er 1997 bei einem tragischen Autounfall in Paris ums Leben kam).

Zwar verkaufte er die Rechte letztlich an TriStar Pictures, doch er blieb als Executive Producer an Bord. Aus dem Projekt entwickelte sich schließlich „Hook“, der unter der Regie von Steven Spielberg (der sich übrigens mehrmals äußerst kritisch über den Film äußerte) im Jahr 1991 in die Kinos kam.

Hook
Hook
Starttermin 26. März 1992 | 2 Std. 16 Min.
Von Steven Spielberg
Mit Robin Williams, Dustin Hoffman, Julia Roberts
Pressekritiken
2,5
User-Wertung
3,9
Filmstarts
4,0
Im Stream

Spielberg hegte bereits zu Beginn der 1980er den Wunsch, einen „Peter Pan“-Film mit Michael Jackson zu drehen. Trotzdem wurde die Bewerbung des „Billie Jean“-Sängers von Fayed abgeschmettert – ebenso wie die von Madonna. In einem Interview aus dem Jahr 1988 erklärte der Unternehmer seine Entscheidung mit folgenden Worten (via Far Out Magazine):

„Als man mir sagte, dass Madonna Peter Pan spielen wollte, musste ich lachen. Ich bezweifelte einfach, dass man sie in ein paar Jahren überhaupt noch kennen würde. Michael Jackson würde ich auch nicht besetzen, denn ich glaube, dass die reale Gefahr besteht, dass er in ein paar Jahren nicht mehr populär sein wird.“

Es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass Fayed in beiden Fällen falscher nicht hätte liegen können – auch wenn natürlich fraglich ist, ob Jackson oder Madonna tatsächlich die richtige Wahl für den Jungen, der niemals erwachsen wird, gewesen wären. Im Gegensatz zu Jackson, der es bei wenigen Schauspielauftritten beließ, versuchte sich Madonna immer wieder als Schauspielerin, flog damit abgesehen von ihrer Golden-Globe-prämierten Darstellung der „Evita“ aber größtenteils auf die Nase.

In die Rolle des (gealterten) Peter Pan schlüpfte am Ende bekanntlich Robin Williams – eine Besetzung, die wie die Faust aufs Auge passte und nicht nur das Publikum, sondern auch Tinkerbell-Darstellerin Julia Roberts glücklich machte. Denn wie ihr im folgenden Artikel nachlesen könnt, war der Dreh für die „Pretty Woman“-Darstellerin ansonsten die reine Hölle:

Robin Williams hat dafür gesorgt, dass Julia Roberts die belastenden "Hook"-Dreharbeiten durchsteht: "Er war immer unglaublich lustig"

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