Nach dem sehenswerten Revival von „Scrubs - Die Anfänger“ ist die Kultserie wieder stärker in den Fokus gerückt als lange zuvor. Der Blick zurück lohnt sich dabei nicht nur wegen der pointierten Dialoge und der ikonischen Krankenhausmomente, sondern auch wegen einer bemerkenswerten Riege an Gastauftritten. Namen wie Oscar-Preisträger Brendan Fraser („Die Mumie“) oder Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft“) fallen dabei schnell ins Auge und zeigen, wie hochkarätig selbst Nebenrollen in dieser Serie besetzt waren.
Doch abseits der großen Stars gibt es auch jene Gesichter, die erst beim zweiten Hinsehen ihre wahre Verbindung zur Hollywood-Elite offenbaren. In einer dieser Rollen taucht ein Darsteller auf, dessen Ähnlichkeit zu einem weltberühmten Oscarpreisträger geradezu verblüffend wirkt. Wer genauer hinschaut, erkennt eine familiäre Verbindung, die sich nicht sofort aufdrängt – es handelt sich um niemand Geringeren als den Bruder von Tom Hanks: Jim Hanks.
Wo kann man Jim Hanks in "Scrubs" sehen?
Seinen Auftritt hat Jim Hanks in der Episode „Mein Glaube an die Menschheit“, der 23. Folge der vierten Staffel von „Scrubs“. Dort übernimmt er die Rolle des Dr. Turner, einem Arzt, der zwar nur kurz im Sacred Heart Hospital auftaucht, aber durch seine Einbindung in eine der humorvollsten Nebenhandlungen der Episode in Erinnerung bleibt.
Die Handlung rund um Dr. Turner entsteht aus einem typischen „Scrubs“-Missverständnis: J.D. (Zach Braff) und Turk (Donald Faison) sorgen dafür, dass der Einsatzplan von Dr. Turner mit dem des leicht reizbaren Kollegen Hooch (Phil Lewis) abgestimmt wird, nur um den Wortwitz „Turner and Hooch“ zu ermöglichen.
Was als harmloser Scherz beginnt, entwickelt jedoch schnell eine unerwartet warmherzige Dynamik zwischen den beiden Figuren. Hooch sowie Turner sind dabei kein zufälligen Namen, sondern eine direkte Anspielung auf den Film „Turner & Hooch“, der im deutschsprachigen Raum unter dem Titel „Scott & Huutsch“ (1989) bekannt ist.
In dieser Komödie spielt Tom Hanks die Hauptrolle eines Polizisten, der widerwillig mit einem chaotischen Hund zusammenarbeiten muss. Genau dieser kulturelle Bezug macht den Gag in „Scrubs“ so effektiv – und verleiht der Szene eine zusätzliche Ebene für Filmfans. Aber auch die dürften verblüfft sein, dass es ausgerechnet beim Dreh zu dieser Komödie zu den heftigsten Reibereien innerhalb der Karriere von Tom Hanks kam.
"Es war schmerzhaft für beide": Dieser Regisseur hat es gehasst, mit Tom Hanks zusammenzuarbeitenIm Verlauf der Episode entwickelt sich zwischen Dr. Turner und Hooch tatsächlich eine überraschende Freundschaft, was J.D. und Turk schließlich sogar ein wenig enttäuscht zurücklässt, da ihr geplanter Scherz dadurch seine ursprüngliche Schärfe verliert. Statt Chaos entsteht unerwartete Harmonie – ganz im typischen „Scrubs“-Stil, der Komik und Menschlichkeit miteinander verknüpft. Eine Rezeptur, die auch 2026 noch wunderbar funktioniert. Deswegen wundert es auch nicht, dass das Revival grünes Licht für weitere Folgen erhalten hat.
Mehr als nur der Bruder von Tom Hanks
Jim Hanks, mit vollem Namen James Matthew Hanks, wurde am 15. Juni 1961 in Shasta County, Kalifornien, geboren und ist der jüngere Bruder von Tom Hanks. Auch wenn sein Name häufig im Schatten des berühmteren Geschwisters steht, hat er sich über die Jahre eine eigene, vielseitige Karriere aufgebaut.
Neben seinem Auftritt in „Scrubs“ war er in zahlreichen Serienformaten zu sehen, darunter „Lois & Clark: The New Adventures of Superman“ und „Sabrina – Total Verhext!“. Besonders interessant ist seine Verbindung zur Animationswelt: In verschiedenen „Toy Story“-Produktionen übernahm Jim Hanks gelegentlich die Stimme von Sheriff Woody, wenn sein Bruder nicht verfügbar war. Dadurch wurde er gewissermaßen zur stimmlichen Ergänzung einer der bekanntesten Pixar-Figuren überhaupt. In diesem kurzen Video könnt ihr euch selbst davon überzeugen, dass Jim Hanks wie sein Bruder klingt.
Diese Mischung aus eigenen Rollen und Projekten, die indirekt mit dem Werk seines Bruders verknüpft sind, macht Jim Hanks zu einer spannenden Randfigur Hollywoods. Sein Auftritt in „Scrubs“ ist dabei nur ein kleines, aber umso reizvolleres Beispiel dafür, wie eng die Netzwerke in der Film- und Serienlandschaft miteinander verwoben sein können.
Am Ende zeigt sich: Wer „Scrubs“ heute noch einmal schaut, entdeckt nicht nur zeitlosen Humor, sondern auch überraschende Verbindungen in die große Welt des Kinos – manchmal verborgen in einer unscheinbaren Gastrolle eines gewissen Jim Hanks. Und wer weiß, vielleicht sehen wir Dr. Turner irgendwann mal wieder. In der Serienwelt sind Wiedersehen schließlich keine Seltenheit. Genau wie Korrekturen. Auch dafür bietet „Scrubs“ ein sehr gutes Besipiel, wie ihr in diesem FILMSTARTS-Artikel nachlesen könnt.
Nach 25 Jahren korrigiert "Scrubs" im Revival endlich einen riesigen Fehler – immer wieder haben Fans ihn bemängelt*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.