Inzwischen sind 15 Jahre vergangen, seit die letzte Folge der neunten Staffel „Scrubs“ im Free-TV ausgestrahlt wurde. Sie bildet bis heute den offiziellen Schlusspunkt der beliebten Sitcom – auch wenn sich viele Fans einig sind, dass die Serie eigentlich schon mit dem Finale der achten Staffel ihr wahres Ende gefunden hatte: mit J.D. (Zach Braff), einer flimmernden Leinwand voller Möglichkeiten und Peter Gabriels „The Book Of Love“.
Doch das letzte Wort im Fall von „Scrubs“ ist noch nicht gesprochen. Auf Disney+ startet ab heute das große Revival der Kultserie. Zum Auftakt gibt es direkt eine Doppelfolge, danach geht es im wöchentlichen Turnus weiter. Insgesamt umfasst die erste Staffel ganze neun Episoden. Wir konnten die ersten beiden Folgen bereits vorab sehen – und verraten, warum „Scrubs“-Fans durchaus Grund zur Vorfreude haben.
Alles beim Alten <3
Wer befürchtet hat, dass das „Scrubs“-Revival mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen haben könnte und zunächst einige Zeit benötigt, um den Charme und den Rhythmus der Originalserie wiederzufinden, kann beruhigt sein: Auch im Jahr 2026 funktioniert die Krankenhaus-Comedy erstaunlich gut. Ein wesentlicher Grund dafür ist natürlich die nach wie vor großartige Chemie zwischen den Stars um Zach Braff, Donald Faison (als Turk) und Sarah Chalke (als Elliot Reid).
Tatsächlich wirkt das Zusammenspiel der drei so selbstverständlich, dass man fast glauben könnte, seit ihrem letzten gemeinsamen Auftritt in ihren ikonischen Medizinerinnen-Rollen sei kaum Zeit vergangen. Gleichzeitig machen die ersten beiden Episoden des Revivals aber deutlich, dass Zeit und Veränderung zentrale Themen der neuen Staffel sind – ohne dass dabei die Spielfreude der Darsteller*innen auch nur im Geringsten nachgelassen hätte.
Alles ist irgendwie noch vertraut – und doch hat sich vieles verändert. J.D. und Elliot sind mittlerweile geschieden, was naturgemäß für einige Spannungen sorgt. Besonders heikel wird es dadurch, dass J.D. Dr. Cox (John C. McGinley) als Chefarzt des Sacred Heart beerbt hat. Turk wiederum ist inzwischen Leiter der chirurgischen Abteilung. Er ist weiterhin mit Carla (Judy Reyes) zusammen und mittlerweile Vater von vier Töchtern. Die Trennung zwischen J.D. und Elliot hat auch dazu geführt, dass Elliots Freundschaft zu Turk etwas distanzierter geworden ist.
Um diese bekannten und zugleich neuen Dynamiken greifbar zu machen, steigt die neue „Scrubs“-Staffel direkt mit J.D.s erstem Tag als Chefarzt ein. Folge 2 erzählt dann rückblickend, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass er zum medizinischen Leiter des Krankenhauses wurde. Natürlich fehlt dabei nichts von dem, was „Scrubs“ immer ausgemacht hat: jede Menge Guy Love zwischen J.D. und Turk, kreative Tagträumereien, das bekannte Voice-over sowie die bittersüßen Lektionen über das Leben, die die Serie schon immer zu mehr gemacht haben als nur zu einer einfachen Comedy.
„Scrubs“ bleibt dabei unverkennbar „Scrubs“. Das kann man der Serie vorwerfen – schließlich hält sie sich sehr eng an das bewährte Erfolgsrezept der Originalserie. Man kann es aber auch als Stärke betrachten: Denn die neuen Folgen schaffen es erstaunlich geschmeidig, an genau jene Mischung aus leichtfüßiger, verspielter Komik und einem sensiblen Blick auf die oft weniger schönen Seiten der Realität anzuknüpfen, die „Scrubs“ schon immer ausgezeichnet hat – und das, ohne jemals bemüht zu wirken.
Nachfolgend könnt ihr euch den Trailer in der englischsprachigen Originalversion anschauen:
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