Stellt euch einen blutjungen Stephen King vor, der sich an seine Schreibmaschine setzt und seiner – zugegeben oftmals ziemlich erschreckenden – Fantasie freien Lauf lässt. So muss es gewesen sein, als der inzwischen zum absoluten Star-Autor avancierte King seinen Roman „Salem's Lot - Brennen muss Salem“ schrieb. Denn auch wenn „Carrie“ zuerst veröffentlicht wurde, schrieb Stephen King „Brennen muss Salem“ schon davor – es ist also eigentlich sein erster Roman. Und diesen könnt ihr ab sofort ohne Zusatzkosten streamen…
… wenn ihr denn über ein Abo von Netflix verfügt. Dort ist Gary Daubermans „Salem's Lot - Brennen muss Salem“ mit „Thunderbolts*“-Star Lewis Pullman ab sofort enthalten. Wer Fan von Stephen King ist und es 2024 nicht ins Kino geschafft hat, als der Vampir-Horror dort gezeigt wurde, kann nun also bequem von zuhause aus einschalten. Wer kein Netflix-Abo hat und „Salem's Lot“ trotzdem schauen möchte, kann dies natürlich auch als VoD bei Anbietern wie Amazon und Co. tun.
Doch lohnt es sich? Wer die Buchvorlage kennt, weiß, wie gekonnt Stephen King hier das atmosphärische Grauen beschreibt, das die Kleinstadt Jerusalem’s Lot heimsucht, in die Schriftsteller Ben Mears (Pullman) nach jahrelanger Abwesenheit zurückkehrt. Doch obwohl Gary Dauberman sich mit Stephen-King-Stoffen gut auskennt und die Drehbücher zur gefeierten Zweiteiler-Umsetzung von „ES“ verfasste, hat er mit seinem Skript zu „Brennen muss Salem“, das er dann auch selbst inszeniert hat, nicht so ganz den richtigen Ton getroffen.
"Brennen muss Salem" setzt auf Jump Scares statt auf Atmosphäre
So schreibt FILMSTARTS-Redakteur Pascal in seiner Kritik zu „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“, in der er sich trotz seiner großen Liebe zu den Werken von Stephen King nur für 2 von 5 möglichen Sternen erwärmen konnte: „,Salem's Lot – Brennen muss Salem’ entpuppt sich als generischer, erzählerisch gehetzter Horrorfilm, der wenig Gespür für Figuren besitzt und sich zu sehr auf seine Jump Scares statt auf seine Atmosphäre verlässt.“
Doch nicht alles an der Stephen-King-Verfilmung ist schlecht, weswegen Genre-Fans dann doch einen Blick wagen und sich ein eigenes Bild machen sollten. So überzeugt zum Beispiel die schauspielerische Leistung von Lewis Pullman – und auch visuell hat der Horror-Thriller den ein oder andern netten Einfall zu bieten
In „Brennen muss Salem“ kehrt der Schriftsteller Ben Mears nach vielen Jahren in seine Heimatstadt Jerusalem‘s Lot zurück. An diesen Ort hat er aus seiner Kindheit keine besonders guten Erinnerungen. Doch er ist gewillt, das alles hinter sich zu lassen, und will dort an seinem neuen Roman arbeiten. Die auf einem Hügel gelegene Marsten-Villa, die er dafür beziehen will, ist allerdings schon besetzt:
Der Antiquitätenhändler Straker (Pilou Asbaek) und ein Mann namens Kurt Barlow (William Sadler) sind ihm zuvorgekommen und haben die Villa gekauft. Und genau diese beiden Männer sind es, die in Ben bald die Befürchtung reifen lassen: Seine Ängste aus der Kindheit sind begründet und in Salem’s Lot sind Vampire zugange…
Ihr wollt gleich noch eine weitere Stephen-King-Verfilmung streamen? Dann haben wir folgenden Tipp für euch:
Neu im Streaming-Abo: Eine dystopische Stephen-King-Verfilmung (nicht nur) für Fans von "Tribute von Panem"Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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