Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst
Sebastian Daniels
Sebastian Daniels
-Freier Autor
Sebastians perfekte Welt: Tarantino geht niemals in Rente, die dramatische Filmtrailer-Stimme aus den 90ern feiert ein Comeback, Einbrecher Marv aus "Home Alone" erhält sein eigenes Spin-off und Bill Murray kriegt endlich einen Oscar für seine bloße Existenz.

Eine neue Woche steht an, was bedeutet, dass wir euch wieder drei filmische Leckerbissen bei Amazon Prime Video empfehlen wollen, die uns ganz besonders am Herzen liegen.

Was streame ich als nächstes? Diese Frage treibt alle Filmfans regelmäßig um, doch das riesige Angebot an verschiedenen Optionen kann überfordernd wirken. Mit unseren Streaming-Vorschlägen für Amazon Prime Video möchten wir euch diesbezüglich etwas zur Hand gehen.

Die gute Nachricht: Die folgenden drei Filmtipps könnt ihr mit einem Prime-Abo aktuell allesamt ohne Aufpreis streamen. Vor allem Fans von aufreibender und nervenzerreißender Spannung kommen hier voll auf ihre Kosten!

"Saltburn" (2023)

Nach ihrem fulminanten Regiedebüt „Promising Young Woman“ waren die Erwartungen an Emerald Fennells Nachfolger ziemlich hoch. Und auch wenn „Saltburn“ nicht mehr ganz die subversive Schlagkraft ihres Erstlings erreicht, ist ihr dennoch erneut ein bitterböser und stilsicherer Thriller gelungen, der über enormes Kult-Potenzial verfügt.

Wie der mittellose Oxford-Student Oliver (Barry Keoghan) sich schrittweise und manipulativ in den familiären Kreis seines reichen Kommilitonen Felix (Jacob Elordi) schleicht, verpackt Fennell in höchst elegant gefilmte Bilder, die in starkem Kontrast zu dem verabscheuungswürdigen Treiben ihrer provokativen Figuren stehen.

Als Zuschauer*in sollte man jedoch besser nicht zu zartbesaitet sein, denn „Saltburn“ hat so einige WTF-Szenen zu bieten, die ganz bewusst die Grenzen des Geschmacks ausloten und sich wohl auf ewig ins Gedächtnis brennen. Ein Segen für Fennell, dass sie in Barry Keoghan („The Banshees Of Inisherin“) einen Hauptdarsteller gefunden hat, der sich furchtlos in seine Rolle des obsessiven Oliver stürzt und damit aus einem insgesamt exzellenten Cast (u. a. Rosamund Pike) noch einmal heraussticht.

"99 Homes" (2014)

Wenn zwei Schauspieler wie Andrew Garfield („Hacksaw Ridge“) und Michael Shannon („Nocturnal Animals“) in einem Film aufeinandertreffen, muss dieser fast zwangsläufig gut sein. Im Fall von „99 Homes“ trifft dies auch fraglos zu, was es umso trauriger macht, dass das mitreißende Sozialdrama hierzulande nie einen Kinostart erhielt.

Daher könnte man das Werk von Regisseur Ramin Bahrani („Der weiße Tiger“) durchaus als Geheimtipp bezeichnen, denn allzu viele werden den Film noch nicht kennen. Die 92-Prozent-Quote an positiven Kritiken bei Rotten Tomatoes zeugt ebenfalls davon, dass hier ein wahres Glanzstück seit nunmehr zwölf Jahren nach seiner Veröffentlichung ein unverdientes Schattendasein fristet.

„99 Homes“ wirft einen ungeschönten Blick auf das korrupte und skrupellose Geschäft mit Zwangsräumungen in den USA, das die Existenz verschuldeter Immobilienbesitzer bedroht, sich für die Vollstrecker aber als äußerst lukrativ erweist. Shannon spielt einen der Letzteren als gefühlskalten Teufel auf zwei Beinen, der eines seiner jüngsten Opfer (Garfield) unter seine Fittiche nimmt und diesen bald selbst zu einem korrumpierenden Teil des kranken Systems macht. Welch schockierende Dynamik das im Laufe des Films annimmt, ist unglaublich fesselnd inszeniert und regt zugleich zum Nachdenken an.

"Strange Darling" (2023)

Eine Frau, die angsterfüllt flüchtet. Ein Mann, der sie verfolgt und auf sie schießt: Eine Trope, die wir zur Genüge aus dem Thriller- und Horror-Genre kennen. Auch „Strange Darling“ beginnt mit einer derartigen Szene, denkt allerdings gar nicht daran, in der Folgezeit nach Schema F abzulaufen.

Regisseur und Drehbuchautor JT Mollner („The Long Walk“) ist sich den Klischees der Filmgattung sehr wohl bewusst und unterläuft diese gefühlt mit jeder weiteren Szene. Daraus entsteht ein wunderbar fieses Serienkiller-Puzzle, dem man sich dank unbändigem Ästhetik-Drang sowie faszinierenden Darstellungen von Willa Fitzgerald („Reacher“) und Kyle Gallner („Smile“) kaum entziehen kann.

Dass sich Mollner vom Stil Quentin Tarantinos inspirieren ließ, ist anhand der schwarzhumorig-verspielten Dialoge und der non-linearen Kapitelstruktur unverkennbar. Dennoch weist „Strange Darling“ zweifellos eine eigene Handschrift auf, die Spannung und Spaß auf raffinierte Weise vereint. Nicht umsonst feierte Stephen King den Film als „cleveres Meisterwerk“, was der 96-Prozent-Score bei Rotten Tomatoes beeindruckend untermauert.

Und falls ihr wissen wollt, welche neuen Streaming-Titel ihr im Mai bei Netflix und Co. auf keinen Fall verpassen solltet, schaut am besten mal in die Tipps von FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt rein:

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