Schaut man sich in den USA und teilweise auch hierzulande mal so um, erscheint „Idiocracy - Irrsinn stirbt nie“ aus dem Jahre 2006 rückblickend geradezu prophetisch. Und dafür hat es nicht wie im Film ganze 500, sondern lediglich 20 Jahre gebraucht...
„Idiocracy - Irrsinn stirbt nie“ läuft am heutigen 26. Mai 2026 um 20.15 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 27. auf den 28. Mai um 1.40 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Disney+* streamen. Am 30. Mai landet er zudem auch im Abo bei Amazon Prime Video. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf DVD oder Video-on-Demand ausweichen:
Eine dystopische Komödie
Wir alle wünschen uns doch, dass das Leben auf unserer Erde, in unserem Land und in unserer direkten Umgebung mit der Zeit angenehmer, schöner und besser wird, oder? In der Realität tritt das allerdings nicht unbedingt ein – zumindest nie allumfassend. Es gibt sicher Aspekte des Alltags, die einen Fortschritt im Vergleich zum Zustand vor, sagen wir mal, 20 Jahren darstellen. Aber gilt das wirklich für alles und jedes Detail? Nein, natürlich nicht. Manches ist auch eindeutig schlechter oder schlimmer geworden.
Sci-Fi-Dystopien, die eine solche Entwicklung zum Negativen auf drastische Weise darstellen, gibt es jede Menge. Aber kennt ihr auch eine, in der die Menschheit nicht böser, gieriger oder gemeiner, sondern einfach nur blöder geworden ist? Nein? Dann habt ihr „Idiocracy - Irrsinn stirbt nie“ noch nicht gesehen. Der Film macht eine Menge Spaß, regt dabei aber durchaus auch zum Nachdenken an. Bei dem Gedanken daran, dass wir uns vielleicht wirklich in eine solche Richtung entwickeln, kann einem der eine oder andere Lacher schon mal im Halse stecken bleiben.
Die Idee zu „Idiocracy“ stammt von Mike Judge, dem Mastermind hinter der animierten 1990er-Kultserie „Beavis und Butt-Head“, deren Titelhelden auch schon ziemlich unterbelichtet waren. Judge entwickelte den Film, nachdem er eine wissenschaftliche Studie gelesen hatte. In der hieß es, dass US-Bürger mit geringerem IQ sich schneller und vor allem zahlreicher fortpflanzen würden als ihre klügeren Pendants. Daraus schlossen die Verfasser dieser Untersuchung, dass die Bevölkerung des Landes auf absehbare Zeit zwangsläufig verdummen würde.
Judge amüsierte sich über diese vielleicht nicht zu 100 Prozent seriös untermauerte These und begann, sich vorzustellen, wie diese in der realen Zukunft aussehen könnte. Daraus erarbeitete er gemeinsam mit „Tropic Thunder“-Drehbuchautor Etan Cohen ein Skript und machte sich an dessen Verfilmung. Das Ergebnis ist ein – vielleicht passend zum Thema – nicht vollends durchdachtes Spektakel, das aber dennoch jede Menge witzige Ideen, Szenen oder Situationen liefert und niemals langweilig wird.
Wenn ihr für derlei offen seid und/oder Luke Wilson („Natürlich blond“), Maya Rudolph („Kindsköpfe“) sowie Dax Shepard („CHiPs“) mögt, schaltet den Film gern ein. In meist sehr lustigen Nebenrollen sind zudem unter anderem „Brooklyn Nine-Nine“-Fan-Favorit Terry Crews, Justin Long („Stirb langsam 4.0“), Thomas Haden Church („Sideways“) und der immer großartige Stephen Root aus „Get Out“ dabei.
"Idiocracy": Das ist die Story
Joe Bowers (Luke Wilson) ist Bibliothekar bei der U.S. Army, der trotz der vielen Bücher um ihn herum nicht allzu clever ist. Deshalb erklärt er sich auch schnell dazu bereit, an einem wissenschaftlichen Experiment teilzunehmen. Für dieses wird er zusammen mit der ebenfalls eher einfältigen Prostituierten Rita (Maya Rudolph) in einen künstlichen Kältetiefschlaf versetzt.
Aufgrund widriger Umstände wird das Duo dann allerdings vergessen und taut erst im Jahr 2505 wieder auf. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich in der Zwischenzeit zu einer Nation von Dummköpfen und Vollidioten entwickelt. Die Lage ist so bitter, dass Joe und Rita plötzlich die schlausten Bürger des Landes sind – und zwar mit erheblichem Abstand...
Wenn ihr danach noch den vielleicht besten Film mit Luke Wilson sehen wollt, dann schaut doch mal in den folgenden Artikel rein:
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