Robert Pattinson macht als realer TV-Star Jagd auf Kinderschänder: Erster Trailer zu "Primetime" von den "Das Drama"-Machern
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

In „Primetime“ schlüpft Robert Pattinson in die Rolle des TV-Moderators Chris Hansen, dessen Sendung „To Catch A Predator“ Anfang der 2000er-Jahre hohe Wellen schlug. Nun gibt’s den ersten Trailer:

In Deutschland war die True-Crime-Reihe „To Catch A Predator“ zwar nie im Fernsehen zu sehen, doch das Format sollte die TV-Landschaft nachhaltig prägen und eine regelrechte Welle an ähnlich gelagerten bis hin zu offensichtlichen Nachahmerprojekten lostreten – von „Catfish“ bis „Tatort Internet“. Worin die Faszination der Sendung lag, liegt auf der Hand: Als Zuschauer*in wurde man Zeuge davon, wie Menschen scheinbar ihre dunkelsten Abgründe offenbaren.

In „To Catch A Predator“ ging es darum, mutmaßliche Sexualstraftäter zu überführen, die glaubten, sich mit Minderjährigen zu treffen. Moderiert wurde das Format vom Journalisten Chris Hansen, der durch den enormen Erfolg der Sendung zu einer der bekanntesten TV-Persönlichkeiten der USA aufstieg. In „Primetime“, zu dem nun erste Trailer erschienen sind, übernimmt Robert Pattinson („Tenet“) die Rolle des umstrittenen Moderators. Wann der Film hierzulande erscheinen wird, ist bislang noch nicht bekannt.

Von den "Das Drama"-Machern

Der erste Trailer zu „Primetime“ verrät zwar noch nicht allzu viel über das Projekt, macht aber bereits deutlich, dass hier ein spannender Film auf uns zukommen könnte. Nicht nur, weil mit Pattinson einer der interessantesten Schauspieler seiner Generation die Hauptrolle übernimmt, sondern auch, weil hinter dem Film das Studio A24 steht, das zuletzt bereits für den gefeierten Hit „Das Drama“ verantwortlich war – ebenfalls mit Robert Pattinson in einer zentralen Rolle.

Inszeniert wurde der Split-Screen-Thriller von Lance Oppenheim („Some Kind Of Heaven“). Besonders interessant dürfte dabei werden, welche Haltung der Film gegenüber Chris Hansen und „To Catch A Predator“ einnimmt. Denn so populär das Format auch gewesen sein mag, so massiv fiel zugleich die Kritik daran aus. Schließlich wurden gezielt Situationen konstruiert, um Männer in eine Falle zu locken. Kritiker*innen bemängelten außerdem die problematische Vermischung aus Unterhaltung, Selbstjustiz und fehlender journalistischer Distanz seitens Hansen. Zudem vermittelte die Sendung den Eindruck, Kindesmissbrauch gehe vor allem von Fremdtätern aus – eine Annahme, die statistisch klar widerlegt werden kann.

Ende vergangenen Jahres erschien hierzulande bei Paramount+ bereits die äußerst sehenswerte Dokumentation „Predators“, die genau diesen kritischen Blick auf Chris Hansen und „To Catch A Predator“ wirft. Den Trailer dazu könnt ihr euch nachfolgend anschauen:

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