Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und Co.: Markus durchforstet täglich die Streamingdienste dieser Welt, immer auf der Suche nach den nächsten Film- und Serien-Highlights.
Mitarbeit von:
Sidney Schering - Björn Schneider

Euch erschlägt die riesige Auswahl bei den Streamingdiensten? Dann helfen euch unsere ausgewählten Tipps. Auch in dieser Woche möchten wir euch wieder drei empfehlenswerte Filme für die kommende Woche im Prime-Video-Abo ans Herz legen.

Beinahe jeden Tag kommen bei den Streaminganbietern neue Titel hinzu – Filme, Serien, Mini-Serien und Dokus. Da verliert man schnell mal den Durchblick. Aber zum Glück habt ihr uns! Woche für Woche suchen wir im Angebot von Amazon Prime Video für euch nach empfehlenswerten Klassikern, übersehenen Filmperlen und absoluten Geheimtipps, die mit gültigem Abo ohne Aufpreis abrufbar sind.

Diesmal: Ein hochspannender Thriller, ein zu Herzen gehender Indie-Tipp vom „Sentimental Value“-Team und ein absolutes Sci-Fi-Highlight.

"The Order" (2024)

Bei den Filmfestspielen von Venedig hat uns (und viele andere Kritiker und Kritikerinnen) „The Order“ ziemlich umgehauen (Rotten-Tomatoes-Score: 93 Prozent). Umso unwürdiger war es dann, dass der Film international nur direkt im Streaming gelandet ist und Amazon ihn dort obendrein Anfang dieses Jahres eines Tages einfach still und heimlich und ohne große Vorankündigung auf seine Plattform gepackt hat.

Das somit bislang noch immer als Geheimtipp geltende Highlight hat daher jeden Push verdient. Denn „Assassin’s Creed“-Macher Justin Kurzel hat aus seinem auf wahren Begebenheiten beruhenden Action-Thriller ein knallhartes, fesselndes und wuchtig inszeniertes Katz-und-Maus-Spiel auf den Spuren von Michael Manns Genre-Primus „Heat gemacht.

Protagonist ist der ausgebrannte FBI-Agent Terry Husk (Jude Law), der in einer Kleinstadt gegen die rechtsradikale Vereinigung Aryan Nations ermittelt. Während die örtlichen Behörden die Augen vor dem Problem verschließen, droht die Lage zu eskalieren, als sich eine noch weitaus extremere und gewaltbereitete Organisation unter Führung des charismatischen Bob Mathews (Nicholas Hoult) abspaltet.

"Der schlimmste Mensch der Welt" (2021)

Eine schöne Stadt im Norden Europas und ihre vielen Facetten: Der norwegische Regisseur Joachim Trier schuf mit „Auf Anfang“, „Oslo, 31. August“ und „Der schlimmste Mensch der Welt“ eine starke, abwechslungsreiche Trilogie in und über Oslo. Nun ist mit „Sentimental Value“ ein neuer Film Triers angelaufen, der sich wie ein tragikomisches PS zur Oslo-Trilogie anfühlt – Grund genug, ihren krönenden Abschluss nachzuholen oder noch einmal zu schauen:

„Der schlimmste Mensch der Welt“ dreht sich um die von „Sentimental Value“-Hauptdarstellerin Renate Reinsve verkörperte, sprunghafte Julie, die sich zu Filmbeginn in ihren 20ern befindet. Sie krempelt ihre Karriereträume um, kann sich in romantischen Fragen nicht auf längere Zeit festlegen, und wenn sie sich nicht von der Vielzahl der Möglichkeiten in ihrem Leben überfordert fühlt, fühlt sie sich komplett eingeengt.

Regisseur/Autor Trier und sein Schreibpartner Eskil Vogt destillieren in ihrem für zwei Oscars nominierten Film, der auf dem besten Weg zum modernen Klassiker ist, das Gefühl einer Teilgeneration und eines ebenso euphorischen wie verwirrenden Lebensabschnitts. Und Reinsve, die kurz davor war, die Schauspielerei aufzugeben und dann glücklicherweise für „Der schlimmste Mensch der Welt“ besetzt wurde, ist schlichtweg perfekt in ihrer Rolle: Liebenswert und frustrierend, nachvollziehbar und unverständlich, sich dauernd neu erfindend und sich dennoch ständig treu: die Personifikation des neugierigen Verlorenseins!

"Moon" (2009)

Dramatische Elemente besitzt ebenso unser nächster Tipp, der von Duncan Jones („Warcraft: The Beginning“) inszenierte „Moon“, der für uns zu den besten Sci-Fi-Filmen der letzten Jahre zählt. Und nicht nur für uns: Beachtliche 90 Prozent positive Kritiken finden sich bei Rotten Tomatoes. Doch was macht diesen kammerspielartigen, für ein Mini-Budget realisierten Film so sehenswert?

Es sind vor allem der Minimalismus und die simplen, aber doch so effektiven Mittel, die der damalige Regie-Debütant (und David-Bowie-Sohn) Jones gekonnt einzusetzen weiß. Und: die atemberaubende One-Man-Show von Sam Rockwell als einsamer Astronaut Sam Bell. Bell ist der einzige menschliche Bewohner einer Mondbasis. Dort überwacht er zusammen mit der leistungsfähigen KI „GERTY“ (gesprochen von Kevin Spacey) Arbeiten auf dem Mond. Als auf der Station unerwartet sein Doppelgänger auftaucht, gerät die Situation langsam außer Kontrolle.

„Moon“ punktet mit schlanker Erzählung ohne unnötigen Storyballast und ist nie langweilig – obwohl sich fast alles um Sam Bell und das mysteriöse Ebenbild dreht. Stattdessen dominieren Atmosphäre und überraschende erzählerische Wendungen. Für einen ersten Eindruck dieses doppelbödigen, philosophischen „Zweipersonenstücks“ im Weltraum lohnt ein Blick in den Trailer:

Hinweis: Beim vorliegenden Text handelt es sich um eine Zusammenstellung von Streaming-Tipps, die schon zuvor in verschiedenen Artikeln auf FILMSTARTS erschienen sind.

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