Die 3 besten Filme, die ihr dieses Wochenende auf Netflix schauen müsst
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Euch erschlägt die Auswahl bei den Streamingdiensten? Dann helfen euch unsere sorgsam ausgewählten Tipps. Auch diesmal möchten wir euch wieder drei empfehlenswerte Netflix-Filme für das kommende Wochenende an die Hand geben.

Da die Streaming-Anbieter stetig neue Filme, Serien und Dokus in ihre Kataloge aufnehmen, kann man schon mal den Überblick verlieren. Abhilfe schaffen unsere Film-, Doku- und Serien-Tipps auf Netflix. Darunter finden sich persönliche Lieblingsfilme, vergessene Klassiker und jüngere Blockbuster, die ihr mit gültigem Abo ohne Zusatzkosten schauen könnt.

"Rachels Hochzeit" (2008)

Emotional mitreißende (Krimi-) Dramen dominieren aktuell die Netflix-Charts hierzulande („Farben des Bösen: Schwarz“, „Die Unbekannte vom Hafen“). Ihr steht selber auch auf dramatische Werke, die von Melancholie und komplexen Beziehungsgeflechten geprägt sind? Dann sei euch der moderne Klassiker „Rachels Hochzeit“ von 2008 wärmstens empfohlen. Darin kehrt eine junge drogenabhängige Frau (Anne Hathaway) anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester für wenige Tage zurück nach Hause. Schon kurz nach ihrer Rückkehr brechen alte Konflikte wieder auf und lange verdrängte Gefühle kommen zum Vorschein.

Den Namen Jonathan Demme verbinden die meisten bis heute mit seinen Meilensteinen „Das Schweigen der Lämmer“ und „Philadelphia“. Sie überstrahlen die vielen anderen, unbedingt sehenswerten Arbeiten des 2017 verstorbenen New Yorker Regisseurs. Und zu diesen zählt zweifelsfrei „Rachels Hochzeit“, in dem „Der Teufel trägt Prada“-Star Anne Hathaway eine der besten Leistungen ihrer Karriere zeigt (Lohn: eine Oscar-Nominierung). Sie ist als psychisch labile, verletzliche Protagonistin der erzählerische Mittelpunkt in einem durchweg fesselnden, konzentriert erzählten Familiendrama. Demmes ungeschliffene Handkamerabilder und die von der Dogma-95-Bewegung inspirierte, rohe Home-Video-Ästhetik verleihen „Rachels Hochzeits“ zudem etwas zutiefst Dokumentarisches.

Rachels Hochzeit
Rachels Hochzeit
Starttermin 2. April 2009 | 1 Std. 53 Min.
Von Jonathan Demme
Mit Anne Hathaway, Rosemarie DeWitt, Bill Irwin
Pressekritiken
4,1
User-Wertung
3,6
Filmstarts
4,5

"Oxygen" (2021)

2026 beherrsch(t)en kostspielige Sci-Fi-Blockbuster für die Massen immer wieder die Schlagzeilen – und die Kino-Charts. Das Genre boomt, das zeigt der Erfolg von Filmen wie „Der Astronaut“ und „Discolure Day“. Wenn ihr es eine Spur kleiner und minimalistischer mögt, solltet ihr einen Blick in Alexandre Ajas Sci-Fi-Thriller „Oxygen“ wagen. Inhaltlich geht es um eine Frau (Mélanie Laurent), die in einer mysteriösen Kyro-Kapsel aufwacht. Sie hat ihr Gedächtnis verloren, und der Sauerstoff reicht nur noch für wenige Minuten. Ihr einziger Gesprächspartner ist die KI der Kammer. Gelingt ihr die Rettung aus der Todeskapsel?

Oxygen
Oxygen
Starttermin 12. Mai 2021 | 1 Std. 40 Min.
Von Alexandre Aja
Mit Mélanie Laurent, Mathieu Amalric, Malik Zidi
User-Wertung
3,1
Filmstarts
2,0
Im Stream

„Oxygen“ ist das Paradebeispiel für einen Film, der mit geringsten Mitteln und überschaubarem Aufwand extreme Spannung generieren kann. Die Netflix-Produktion braucht nicht mehr als das kammerspielartige Setting der High-Tech-Kapsel und lediglich eine Hauptfigur, um einen voll und ganz in den Film hineinzuziehen. Dem Horror-Experten Aja („High Tension“, „Crawl“) gelingt so ein hochspannender, ebenso klaustrophobischer wie dynamisch inszenierter Kältekammer-Höllen-Trip, der zu Recht auf einhellig positives Presseecho stieß. Mit einem Rotten-Tomatoes-Score von 90 Prozent steht „Oxygen“ in der Kritiker-Gunst deutlich vor allen anderen Werken des Franzosen.

"Apostle" (2018)

Ebenso wie „Oxygen“ von seiner – im wahrsten Sinne – „bedrückenden“ Stimmung lebt, besticht auch das Netflix-Original „Apostle“ durch eine einnehmende Atmosphäre der allgegenwärtigen Bedrohung. Der sonst auf beinharte Martial-Arts- und Action-Streifen spezialisierte Waliser Gareth Evans („The Raid“) drehte einen astreinen, toll fotografierten Genre-Beitrag für alle Zuschauer, die eine Schwäche für Filme wie „Midsommar“, „The Wicker Man“ oder „The Witch“ haben. Sein fünfter abendfüllender Spielfilm erzählt von einem Mann (Dan Stevens), der im Jahr 1905 auf eine walisische Insel reist, um seine entführte Schwester zu finden. Auf dem abgelegenen Eiland bekommt er es mit den Mitgliedern einer religiösen Geheimsekte zu tun, die sich ganz der Natur und dem Mystizismus verschrieben haben.

Evans nimmt sich zunächst viel Zeit, um seine in ländlichem Setting angesiedelte Geschichte zu entfalten und die Figuren zu etablieren. Doch dann bricht das Unheil über die Inselbewohner herein und „Apostle“ eskaliert in Hälfte 2 zu einem blutig-brutalen Fiebertraum mit extremen Gewaltspitzen. Es gibt einen „zweckentfremdeten“ Fleischwolf, eine ziemlich fiese Säuberung mittels einer handbetriebenen Bohrmaschine und üble Rituale, bei denen die Opfer ausbluten. Evans, der „Apostle“ auch schrieb und produzierte, kreiert einen eigenwilligen, extrem effektvollen Mix aus Mystery-Thriller und Historien-Drama, kunstvoll (und schön kompromisslos) mit Body- und Folk-Horror-Elementen angereichert. Kollektiver Wahn, Paranoia und Isolation – eine Mischung, die ans Eingemachte geht!

Apostle
Apostle
Starttermin 12. Oktober 2018 | 2 Std. 10 Min.
Von Gareth Evans
Mit Dan Stevens, Michael Sheen, Lucy Boynton
Pressekritiken
2,0
User-Wertung
2,9
Filmstarts
2,0
Im Stream

Indes werden auch die Kinos aktuell von etlichen erfrischenden, unalltäglichen Horror-Streifen regelrecht geflutet. Von „Passenger“ über „Obsession“ und „Dolly“ bis hin zu „Backrooms“. Einer dieser Filme hat einen regelrechten Hype ausgelöst, der für einen Rekord nach dem anderen sorgt:

Der nächste Meilenstein: Horror-Hype räumt weiter an den Kinokassen ab – und bricht 27 Jahre alten Rekord!

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