Ein wenig müsst ihr euch noch gedulden, bis „Obsession - Du sollst mich lieben“ offiziell in den deutschen Kinos startet: Am 25. Juni 2026 ist es so weit. Wer allerdings (wie der Autor dieser Zeilen) bereits in einer der Previews saß, dürfte festgestellt haben, dass der Hype um den Horrorfilm von Curry Barker inzwischen auch hierzulande angekommen ist. Die Säle waren vielerorts bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die eigentliche Sensation spielt sich derzeit allerdings an den internationalen Kinokassen ab. Nach dem vergangenen Wochenende steht „Obsession“ weltweit bei einem Einspielergebnis von mehr als 286 Millionen US-Dollar – und das bei einem Produktionsbudget von gerade einmal 750.000 US-Dollar. Damit hat „Obsession“ nun auch einen Rekord gebrochen, der lange Zeit von „Blair Witch Project“ gehalten wurde.
Der nächste Meilenstein für "Obsession"
Bislang war der legendäre Found-Footage-Horrorfilm aus dem Jahr 1999 der erfolgreichste Film, der nach seiner Premiere auf einem Filmfestival von einem Verleih erworben wurde. Insgesamt spielte „Blair Witch Project“ knapp 249 Millionen US-Dollar an den weltweiten Kinokassen ein. Diese Bestmarke wurde nun also von „Obsession“ übertroffen.
Der Film wurde im Rahmen der Midnight-Madness-Reihe des Toronto International Film Festivals von Focus Features für mehr als 15 Millionen US-Dollar erworben. Zum Vergleich: Für „Blair Witch Project“ legte Artisan Entertainment nach dessen Premiere auf dem Sundance Film Festival etwas mehr als eine Million US-Dollar auf den Tisch.
Um Missverständnissen vorzubeugen, lohnt sich an dieser Stelle eine nicht unwichtige Einordnung: Zwischen Auktionen, die nach einer Festivalpremiere stattfinden, und sogenannten „Filmpaketen“ besteht ein erheblicher Unterschied.
Im Falle von „Blair Witch Project“ und „Obsession“ handelt es sich um Filme, die erst nach ihrer Premiere verkauft wurden. Die Käufer konnten also bereits auf konkrete Publikumsreaktionen und erste Kritiken reagieren und wussten, wie der fertige Film wirkt. Das Risiko eines solchen Erwerbs ist entsprechend geringer, da die Qualität des Produkts bereits öffentlich unter Beweis gestellt wurde.
Anders verhält es sich bei Paketen, die häufig auf den Filmmärkten großer Festivals gehandelt werden. Dort wird nicht der fertige Film verkauft, sondern vielmehr ein Paket aus Drehbuch, Regisseurin, Produzenten und Schauspieler*innen. Studios sichern sich die Rechte also oftmals zu einem Zeitpunkt, an dem die Produktion noch gar nicht begonnen hat. Das Risiko ist entsprechend deutlich höher, weil weder die tatsächliche Qualität des Films noch die Reaktion des Publikums absehbar sind.
Ein prominentes Beispiel hierfür ist Denis Villeneuves „Arrival“, den sich Paramount Pictures im Umfeld des Cannes Filmfestivals sicherte. Der Deal basierte nicht auf den Reaktionen zu einem bereits fertiggestellten Film, sondern auf dem Potenzial des Projekts und den beteiligten Kreativen.
Übrigens: Selbst Steven Spielberg ist von „Obsession“ begeistert. Was der Regie-Altmeister zu dem Film zu sagen hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Trotz Trubel um seinen neuen Sci-Fi-Blockbuster "Disclosure Day": Steven Spielberg gesteht seine Liebe für diesen aktuellen Horror-Hit!Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.