Dieses Szenario dürfte vielen bekannt vorkommen: Ein langer, stressiger Arbeitstag ist vorbei, man scrollt durch mehrere abonnierte Streamingdienste, findet aber einfach nichts, das man wirklich sehen möchte. Stattdessen landet man plötzlich wieder bei „Pokémon“, „He-Man And The Masters Of The Universe“, „Sailor Moon“, „SpongeBob Schwammkopf“ oder einer anderen Serie aus der Kindheit. Was wie reine Nostalgie wirkt, hat dabei laut Psychologen tatsächlich einen tieferen Sinn (via JeuxVideo)!
So helfen euch Zeichentrickserien im Alltag
Der Alltag ist heute geprägt von Informationsflut, beruflichem Druck und ständigen Ablenkungen. In solchen Phasen sucht das Gehirn nach Vertrautem. Alte Zeichentrickserien erfüllen genau dieses Bedürfnis: Die Figuren, Geschichten und sogar die Witze sind bereits bekannt. Dadurch muss das Gehirn deutlich weniger neue Informationen verarbeiten, die mentale Belastung sinkt.
Aus diesem Grund empfinden es viele Menschen als beruhigend, längst liebgewonnene Serien wiederzusehen. Psychologen sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannten „Comfort Programs“ – Medieninhalten, die ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Eine Studie im Journal of Consumer Research legt sogar nahe, dass nostalgische Inhalte dabei helfen können, in stressigen oder unsicheren Lebensphasen das emotionale Gleichgewicht zu halten oder wiederzufinden.
Es gibt noch einen zweiten Grund, warum Kindheitsserien mehr sind als nur Nostalgie
Hinzu kommt, dass zahlreiche Zeichentrickserien weit mehr waren als reine Kinderunterhaltung. Themen wie Verlust, Einsamkeit, Freundschaft oder die Suche nach der eigenen Identität finden sich oft zwischen den Zeilen wieder. Als Erwachsene nehmen Zuschauer*innen viele dieser Aspekte bewusster wahr als früher. Die Geschichten erhalten dadurch eine neue Bedeutung und können sogar dazu beitragen, eigene Erfahrungen und Herausforderungen besser einzuordnen.
Auch die Psychologin Krystine Batcho von der American Psychological Association betont, dass Nostalgie Menschen dabei unterstützt, ihre persönlichen Entwicklungen besser zu verstehen und das Gefühl von Verbundenheit mit dem eigenen Lebensweg zu stärken. Gleichzeitig biete die Rückkehr zu vertrauten Serien eine kleine Auszeit von der heutigen, oftmals überfordernden Unterhaltungslandschaft. Angesichts unzähliger neuer Filme, Serien und Empfehlungen kann allein die Auswahl zur Belastung werden. Eine alte Folge „Digimon“ oder „DuckTales“ anzuschalten, bedeutet deshalb für viele auch, der ständigen Entscheidungsflut für einen Moment zu entkommen.
Übrigens: Speziell „Dragonball“ hat seinen Fans eine ganz bestimmte Eigenschaft mitgegeben, von der sie noch im Erwachsenenalter profitieren können. Um welche es sich handelt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Die Psychologie legt nahe, dass Menschen, die in den 80ern und 90ern mit "Dragon Ball" aufgewachsen sind, eine besondere Fähigkeit entwickelt habenEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits bei unseren Kolleg*innen von JeuxVideo.com erschienen.
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