Neben seinen meist selbst inszenierten, großen Filmen in Deutschland steht Til Schweiger auch immer mal wieder in Hollywood vor der Kamera. Teilweise sind das sogar echte Prestige-Projekte wie „Inglourious Basterds“, „Das gibt Ärger“ oder „Atomic Blonde“. Meist handelt es sich bei Schweigers US-Auftritten aber um B-Actioner oder Indie-Thriller. Einen aus dieser Sparte könnt ihr am Abend im Free-TV sehen:
„U-Boat: In feindlicher Hand“ läuft am heutigen 2. Juli 2026 um 20.15 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 2.10 Uhr. Zudem steht der Film nach Ende der ersten Ausstrahlung bis zum 1. August 2026 als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Alternativ könnt ihr den Weltkriegs-Reißer übrigens auch kostenlos via Amazon Prime Video streamen. Dazu braucht ihr kein Abo, ein einfaches Kundenkonto reicht aus und es kann losgehen:
Wie gut ist "U-Boat"?
„U-Boat: In feindlicher Hand“ wurde 2004 von Tony Giglio, dem Drehbuchautor von „Death Race 3: Inferno“ und Regisseur von „Doom: Annihilation“, inszeniert. Diese Auswahl seiner anderen Werke dürfte den meisten von euch sicher schon klarmachen, dass ihr hier keinen U-Boot-Thriller auf dem Niveau solcher Genre-Klassiker wie „Jagd auf Roter Oktober“, „K-19: Showdown in der Tiefe“ oder „Das Boot“ erwarten braucht. Ganz so grottig wie die meisten von Giglios Arbeiten ist „U-Boat: In feindlicher Hand“ dann aber doch nicht.
Sicher: Die Dialoge laden teilweise wirklich nur noch zum Augenrollen ein – und zwar sowohl in der deutschen Synchro als auch in der Originalfassung. Zudem sind viele der Nebencharaktere doch arg klischeehaft gezeichnet und die ganze Situation wirkt immer wieder sehr konstruiert. So erfährt der deutsche U-Boot-Kommandant etwa exakt im dramatisch passenden Moment, dass seine Familie in Hamburg bei einem Luftangriff ums Leben kam.
Trotzdem ist Giglio die Umsetzung recht spannend gelungen. Für einen Film mit relativ kleinem Budget (5,4 Millionen Dollar) sind die Schlacht- und Unterwasserszenen doch erstaunlich gut, sprich glaubhaft anzuschauen. Erzählerisch interessant ist zudem die Idee, so gut wie jedem amerikanischen Charakter einen nahezu identischen deutschen gegenüberzustellen – egal ob gut oder böse.
Kriegsfilm-Fans, die eine Vorliebe für Unterseeboot-Thriller haben und kein Meisterwerk erwarten, können „U-Boat: In feindlicher Hand“ durchaus eine Chance geben. Zumal die Besetzungsliste des sowohl in den USA als auch hierzulande direkt fürs Heimkino veröffentlichten Streifens recht viele bekannte Namen zu bieten hat:
Neben den US-Stars William H. Macy aus „Fargo“, MCU-Dauergast Clark Gregg, Scott Caan („Ocean’s Eleven“), Ian Somerhalder („Vampire Diaries“), Xander Berkeley („24“), Lauren Holly („Picket Fences“) und Jeremy Sisto („FBI: Special Crime Unit“) sind auch noch hiesige Großkaliber dabei: Til Schweiger („Knockin' on Heaven's Door“) sowie Thomas Kretschmann aus „Avengers 2: Age Of Ultron“ und „The Return Of The First Avenger“.
"U-Boat: In feindlicher Hand": Das ist die Story
1943 im Nordatlantik: Der noch unerfahrene Lt. Cmdr. Randall Sullivan (Scott Caan) und seine Navy-Crew treffen auf hoher See auf das deutsche U-Boot U-429 unter dem Kommando von Kapitän Jonas Herdt (Til Schweiger). Die Amerikaner sind in dem Seegefecht recht schnell unterlegen und werden versenkt. Sich seinen Befehlen widersetzend, beschließt Herdt dann aber, die Überlebenden der US-Mannschaft nicht einfach ertrinken zu lassen, sondern sie als Gefangene an Bord zu nehmen.
Dummerweise gelangt mit den Amerikanern auch ein tödlicher Meningitis-Erreger mit auf das deutsche Boot. Schon bald sterben diverse Mitglieder beider Mannschaften, während ein US-Zerstörer sie jagt und unter schweren Beschuss nimmt. Um dieses Szenario lebend zu überstehen, beschließen Herdt und der amerikanische Unteroffizier Nathan Travers (William H. Macy) eine Kooperation unter den sich eben noch als Feinde gegenüberstehenden Seeleuten …
Einer der besten U-Boot-Filme aller Zeiten erscheint in Kürze als limitiertes 4K-Blu-ray-Steelbook. FILMSTARTS-Autor und Heimkino-Experte Sidney Schering verrät euch im folgenden Artikel alle dazu relevanten Fakten:
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