TV-Tipp ohne Werbung: Ein brillanter Kriegs- & Historien-Thriller mit Kevin Costner – viel zu unbekannt!
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Für FILMSTARTS-Autor Oliver Kube zählt unser heutiger TV-Tipp nicht nur zu den Topfilmen mit Superstar Kevin Costner, sondern vor allem zu den besten Politthrillern überhaupt. Denn er ist extrem spannend, dabei exzellent gespielt und gefilmt.

5 von 5 Sterne – also die absolute Höchstnote! – erhält nur eine wirklich sehr kleine Anzahl von Kinowerken im Rahmen der offiziellen FILMSTARTS-Kritiken. Beim seit über 40 Jahren zu den ganz Großen in Hollywood zählenden Kevin Costner finden sich gleich drei solcher Juwelen in seiner Filmografie. Zwei davon kennt so gut wie jeder ernsthafte Kinofan: Oliver Stones „JFK - Tatort Dallas“ und natürlich das von ihm selbst inszenierte Western-Epos „Der mit dem Wolf tanzt“. Heute Abend könnt ihr das dritte, im Vergleich zu den genannten Titeln unverdienterweise etwas in Vergessenheit geratene Meisterwerk in der Costner-Vita anschauen – und wir raten euch dringend dazu, diese Chance zu nutzen:

Thirteen Days“ läuft am heutigen 4. Juli 2026 um 20.15 Uhr auf 3sat. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 0.50 Uhr. Wer die Termine verpasst und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auf Blu-ray, DVD oder Video-on-Demand ausweichen:

Die Kubakrise in 145 Minuten

Im Herbst 1962 stand unsere Welt extrem dicht am Rande eines mit atomaren Waffen ausgetragenen Krieges. Wie unser Leben heute aussehen würde, wenn anstelle von John F. Kennedy damals jemand anderes – vielleicht ein Richard Nixon oder gar jemand wie Donald Trump! – im Weißen Haus gesessen hätte, kann und will man sich heute nur noch sehr widerwillig vorstellen.

Mit „Thirteen Days“ hat Regisseur Roger Donaldson („No Way Out“) die Ereignisse dieser knapp zwei Wochen in guten zwei Stunden zu einem absolut mitreißenden Film verdichtet. Auch wenn wir alle wissen oder zumindest ahnen dürften, wie das Ganze letztlich ausgeht, wirken der Druck und die Atmosphäre, unter beziehungsweise in der sich seine Figuren bewegen, extrem authentisch. Die Spannung ist geradezu greifbar und zerrt an den Nerven der Zusehenden – beinahe ebenso, wie sie es damals bei den realen Männern getan haben muss, die über Gedeih und Verderb der gesamten menschlichen Rasse entscheiden sollten.

Schon als Fiktion hätte „Thirteen Days“ eine packende Story ergeben. Doch das, was wir hier zu sehen bekommen, ist tatsächlich mehr oder weniger so passiert. Donaldsons Film basiert auf dem Sachbuch „The Kennedy Tapes: Inside The White House During The Cuban Missile Crisis“ von Ernest R. May und Philip D. Zelikow. Darin arbeiteten die Autoren die transkribierten Tonbandaufnahmen aus dem Weißen Haus auf, die während der Meetings des Krisenstabs aus Sicherheitsberatern und Militärbefehlshabern um John F. Kennedy gemacht wurden.

„Thirteen Days“ wirkt deshalb so intensiv und unmittelbar berührend, weil Donaldson ihn primär als Kammerspiel innerhalb weniger Räume des Weißen Hauses inszeniert hat. Bis auf eine spektakuläre Actionsequenz ergibt sich die Spannung ausschließlich aus Wortgefechten. Wie in unserer Kritik analysiert, läuft das vorzügliche Ensemble in diesen Momenten zu Bestform auf.

Neben dem gewohnt kontrolliert und präzise aufspielenden Kevin Costner überzeugt Bruce Greenwood („Doppelmord“) als JFK, der sich trotz fehlender politischer Rückendeckung durchsetzen muss, um eine nicht wieder gutzumachende Katastrophe zu verhindern. Die eigentliche Überraschung aber ist der bis heute leider noch immer relativ unbekannte Steven Culp („Bosch“, „Desperate Housewives“), der mit enormem Charisma den Innenminister Robert F. Kennedy verkörpert.

Thirteen Days
Thirteen Days
Starttermin 22. März 2001 | 2 Std. 25 Min.
Von Roger Donaldson
Mit Kevin Costner, Bruce Greenwood, Drake Cook
User-Wertung
4,2
Filmstarts
5,0

Der 2000/2001 in die Kinos gekommene „Thirteen Days“ ist ein packendes Filmerlebnis. Auch wenn die realen Ereignisse viele Jahre vor der Geburt der meisten von uns stattfanden, glaubt man nach dem Genuss des Thriller-Dramas fast, mit dabei gewesen zu sein.

Das ist die Story von "Thirteen Days"

Oktober 1962 – der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt. Als die US-Regierung erfährt, dass die Sowjetunion Mittelstreckenraketen auf Kuba stationieren will, kommt es zur Eskalation des politischen Armdrückens. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy (Bruce Greenwood) muss handeln, will aber seine demokratischen Ideale nicht aufgeben.

Seine Militärchefs (u. a. Bill Smitrovich, Kevin Conway und Ed Lauter) misstrauen dem ihrer Meinung nach viel zu „soften“ Staatsoberhaupt zutiefst. Sie bestehen darauf, die Waffen mit einem Luftangriff zu zerstören und dann in Kuba einzumarschieren. Während der Ausbruch eines dritten Weltkriegs droht, kann Kennedy bald nur noch seinem Bruder, dem Justizminister Robert F. Kennedy (Steven Culp), sowie seinem engsten Berater und alten Freund Kenneth O’Donnell (Kevin Costner) wirklich vertrauen …

Sehr gut zum Thema passt ein im August 2026 in die US-Kinos kommender Film, den wir euch im folgenden Artikel samt seines Trailers vorstellen wollen:

Gorbatschow & Reagan im Kalten Krieg: Trailer zum starbesetzten Historien-Thriller "The Brink Of War"

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes Lieblingsfilme mit Kevin Costner sind "Thirteen Days", "Die Unbestechlichen", "Open Range", "JFK", No Way Out", "Wyatt Earp","Feld der Träume", "Silverado", die unterschätzten "Mr. Brooks" und "Jack Ryan: Shadow Recruit" sowie natürlich "Der mit dem Wolf tanzt".
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