Die französische Star-Schauspielerin Sophie Marceau war erst kürzlich mit der Familien-Dramödie „LOL 2.0“ wieder im Kino zu sehen – und selbstredend wurde im Zuge der Berichterstattung rund um den Film über Generationenkonflikte gern auf ihre Anfänge zurückgeblickt: Marceaus Karriere begann 1980 eindrucksvoll mit dem Kultfilm „La Boum“, woraufhin sie zu einer der gefragtesten Schauspielerinnen Frankreichs wurde – und in den 1990ern ergatterte sie mit Filmen wie „Braveheart“ und „Die Welt ist nicht genug“ auch außerhalb unseres Nachbarlands große Projekte.
Doch obwohl Marceau zu den umjubelten Leinwandlieblingen der 1980er und 1990er gehörte, ist ein auf sie zugeschnittenes Mantel-und-Degen-Actionabenteuer hierzulande nahezu unbekannt: Der Swashbuckler „D'Artagnans Tochter“ zeigt Marceau als kesse Heldin an der spitzen Klinge – und falls euch das neugierig macht, könnt ihr euch glücklich schätzen. Denn am 2. Juli 2026 feiert „D'Artagnans Tochter“ endlich seine deutsche Blu-ray-Premiere!
Die Edition aus dem Hause Filmjuwelen enthält als Bonusmaterial ein digitales Booklet, einen Audiokommentar von Filmhistoriker Dr. Rolf Giesen, ein Interview mit Darsteller Philippe Noiret sowie ein Making Of.
Darum geht es in "D'Artagnans Tochter"
Frankreich im Jahr 1654: Eloïse (Sophie Marceau) ist die uneheliche Tochter des Musketiers d'Artagnan und lebt in einem Nonnenkloster in der Provence. Als dieses Kloster von den Schergen des gewissenlosen Herzogs von Crassac (Claude Rich) gestürmt wird, gelangt sie an eine verschlüsselte Nachricht – und erahnt, dass gegen den König verschworen wird.
Also macht sie sich in Begleitung des mittellosen Dichters Quentin la Misère (Nils Tavernier) auf den Weg nach Paris, um das Schlimmste zu vereiteln. Eloise hofft, Unterstützung durch ihren Vater (Philippe Noiret) zu erhalten, doch der ist müde und träge geworden...
Der Abenteuerfilm erntete 1994 Lob für seine verspielt choreografierten Kampfszenen, seine schmuck ausstaffierten Kulissen und schönen Kostüme, aber auch Schelte für das träge Erzähltempo und manch bemühten Gag. Beim César Award, der französischen Antwort auf den Oscar, winkten „D'Artagnans Tochter“ wiederum Nominierungen für die von Philippe Sarde („Das große Fressen“) komponierte Musik sowie für Claude Richs Lestung als Nebendarsteller.
Für die Dauer der Vorproduktion und die ersten paar Drehtage hielt „Der Tod zählt keine Dollar“-Regisseur Riccardo Freda die Fäden in der Hand, doch Freda fand keinen Draht zu seinem Cast – und insbesondere gegenüber Marceau sollen rasch Animositäten entstanden sein. Daher wurde Fredas Kreativzögling Bertrand Tavernier („Um Mitternacht“) als Ersatz angeheuert, der besser mit dem Ensemble auskam – inklusive Marceau, die zwei Monate lang für die Kampfsequenzen geprobt hat.
Und wenn euch „D'Artagnans Tochter“ nicht genug war: Im folgenden Heimkino-Tipp stellen wir euch ein weiteres Mantel-und-Degen-Abenteuer mit namhafter, weiblicher Besetzung vor!
Für Fans von klassischem Abenteuerkino: Fast drei Stunden lange Mantel-und-Degen-Action mit Starbesetzung neu im HeimkinoUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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