Neu auf Netflix: Dieser FSK-18-Horror war vor 24 Jahren wegen einer inzwischen absolut legendären Schocker-Szene in aller Munde
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Wer sich Anfang der 2000er-Jahre für das Horror-Genre begeistert hat, wird auch in Berührung mit „Ghost Ship“ gekommen sein – und sich bis heute an eine ganz bestimmte Szene erinnern. Den Film könnt ihr ab sofort bei Netflix streamen.

Rund um die Jahrtausendwende gab es eine Phase, in der sich Hollywood wieder an formal aufwändige Horrorfilme heranwagte, nachdem „Scream“ und Co. offenbart hatten, dass das Genre noch immer Massen in die Kinos locken konnte. In dieser Zeit entstanden nicht nur kostspielige Gurken wie „Das Geisterschloss“, „Haunted Hill“ oder „13 Geister“, sondern auch zahlreiche andere Versuche, den Horrorfilm in eine Blockbuster-Dimension zu überführen.

Genau diesen Ansatz verfolgte auchGhost Ship“, der ab sofort im Abo von Netflix zur Verfügung steht. Regisseur Steve Beck hatte sich hier eindeutig vorgenommen, eine klassische Schauergeschichte auf hoher See mit modernen Mitteln und 35 Millionen US-Dollar Budget im Rücken umzusetzen – und scheiterte dabei ziemlich kläglich. Dennoch gibt es in dem FSK-18-Horrorfilm eine Szene, die bis heute von Fans des Genres gefeiert wird.

Ghost Ship
Ghost Ship
Starttermin 23. Januar 2003 | 1 Std. 31 Min.
Von Steve Beck
Mit Julianna Margulies, Gabriel Byrne, Karl Urban
User-Wertung
2,4
Filmstarts
2,0

Immerhin eine denkwürdige Szene

Und tatsächlich kann man verstehen, dass die Eröffnung von „Ghost Ship“ bis heute legendär ist. Zu Beginn sehen wir eine große Menschenmenge auf dem Vordeck des italienischen Luxusliners Antonia Graza feiern und tanzen. Zur gleichen Zeit spannt eine Seilwinde ein dünnes Stahlseil so stark, dass es schließlich aus der Halterung reißt und quer durch die Menschenmenge fetzt. Die Gäste werden nahezu allesamt in zwei Hälften geteilt, was in einem absurd überzeichneten Blutbad endet, bei dem Gedärme und Körperteile in alle Richtungen fliegen.

Sieht man jedoch einmal von diesem hemmungslosen Opening ab, fällt es schwer, Argumente dafür zu finden, warum man „Ghost Ship“ nach den ersten Minuten überhaupt weiterschauen sollte. Das Geisterschiff-Setting ist zwar grundsätzlich spannend, wird inszenatorisch jedoch kaum ausgeschöpft. Das liegt vor allem daran, dass Steve Beck (der übrigens auch „13 Geister“ verbrochen hat und danach dankenswerterweise seine Regiekarriere an den Nagel hängte) keinerlei Gespür dafür besitzt, Räumlichkeiten mit einer Atmosphäre der Angst und des Unbehagens aufzuladen.

Der bereits wenige Jahre nach der Premiere von „Ghost Ship“ hoffnungslos aus der Zeit gefallene 2000er-Jahre-Stil trägt zusätzlich dazu bei, dass der Film nie das Flair klassischer Gruselfilme der 1950er- und 1960er-Jahre erreicht. Gerade diese Werke vermittelten das Gefühl, als könnte man ihre Geschichten in finsterster Nacht am Lagerfeuer erzählen. Die Geschichte von „Ghost Ship“ hingegen möchte sich wohl niemand anhören. Letztlich ist das einer jener Filme, über die man zufällig im Nachtprogramm von RTL Zwei stolpert – nur um nach wenigen Minuten doch weiter zu zappen.

Darum geht’s in "Ghost Ship"

Ein Bergungsteam erhält einen Hinweis auf einen seit Jahrzehnten verschollenen Luxusliner, der einsam auf dem offenen Meer treibt. In der Hoffnung auf einen lukrativen Fund macht sich die Crew auf den Weg zu dem geheimnisvollen Schiff. An Bord entdecken die Männer und Frauen nicht nur wertvolle Gegenstände, sondern auch verstörende Spuren einer schrecklichen Tragödie, die sich während der Jungfernfahrt ereignet hat. Schon bald häufen sich unerklärliche Ereignisse, die deutlich machen, dass das Schiff keineswegs verlassen ist.

Während die Besatzung versucht, die Geheimnisse des Geisterschiffs zu entschlüsseln, wird sie von übernatürlichen Kräften und düsteren Visionen heimgesucht. Nach und nach kommt ans Licht, dass eine bösartige Macht die Seelen der Verstorbenen gefangen hält und jeden Neuankömmling in ihren Bann ziehen will. Um zu überleben, müssen die verbliebenen Mitglieder des Teams die Wahrheit hinter dem Fluch aufdecken und sich einem uralten Bösen stellen, das das Schiff seit Jahrzehnten beherrscht.

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Heute ungekürzt streamen: Einer der besten Horror- UND Sci-Fi-Filme aller Zeiten
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.
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