Eine neue Woche steht bevor, weshalb wir euch wie immer drei ganz besondere Filme aus dem Streaming-Abo-Angebot von Amazon Prime Video ans Herz legen wollen. Dieses Mal erwarten euch ein intensives Gewaltdrama, eine genial-bekloppte Mockumentary sowie ein absoluter Tragikomödien-Klassiker.
Die gute Nachricht: Zwei der drei Filmtipps könnt ihr mit einem Prime-Abo aktuell ohne Aufpreis streamen.
"American History X" (1998)
Kontrovers, brutal, verstörend: All das ist „American History X“, wofür der Film nach seiner Veröffentlichung vor 28 Jahren reichlich Kritik einstecken musste. Inzwischen gilt das eindringliche Drama als eines der besten Werke aller Zeiten, das aufgrund seiner schonungslosen Auseinandersetzung mit Rassismus und der daraus resultierenden Gewalt aktueller und relevanter denn je ist.
Regisseur Tony Kaye hat aber nicht nur thematisch, sondern auch dramaturgisch und visuell einen imposanten Film geschaffen, für den er auf den grandiosen Edward Norton („Fight Club“) als Hauptdarsteller zurückgreifen konnte. Der damals noch am Anfang seiner Karriere stehende Schauspieler legte als brutaler und eloquenter Neonazi, der nach einer Gefängnisstrafe einen Sinneswandel durchlebt, eine Weltklasse-Performance hin und wurde verdientermaßen für einen Oscar nominiert.
"Fraktus" (2012)
Der Kult-Klassiker „This Is Spinal Tap“ setzte 1984 Maßstäbe im Mockumentary-Genre. „Fraktus“ ist gewissermaßen das deutsche Äquivalent dazu, erzählt der Film doch ebenfalls im pseudo-dokumentarischen Stil die Chronik einer fiktiven Band, die angeblich die Musikgeschichte stark geprägt hat. In Wahrheit ist „Fraktus“ natürlich eine Erfindung des Künstler-Trios Studio Braun, das im Film selbstredend in die Rollen ihrer Elektro-Alter Egos schlüpft.
Wunderbar überzeichnet, detailverliebt und mit absurd-schräger Komik ausgestattet, provoziert „Fraktus“ in seinen besten Momenten richtige Brüller. Dank seiner cleveren Einfälle und zahlreichen Cameos funktioniert die Mockumentary aber vor allem auch als Satire auf die Musikindustrie, Showbiz-Mechanismen, verklärende Nostalgie und das Doku-Genre selbst. Ein brillanter Spaß!
"Manhattan" (1979)
Mit „Der Stadtneurotiker“ schuf Woody Allen 1977 seinen wohl bekanntesten Film, der für viele Fans als sein Opus magnum gilt. Nur zwei Jahre später übertraf sich die Regie-Legende aber mit „Manhattan“ noch einmal selbst, der tatsächlich das beste Werk seiner langen Karriere sein dürfte. Darin perfektionierte Allen die Verschmelzung seiner typischen Themen – Lebenskrisen von Intellektuellen, neurotisch-philosophische Gedankenströme, die Suche nach Liebe – auf geradezu poetische Weise.
„Manhattan“ ist zwar aktuell nicht Teil des Amazon-Prime-Abos – allerdings könntet ihr ein zunächst kostenloses Probeabo des MGM Channels abschließen, um ihn dennoch für lau sehen zu können (dann bei Bedarf nur nicht vergessen, direkt wieder zu kündigen):
Allein das Intro der komplett in ästhetischem Schwarzweiß gedrehten Tragikomödie ist ein visueller und akustischer Hochgenuss. Diese Szene gibt den Startschuss für eine einzigartige Liebeserklärung an New York, in der bissiger Dialogwitz auf tief verankerte Melancholie trifft. „Manhattan“ ist ein Film zum Träumen, Staunen, Nachdenken, Lachen und Weinen.
Was euch außerdem diesen Monat an Neuheiten im Prime-Video-Abo erwartet, erfahrt ihr in unserer großen Übersicht:
Neu auf Amazon Prime Video im Juli 2026: Horror-Highlights, Action mit Gerard Butler und jede Menge Klassiker*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.