Als „Guardians Of The Galaxy“-Superstar Chris Pratt seinen Vertrag für den Dreh von „The Tomorrow War“ unterschrieb, war dieser noch als großer Sommer-Blockbuster geplant. Warum das letztlich nicht klappte und der Kracher stattdessen exklusiv auf Amazon Prime Video zu sehen war, erklären wir euch etwas weiter unten. Auf jeden Fall hat sich dieser Zustand mittlerweile geändert.
Am heutigen 13. Juli 2026 zeigt Kabel Eins „The Tomorrow War“ um 22.45 Uhr. Alternativ steht „The Tomorrow War“ ungeschnitten und ohne Aufpreis im Rahmen der Flatrate-Abos bei JoynPLUS+*, MagentaTV sowie weiterhin bei Amazon Prime Video zum Streamen bereit:
An der Seite von Pratt standen „The Handmaid's Tale“-Star Yvonne Strahovski, Oscargewinner J.K. Simmons („Whiplash“), Betty Gilpin („The Hunt“), Sam Richardson („The Afterparty“), Ryan Kiera Armstrong („Firestarter“), Mary Lynn Rajskub aus „24“ und Edwin Hodge („FBI: Most Wanted“) vor der Kamera.
"The Tomorrow War": Das ist die Story
Wir schreiben das Jahr 2051 und die Menschheit steht kurz vor ihrer endgültigen Ausrottung. Nahezu alle Regierungen haben längst realisiert, dass sie den Kampf gegen eine vor einer Weile auf unserer Erde gelandeten, brutalen Alienrasse nicht mehr gewinnen können.
Deshalb versuchen Forscher die letzte Chance zu nutzen, die ihnen noch bleibt: Mit Hilfe einer neu entwickelten Technik werden Soldat*innen aus der Vergangenheit – genauer gesagt aus dem Jahre 2022 – rekrutiert und in die Zukunft geholt. Der mittlerweile als Lehrer arbeitende Ex-Elitesoldat Dan Forester (Chris Pratt) zählt zu den Auserwählten, die für den Erhalt unserer Spezies eintreten sollen.
Der Krieg gegen die Invasoren verlangt Dan natürlich einiges an persönlichen Opfern ab. Andererseits hat er dabei aber auch die Chance, seinem von ihm entfremdeten Vater Slade (J.K. Simmons) wieder näherzukommen. Denn gemeinsam mit diesem und einer aus dem Jahre 2051 stammenden Militärwissenschaftlerin (Yvonne Strahovski) wird er auf eine ebenso spezielle wie gefährliche Mission geschickt …
$200 Mio. für einen Streaming-Film?
Während seiner Herstellung verschlang das Science-Fiction-Großprojekt die Unsumme von 200 Millionen Dollar. Als dann die Corona-Pandemie ausbrach und niemand wusste, ob oder wann die Kinos wieder öffnen würden, hatten natürlich auch die großen Hollywood-Studios extreme Probleme, Einkünfte zu generieren. So entschloss man sich bei Paramount Pictures das eigentlich als Leinwand-Blockbuster konzipierte Werk an den globalen Streaming-Service Amazon Prime Video zu verkaufen.
Dadurch kam ein schönes Sümmchen rein und die um ihre Investitionen bangenden Aktionäre konnten somit ein wenig besänftigt werden – Berichten zufolge sollen es sogar die kompletten Produktionskosten gewesen sein. Kein schlechter Deal für Paramount. Denn ob „The Tomorrow War“ selbst unter regulären Umständen jemals dermaßen hohe Einkünfte oder sogar noch mehr generiert hätte, darf zumindest bezweifelt werden. Der von „Renfield“-Regisseur Chris McKay inszenierte Streifen ist zwar nicht wirklich schlecht, aber auch alles andere als ein Geniestreich, wie ein Blick auf die Rezensionen schließen lässt.
Bei Rotten Tomatoes kommt der Film auf einen Wert von gerade einmal 51 Prozent positiver Besprechungen (Stand: 1. Juli 2026). Das deutet Mittelmäßigkeit an, was auch exakt dem Tenor der FILMSTARTS-Kritik (2,5 von 5 möglichen Sterne) entspricht. In seinem Fazit bescheinigt unser Chefredakteur Christoph Petersen „The Tomorrow War“ zwar, über weite Strecken ordentlich zu unterhalten, aber aus der starken Prämisse längst nicht alles herauszuholen, was möglich gewesen wäre.
Ob der aufgrund des großen Erfolges des Films bei Prime Video schnell ins Gespräch gebrachte „The Tomorrow War 2“ irgendwann noch kommen wird, steht aktuell in den Sternen. Doch Hauptdarsteller Chris Pratt hat wahrlich keinen Mangel an Rollenangeboten. Einen Part, den er wohl liebend gern gespielt hat, wird er aber nicht bekommen:
James Gunn hat ihn ausgelacht: Marvel-Star wird nicht der neue Batman – auch wenn es sich viele Fans wünschen*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.