Wenn man es sich als Schauspieler*in leisten kann, Rollen abzulehnen, muss man sich schon eine gewisse Stellung im Filmbusiness erarbeitet haben. Das hat Morgan Freeman mit Sicherheit, denn er gehört für viele zu den bedeutendsten Schauspielern Hollywoods: „Die Verurteilten“ (1994), „Million Dollar Baby“ (2004) oder „The Dark Knight“ (2008) sind nur einige Erfolgsfilme seiner langen Filmografie.
Freeman hatte kein Interesse daran, nochmals Gott zu verkörpern
So machte es Freeman überhaupt nichts aus, eine Rolle in dem Film „Das ist das Ende“ (2013) des Regie-Duos Seth Rogen und Evan Goldberg („The Interview“) auszuschlagen. Natürlich waren die Filmemacher zunächst ein wenig enttäuscht: „Er hätte Ja sagen sollen. Ich glaube, das ist der größte Fehler, den Morgan Freeman je gemacht hat!“, so Goldberg (via Far Out Magazine).
Die Idee, den „Sieben“-Schauspieler in die Action-Komödie zu integrieren, war nämlich tatsächlich ziemlich kreativ: Am Ende von „Das ist das Ende“ sollten die Protagonist*innen im Himmel auf Gott treffen, gespielt von Morgan Freeman – eine Anspielung auf seine legendäre Rolle in „Bruce Allmächtig“ (2003). Und Hauptdarsteller Jay Baruchel, der bereits in „Million Dollar Baby“ mit ihm zusammengearbeitet hatte, sollte fragen: „Moment mal, als wir zusammen in ‚Million Dollar Baby‘ gedreht haben, warst du da schon Gott? Ich verstehe das nicht“ (via Far Out Magazine).
Doch anscheinend war Freeman ganz und gar nicht begeistert von diesem Gag in der urkomischen Endzeit-Komödie, die Seth Rogen und Evan Goldberg bereits 2007 als Kurzfilm mit dem Titel „Jay And Seth Versus The Apocalypse“ verfilmt hatten.
In der Erweiterung „Das ist das Ende“ feiert eine Gruppe Hollywood-Stars eine Party in Los Angeles, als plötzlich die Apokalypse um sie herum ausbricht und sich schlussendlich alle im Himmel wiederbegegnen. Zugegeben eine absurde Handlung, doch immerhin gehören zur Besetzung neben Seth Rogen und Jay Baruchel auch Stars wie James Franco, Emma Watson oder Channing Tatum, die sich auf ironische Weise selbst verkörpern. Doch Morgan Freeman ist eben nicht mit von der Partie.
So mussten sich Seth Rogen und Evan Goldberg eine neue Pointe überlegen. Doch die zündenden Ideen blieben aus. Sechs lange Monate überlegten die Regisseure, wie „Das ist das Ende“ humorvoll ausgehen könnte. Etliche Ideen wurden verworfen, bis sie schließlich den erhofften Geistesblitz hatten: Statt auf Morgan Freeman treffen die Schauspiel-Größen auf die Backstreet Boys. Anschließend tanzen alle zusammen den „Everybody (Backstreet’s Back)“-Tanz. Ein typisches Hollywood-Ende!
Bis Morgan Freemans Karriere erst so richtig in Schwung kam, vergingen übrigens viele Jahre. Wie er zu dem großen Schauspieler wurde, der er heute ist, erfahrt ihr hier:
Morgan Freeman, 89: "Ich lief ziellos durch die Straßen von Los Angeles. Heute sehe ich die Menschen dort und denke: Ich war mal einer von ihnen"*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.