Für Millionen von Zuschauer*innen ist Morgan Freeman einer der bedeutendsten Schauspieler Hollywoods. Dabei lässt sich leicht vergessen, dass der Weg dorthin lang und alles andere als einfach war. Schließlich feierte er seinen Durchbruch mit der Tragikomödie „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ erst im für Hollywood-Verhältnisse späten Alter von 52 Jahren – obwohl er zuvor bereits seit 25 Jahren vor der Kamera gestanden hatte und noch länger auf Theaterbühnen unterwegs war.
Während eines Gesprächs, das im April 2011 vom American Film Institute veranstaltet wurde, sprach Freeman offen über die Phase seines Lebens und seiner Karriere (via Sensacine). Der 2005 für „Million Dollar Baby“ mit einem Oscar ausgezeichnete Mime erinnerte sich daran, wie er einst ziellos durch die Straßen von Los Angeles ging, ohne zu ahnen, welchen Platz er eines Tages in der Kinogeschichte einnehmen würde.
Morgan Freeman: "Macht weiter – irgendwann wird etwas Gutes passieren"
Den Stein ins Rollen brachte Regisseur Edward Zwick, mit dem Freeman 1989 für „Glory“ zusammenarbeitete. Dieser fragte den „Die Verurteilten“-Star im Laufe des Gesprächs, ob sein Ruhm sehr plötzlich gekommen sein. Freemans Antwort:
„Es hat lange gedauert. Meine Karriere kam erst 1986 richtig in Schwung. Ich war damals 50 Jahre alt. Ich lief ziellos durch die Straßen von Los Angeles. Heute sehe ich die Menschen dort und denke: Ich war einmal einer von ihnen. Macht einfach weiter, bleibt im Rhythmus – irgendwann wird etwas Gutes passieren. Setzt euch nicht hin und sagt, dass ihr es nicht schaffen könnt, denn dann werdet ihr es tatsächlich nicht schaffen. Wenn der Erfolg sofort kommt, ist er auch schnell wieder vorbei.“
So hilft Freeman seine Erfahrung als Segler
Mit der TV-Sendung „The Electric Company“ erlangte Freeman zwar bereits in den 1970er-Jahren größere Bekanntheit und feierte dann in den 1980er-Jahren auch einige Erfolge auf Theaterbühnen. Doch auf seine große und weitaus lukrativere Chance im Kino musste er sehr lange warten. Erst 1987 konnte Freeman im Krimidrama „Glitzernder Asphalt“ nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Seine Darstellung des skrupellosen Zuhälters Fast Black brachte ihm sogar seine erste Oscar-Nominierung ein – und zwei Jahre später kam dann auch schon „Miss Daisy und ihr Chauffeur“. Der Rest ist Geschichte!
Zum Abschluss des Gesprächs griff der Schauspieler auf einen Vergleich aus dem Segelsport zurück, um zu verdeutlichen, warum sich Geduld und Ausdauer langfristig auszahlen: „Zu dieser Erkenntnis kommt man zwangsläufig“, so der „Bruce Allmächtig“-Darsteller. „Es ist wie mit dem Wetter. Ich bin Segler, und auf See sagen wir: ‚Ein Sturm, der plötzlich aufzieht, ist auch schnell wieder vorüber. Ein Sturm, den man schon lange kommen sieht, wird lange anhalten.‘ Nehmt euch also Zeit, lernt euer Handwerk, geht Schritt für Schritt weiter und hört nicht auf, euren Weg zu gehen. Denn das hier ist kein leichter Beruf.“
Wenn ihr übrigens wissen wollt, welchen starbesetzten Flop Freeman gerne aus seiner Filmografie streichen würde, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Ein Albtraum": Wenn er könnte, würde Morgan Freeman diesen Film mit Bruce Willis und Tom Hanks gerne ausradierenEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer mexikanischen Schwesternseite Sensacine.com.mx erschienen.