"Ich war gelähmt vor Aufregung": Diese Hollywood-Ikone bewunderte Morgan Freeman so sehr, dass die Zusammenarbeit für beide zur Herausforderung wurde
Melina Albandopulos
Melina Albandopulos
-Freie Autorin
Mit Disney begann ihre Liebe zu Filmen. Auf der nicht kürzer werdenden To-Watch-List befindet sich aber alles – von Musical bis Western.

Wird das Idol plötzlich zum Kollegen, ist die Aufregung groß! Die Zusammenarbeit mit einem Schauspieler machte Morgan Freeman ganz besonders nervös – rüstete ihn aber auch für zukünftige Zusammentreffen mit Hollywood-Giganten.

Warner Bros. / PLAION PICTURES

Auch die ganz großen Namen Hollywoods waren einmal schüchterne Newcomer. Steht man als solcher dann plötzlich neben seinem lang verehrten Idol, ist die Aufregung riesig – so riesig, dass die Zusammenarbeit gar nicht so einfach ist. Schließlich will man sein Vorbild beeindrucken. Genau so erging es Hollywood-Legende Morgan Freeman, als er mit José Ferrer in den 1970ern auf der Bühne stand. Während der Proben ging ihm nur ein Gedanke durch den Kopf, wie er im Interview mit Collider berichtet: „Das ist José Ferrer! Wow!“

In den 1960er- und 1970er-Jahren war Morgan Freeman vor allem in Theaterstücken und gelegentlich in Fernseh- und Kurzfilmen zu sehen gewesen – eher ein Neuling. Erst 1987 gelang ihm mit „Glitzernder Asphalt“ der endgültige Kino-Durchbruch (und bescherte ihm eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Nebendarsteller).

José Ferrer hingegen war zu dieser Zeit schon ein Veteran der Filmindustrie. Sein Debüt machte er 1948 mit „Johanna von Orleans“. Bereits kurz darauf erhielt er den Oscar als Bester Hauptdarsteller für „Der letzte Musketier“ (1950). Klar, dass Morgan Freeman da die Kinnlade herunterfiel, als Ferrer plötzlich am Telefon war und ihm eine Theater-Rolle in dem Zweipersonenstück „White Pelicans“ anbot.

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Auch Ferrer fand es nicht leicht

Natürlich sagte Freeman zu. Die Chance neben seinem Schauspiel-Idol auf der Bühne zu stehen – und dazu noch mit ihm allein – war einmalig! Doch die Proben gingen mit einer großen Herausforderung einher: „Eine Woche lang […] war ich wie gelähmt vor Aufregung, denn es war José Ferrer!“, so Freeman in einem Interview mit Collider.

Auch für Ferrer war die Situation, so sehr von Morgan Freeman angehimmelt zu werden, nicht leicht. Er riet seinem Bewunderer, sich zu überwinden und seinen Job zu machen. Die frühe persönliche Begegnung mit seinem Schauspiel-Idol half Morgan Freeman ungemein. Von nun an war er für zukünftige Zusammenarbeiten mit Hollywood-Giganten bestens gerüstet.

Es machte ihn immun gegen Ehrfurcht

So verlief die Begegnung mit Schauspiel-Kollege Clint Eastwood – vor allem bekannt aus Sergio Leones Dollar-Trilogie – am Set von „Erbarmungslos“ (1992) geradezu mühelos. Es entwickelte sich sogar eine innige Freundschaft. Die beiden waren noch zwei weitere Male gemeinsam auf der großen Leinwand zu sehen: In „Million Dollar Baby“ (Freeman gewann für diesen Film den Oscar als bester Nebendarsteller) und in „Invictus - Unbezwungen“. Noch heute gehören die Zusammenarbeiten mit Eastwood zu den wertvollsten Momenten seiner Karriere.

Ein Schauspieler, den Morgan Freeman ebenfalls bei den Dreharbeiten zu „Erbarmungslos“ traf und den er sehr verehrte, ist Gene Hackman. Auch dabei stand ihm die Wertschätzung nicht mehr im Weg. Im Jahr 2000 waren die beiden in „Under Suspicion – Mörderisches Spiel“ erneut gemeinsam vor der Kamera zu sehen. „Es fiel mir nicht schwer, mit einer Ikone [Hackman] zu arbeiten, die ich so sehr verehre“, erzählte er im Interview mit BBC.

Freeman hat übrigens sogar ein Geheimnis über seinen langjährigen Mitstreiter Clint Eastwood ausgeplaudert. Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel:

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