Morgan Freeman zählt seit Jahrzehnten zu den profiliertesten und gefragtesten Charakterdarstellern der Traumfabrik. Er spielte in seiner beachtlichen Karriere in über 120 Filmen mit und war dabei nie auf ein Genre oder Rollentypus festgelegt. Der Hollywood-Star zeigte sein Können in anspruchsvollen Dramen („Die Verurteilten“), Thrillern („Sieben“), Historienfilmen („Glory“) und Popcorn-Blockbustern („The Dark Knight“, „Bruce Allmächtig“).
Bei einer derart langen beruflichen Laufbahn und Filmografie bleiben allerdings Enttäuschungen nicht aus. Und so blicken selbst etablierte Darsteller wie Freeman, der 2004 einen Oscar für „Millionen Dollar Baby“ erhielt, rückblickend auf manche Filme mit gemischten Gefühlen. Die Romanverfilmung „Im Glanz der Sonne“ (OT: „The Power Of One“) von 1992 gehört für ihn genau zu dieser Kategorie: Ein Film, der seinen persönlichen Ansprüchen nicht genügte.
"Im Glanz der Sonne" floppte – trotz großer Namen
„Ich setzte große Hoffnungen in den Film, doch letztendlich blieb er hinter seinen eigenen Möglichkeiten zurück“, sagte Freeman in einem Interview mit dem Portal IGN. Er fügte hinzu: „Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, aber er hat mich nicht so sehr berührt wie das Lesen des Drehbuchs. Es las sich hervorragend und eigentlich sah alles wunderbar aus.“
Der im Südafrika der 30er-Jahre angesiedelte Film handelt vom jungen, weißen P.K. (Stephen Dorff), der sich nach einer harten Internatszeit nun in einem Internierungslager behaupten muss. Dort lernt er erstmals Menschen kennen, denen er vertraut und die ihn unterstützen. So wird er vom Exildeutschen Doc (Armin Mueller-Stahl) unterrichtet und lernt vom schwarzen Häftling Geel Piet (Freeman) Boxen. Nach seiner Freilassung kämpft er gegen die grassierende Rassentrennung in seiner Heimat. Doch die verbotene Liebe zu Maria (Fay Masterson), Tochter eines Burenpolitikers, gefährdet den Neuanfang.
Das politische Gesellschaftsdrama, das von Rassismus, Versöhnung und Ungleichheit erzählt, kam beim Publikum und der Kritik alles andere als gut an (35 Prozent bei Rotten Tomatoes). Dabei hätten die Voraussetzungen für einen gelungenen Film besser eigentlich kaum sein können. Neben dem Schauspiel-Schwergewicht Freeman wirkten charismatische Jungstars wie Stephen Dorff und der spätere Bond-Darsteller Daniel Craig (in seiner ersten Kinorolle) mit. Auf dem Regiestuhl saß mit John G. Avildsen ein Oscar-Preisträger („Rocky“) und das von Freeman hochgelobte Drehbuch stammte vom erfahrenen Autor Robert Mark Kamen („Karate Kid“). Aber es half nichts.
„Im Glanz der Sonne“ stieß auf wenig Interesse und am Ende stand ein mageres Einspielergebnis von nicht einmal drei Millionen Dollar. Dieses Beispiel verdeutlicht: Nicht aus jedem Projekt entsteht Großes - selbst bei guten Vorraussetzungen.
Freeman ist nicht nur Vollblut-Schauspieler, sondern auch passionierter Umweltschützer. Seine 50 Hektar große Ranch gestaltete er für den Erhalt einer bedrohten Tierart um:
Morgan Freeman besaß 50 Hektar Land und beschloss, es für den Umweltschutz zu nutzen: Er verwandelte eine Ranch in ein Naturschutzgebiet*Bei dem Link handelt es sich um einen sogenannte Affiliate-Link. Beim Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung