Einer der größten Kino-Flops aller Zeiten bekommt überraschend eine zweite Chance - dieses Mal wird alles anders!
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Disney wollte einst ein riesiges Sci-Fi-Franchise starten, landete mit dem Projekt aber den damals größten Flop der Geschichte. Nun gibt es einen neuen Anlauf. Ausgerechnet ein Macher des gescheiterten Films versucht es erneut.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

John Carter – Zwischen zwei Welten“ sollte 2012 der Auftakt zu Disneys nächster großer Blockbuster-Reihe werden. Die Zeichen standen eigentlich gut: Die literarische Vorlage von „Tarzan“-Erfinder Edgar Rice Burroughs ist schließlich legendär, beeinflusste und prägte Werke wie „Star Wars“, „Dune“, „Superman“ und „Avatar“. Doch statt eines neuen Sci-Fi-Franchises produzierte das Studio eine der berüchtigtsten Kassenenttäuschungen der Filmgeschichte. Das Projekt bescherte dem Maushaus einen Verlust von rund 200 Millionen Dollar und stand damit sogar zeitweise offiziell als größter Kino-Flop aller Zeiten im Guinness-Buch der Rekorde.

Mehr als 14 Jahre später bekommt der Stoff nun aber tatsächlich eine neue Chance: Edgar Rice Burroughs, Inc., die Firma hinter dem Nachlass des „Tarzan“-Schöpfers, arbeitet an der Animationsserie „John Carter, Warlord Of Mars“. Es wird also alles anders: Statt auf einen Kinofilm setzt man auf eine Serie, statt auf Live-Action auf Animation.

Das Projekt wurde zwar bereits 2025 das erste Mal angekündigt, doch es hat erst jetzt einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Mit Mark Andrews wurde ein Oscar-prämierter Animationsspezialist als leitender Regisseur und Co-Showrunner verpflichtet. Und der kennt John Carter bereits ausgesprochen gut. Denn Andrews schrieb schon am Drehbuch des gescheiterten Disney-Films mit.

Der "Merida"-Regisseur kehrt zum Mars zurück

Mark Andrews inszenierte gemeinsam mit Brenda Chapman den Pixar-Film „Merida – Legende der Highlands“, der 2013 mit dem Oscar als bester Animationsfilm ausgezeichnet wurde. Bei „John Carter, Warlord Of Mars“ arbeitet er nun mit dem bislang vor allem als „Star Wars“-Romanschreiber bekannten Michael Kogge zusammen, der als Chefautor und ebenfalls als Showrunner gemeinsam mit ihm für die Umsetzung verantwortlich sein wird.

Andrews beschäftigt die Welt von John Carter nach eigener Aussage seit seiner Kindheit. Gerade die Mischung aus Science-Fiction und Fantasy habe ihn schon damals begeistert. Die geplante Serie soll den gewaltigen Dimensionen der Vorlage nun erstmals mithilfe moderner Animation gerecht werden: „Animation ist das perfekte Medium, um Burroughs’ Welt zum Leben zu erwecken“, erklärte er so, warum er nach dem Scheitern des Kinofilms vor knapp 15 Jahren daran glaubt, dass man dieses Mal erfolgreicher ist.

Beim neuen Projekt handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Fortsetzung des Disney-Films. Die neue Serie basiert ausschließlich auf Edgar Rice Burroughs’ Romanen und dürfte die Geschichte unabhängig von der Realverfilmung neu aufrollen. Wer die Figuren spricht, wie die Serie aussehen wird und wo sie später erscheint, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Auch einen möglichen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht.

Darum geht es in "John Carter"

John Carter tauchte erstmals in Edgar Rice Burroughs’ 1912 veröffentlichter Geschichte „Under The Moons Of Mars“ auf, aus der später der Roman „Die Prinzessin vom Mars“ entstand. Darin wird der frühere Soldat von der Erde auf rätselhafte Weise zum Mars transportiert, der von seinen Bewohnern Barsoom genannt wird. Weil die Schwerkraft dort wesentlich geringer ist als auf der Erde, entwickelt Carter außergewöhnliche Kraft und kann gewaltige Sprünge vollführen. Schon bald gerät er in einen Krieg zwischen verschiedenen Marsvölkern und verliebt sich in die Prinzessin Dejah Thoris.

Burroughs baute diese Welt über insgesamt elf Romane aus. Er schuf dabei ein gigantisches Abenteuer, für das er verschiedenste Genres verband und eine reiche Welt mit fremden Völkern und gigantischen Kreaturen erfand. Das hatte großen Einfluss und viele spätere Sci-Fi- und Fantasy-Welten wären ohne das Vorbild womöglich nie ersonnen worden. Ob das prägende Original jetzt auch in bewegten Bildern funktioniert, wird die Zukunft zeigen.

Fortschritte gibt es auch bei einer anderen gewaltigen Franchise-Adaption. Mehr dazu haben wir im folgenden Artikel für euch:

Henry Cavills gewaltiges Sci-Fi-Universum macht endlich Fortschritte – mit einem der besten Horror-Regisseure unserer Zeit

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Lesen ist eine große Leidenschaft von Björn. Bei vielen Romanverfilmungen kennt er daher die Bücher, hofft im Kino aber trotzdem überrascht zu werden.
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