"Das erwartet niemand": Nach zwei Sci-Fi-Meisterwerken geht Denis Villeneuve mit "Dune 3" noch weiter!

Dass Denis Villeneuve seine „Dune“-Trilogie nicht mit einer geradlinigen Verfilmung von „Dune Messiah“ abschließt, war zu erwarten. Javier Bardem verspricht nun ein außergewöhnliches Finale, das selbst Buchfans überraschen soll.

Denis Villeneuve hat die Messlatte für den Abschluss seiner „Dune“-Trilogie selbst hoch gelegt. Sowohl „Dune“ als auch „Dune 2“ erhielten in unseren FILMSTARTS-Kritiken die Höchstwertung von fünf Sternen. Insbesondere der zweite Teil übertraf für uns sogar noch einmal die ohnehin gigantischen Erwartungen.

Nun soll „Dune 3“ die Geschichte von Paul Atreides zu Ende führen. Als Grundlage dient Frank Herberts Roman „Dune Messiah“, der die problematischen Folgen von Pauls Aufstieg zum Imperator beleuchtet. Regisseur Denis Villeneuve hält sich dabei aber wohl nicht nur an die Handlung dieses einen Buches. Das vermuten wir aufgrund einiger Casting-Entscheidungen schon länger und haben es hier mehrfach ausgeführt. Jetzt bestätigte es einer der Stars des Films.

Javier Bardem verspricht ein "Meisterwerk"

Javier Bardem, der erneut Fremen-Anführer Stilgar verkörpert, kündigt jedenfalls einen Abschluss an, den selbst Kennerinnen und Kenner der Romane nicht kommen sehen sollen: „Das Ende erwartet niemand.“ Im Gespräch mit Entertainment Tonight wurde Bardem zudem gefragt, ob er bereits eine Fassung des dritten Films schauen konnte. Eine eindeutige Antwort darauf lieferte er zwar nicht, dafür machte er ein umso größeres Versprechen: „Es wird ein Meisterwerk.“

Der Schauspieler begründet seine Zuversicht vor allem mit Villeneuves Anspruch, sich nicht einfach zu wiederholen. Der Regisseur wolle im Vergleich zum vorherigen Film erneut „immer weiter gehen“. Ähnlich wie er „Dune 2“ gegenüber dem ersten Teil noch einmal vergrößert und intensiviert habe, sei auch der dritte Film eine Steigerung. Dass Bardem den eigenen Film vor dem Kinostart begeistert lobt, verwundert natürlich nicht. Ganz unabhängig ist der Star schließlich nicht. Die Vorfreude stachelt es aber an, zumal die weiteren Aussagen des Stars zumindest etwas über den erweiterten Umfang der Adaption verraten.

"Dune 3" geht über "Dune Messiah" hinaus

Bardem richtete sich ausdrücklich an all jene, die Frank Herberts literarische Vorlage bereits kennen: „Wer ‚Dune Messiah‘ gelesen hat, weiß, was darin passiert. Aber der Film geht darüber hinaus. Es wird etwas Außergewöhnliches.“ Was genau Villeneuve ergänzt oder verändert, verrät Bardem selbstverständlich nicht. Zum einen dürfte der Kanadier aber erneut die Vorlage auf seine eigene Weise interpretieren. Zudem anderen er wohl auch Elemente aus Herberts nächstem Roman „Children Of Dune“ aufgreifen.

Dafür spricht auch eine bereits länger bekannte Casting-Entscheidung: Nakoa-Wolf Momoa und Ida Brooke spielen Leto II und Ghanima, die Kinder von Paul Atreides (Timothée Chalamet) und Chani (Zendaya). Die beiden Figuren kommen zwar schon kurz in „Dune Messiah“ vor, rücken aber erst im anschließenden „Children Of Dune“ vollständig ins Zentrum der Geschichte. Da für die Rollen jugendliche Darsteller verpflichtet wurden, liegt die Vermutung nahe, dass Villeneuve einen größeren Zeitsprung einbaut oder die Ereignisse mehrerer Romane miteinander verbindet.

Paul Atreides ist jetzt nicht mehr der strahlende Held

Bereits „Dune 2“ machte unmissverständlich deutlich, dass Paul Atreides nicht als klassischer Erlöser betrachtet werden sollte. Am Ende des Films übernimmt er die Kontrolle über das Imperium und entfesselt einen religiösen Krieg, der in seinem Namen durch die Galaxis getragen wird. Genau diese Entwicklung steht im Zentrum von „Dune Messiah“. Paul herrscht inzwischen seit Jahren als Imperator, während Milliarden Menschen infolge des von ihm ausgelösten Heiligen Krieges gestorben sind. Gleichzeitig formiert sich eine Verschwörung, die ihn stürzen und seine außergewöhnliche Fähigkeit, mögliche Zukünfte vorauszusehen, gegen ihn verwenden will.

Villeneuve hatte schon während der Arbeit an „Dune 2“ betont, dass er Pauls Geschichte als Warnung und nicht als Feier eines messianischen Helden erzählen wolle. Der dritte Film dürfte diesen Ansatz nun konsequent zu Ende führen. Damit wird sich „Dune 3“ wahrscheinlich erzählerisch deutlich von den ersten beiden Teilen unterscheiden.

Während dort große Schlachten, die Eroberung von Arrakis und Pauls Aufstieg im Mittelpunkt standen, geht schließlich schon die Vorlage „Dune Messiah“ in eine andere Richtung. Politische Intrigen, religiöse Konflikte und die inneren Abgründe des nun zwielichtigen und nicht mehr heldenhaften Protagonisten dürften den Film prägen. Gerade Letzteres deutet bereits der Trailer an.

Das endgültige Ende von Villeneuves "Dune"-Trilogie wird trotzdem episch

Wer jetzt Angst hat, dass nun alles eine Nummer kleiner wird, muss sich keine Sorgen machen. Nicht nur Bardems Aussagen unterstreichen, dass Villeneuve daraus dennoch ein ähnlich gewaltiges Kinoereignis macht und sich für den Abschluss seiner Trilogie nicht mit den vergleichsweise intimeren Erzählung des Romans zufriedengibt.

Der Autor dieser Zeilen konnte zudem bereits eine imposante Actionszene aus „Dune 3“ sehen, die Villeneuve mit der Unterstützung von Christopher Nolan vor allen IMAX-70mm-Vorführungen von „Die Odyssee“ zeigen darf. Was dabei in Sachen Bild und Sound aufgefahren wird, ist einmal mehr episch. Mehr zu diesem brillanten Auftakt des Films gibt es im folgenden Artikel unseres Chefredakteurs Christoph Petersen:

Solche Kriegsszenen gab es seit "Der Soldat James Ryan" nicht mehr: Ich habe die ersten 7 Minuten des gewaltigsten Sci-Fi-Blockbusters des Jahres gesehen – und bin total geplättet!

Für Denis Villeneuve soll „Dune 3“ nun auch definitiv der Abschluss seiner persönlichen Auseinandersetzung mit Frank Herberts Romanwelt werden. Auch wenn die Buchreihe anschließend noch zahlreiche weitere Geschichten bietet, will der Regisseur seine Trilogie damit beenden. Schließlich endet auch hier die eigentliche Geschichte von Paul Atreides.

Der wird einmal mehr von Timothée Chalamet dargestellt. Neben ihm, Zendaya und Javier Bardem kehren unter anderem Florence Pugh als Prinzessin Irulan, Rebecca Ferguson als Lady Jessica, Anya Taylor-Joy als Alia Atreides und Jason Momoa als Duncan Idaho zurück. Neu dabei ist Robert Pattinson als Widersacher des Protagonisten.

Dune: Part Three“ startet am 17. Dezember 2026 in den deutschen Kinos und wird dann direkt gegen „Avengers: Doomsday“ antreten. Beide dürften zu den größten Filmen des Jahres gehören. Möglicherweise wird sie an den Kinokassen aber ein aktueller Neustart übertreffen, der jetzt mit einer Bestmarke für Aufsehen sorgte. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Nach nur einem Tag in den Kinos bricht "Spider-Man 4" einen historischen Rekord – folgt jetzt der beste Start aller Zeiten?

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren