Harrison Ford ist einer der größten Hollywood-Stars überhaupt: Kaum ein anderer Schauspieler hat das Blockbuster-Kino so geprägt wie er. Schließlich hat er den peitscheschwingenden Archäologen Indiana Jones zur Leinwand-Ikone gemacht, und auch dem bis heute ungemein populären „Star Wars“-Franchise hat er als Han Solo seinen unlöschbaren Stempel aufgedrückt.
Was viele nicht wissen: Wenn es nach Indy-Schöpfer Steven Spielberg gegangen wäre, dann hätte er sich in den 1990er-Jahren für einen weiteren Mega-Blockbuster mit Ford zusammengetan. Tatsächlich hatte Spielberg vor, den „Air Force One“-Star in seinem rekordesprengenden Dino-Abenteuer „Jurassic Park“ zu besetzen – für die Rolle des Dr. Alan Grant, die schließlich der unlängst verstorbene Sam Neill verkörpern sollte.
Doch Ford, der trotz Filmen wie „Der einzige Zeuge“ oder „Frantic“ vom breiten Publikum in erster Linie mit Schatzsuchen und Weltraum-Schlachten assoziiert wurde, wollte sich auf „erwachsenere“ Stoffe verlegen – und so erteilte er der Regie-Legende eine Absage.
Gegenüber Entertainment Weekly erinnerte sich Spielberg wie folgt: „Ich ging zum Art Department und ließ sie ein fotorealistisches Gemälde eines T-Rex anfertigen, der Harrison und zwei Kinder jagt. Ich schickte ihm das Bild zusammen mit dem Drehbuch. Am nächsten Tag erhielt ich einen Anruf, und er sagte: „Das ist nichts für mich, Kumpel.“ Das war das Ende des Gesprächs.“
"Auf der Flucht" statt "Jurassic Park"
Ob er seine Entscheidung bereut hat, als „Jurassic Park“ nicht nur zum erfolgreichsten Film des Jahres, sondern auch zum bis dahin umsatzstärksten Film aller Zeiten wurde, ist nicht überliefert. Erfolglos war Ford im Jahr 1993 aber ebenfalls keineswegs: Statt sich im Spielberg-Hit von Dinosauriern jagen zu lassen, rannte er in „Auf der Flucht“ vor Tommy Lee Jones davon – wobei es der Actionthriller immerhin auf Platz 3 der weltweiten Kino-Jahrescharts schaffte.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, auf welchen zu Unrecht gefloppten Kriegsfilm Harrison Ford besonders stolz ist, dann lest direkt im nachfolgenden Artikel weiter:
"Der Film ist einzigartig": Harrison Ford ist stolz auf diesen hochspannenden Kriegs-Thriller, der im Kino zu Unrecht untergingDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.