Na, habt ihr Lust bekommen? „Swiss Army Man“ ist ab sofort Teil des Flatrate-Programms des Streaming-Services HBO Max. Den könnt ihr ganz bequem über die eigene App abonnieren oder als Zusatzkanal auf Amazon Prime Video buchen:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr den abgedrehten Spaß dort übrigens auch ganz ohne Aufpreis oder HBO streamen*. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Movie-Dome-Channels* anmelden. Sofern ihr nicht wieder stornieren wollt, werden nach dem Probezeitraum 4,99 Euro pro Monat fällig.
Wer gar keine Lust auf Streaming hat und bereits ist, ein paar Euro zu investieren, kann natürlich auch auf Blu-ray oder DVD* ausweichen.
Daniel Radcliff als Allzweckwaffe
Ist euch schon mal aufgefallen, dass „Harry Potter“-Zauberlehrling Daniel Radcliffe und Hobbit Elijah Wood („Der Herr der Ringe“) ähnliche Karriereverläufe hatten und haben? Beide sind in jungen Jahren dank ihrer Hauptrollen in zwei der größten Fantasy-Spektakel der Kinogeschichte aus relativer Anonymität zu globalen Superstars avanciert.
Als die zu ihrer Zeit alles andere überschattenden Blockbusterreihen dann zu Ende gingen, standen beiden Schauspielern garantiert alle Türen Hollywoods offen. Doch anstatt dem nächsten Mega-Franchise nachzujagen, um bloß weiterhin im Mittelpunkt des weltweiten Interesses zu stehen, machten beide erst einmal eine Pause. Danach gingen sie konsequent dazu über, fast ausschließlich in deutlich kleineren, teilweise reichlich verschrobenen Leinwandprojekten aufzutreten.
Während der Amerikaner Elijah Wood verstärkt nach Europa ging, um kleinere Thriller und Dramen wie „The Oxford Murders“ oder „Hooligans“ zu drehen, versuchte sich Radcliffe vor allem in originellen Genre-Beiträgen wie „Horns“ oder „Die Frau in Schwarz“. Ebenfalls in diese Kategorie fällt „Swiss Army Man“, der aber noch um einiges durchgeknallter daherkommt als alles, was der Brite zuvor und danach gemacht hat.
Völlig abgefahren!
Wie FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in unserer starke 4 von 5 möglichen Sternen vergebenden Kritik analysiert, ist „Swiss Army Man“ eine zugegebenermaßen völlig abgefahrene, dabei aber dennoch wunderbar warmherzige und unbedingt entdeckenswerte Tragikomödie über Einsamkeit, Freundschaft und die menschliche Fantasie als Zufluchtsort für verlorene Seelen. Was uns die einige Jahre später mit dem sensationellen „Everything Everywhere All At Once“ zu Weltruhm gelangten Drehbuchautoren und Regisseure Daniel Scheinert und Daniel Kwan in ihrem Debütfilm an spaßig-bizarren Ideen präsentieren, ist einfach großartig.
Ihr habt sicher schon mal ein Schweizer Taschenmesser (engl.: Swiss Army knife) gesehen. Dabei handelt es sich um deutlich mehr als nur um eine ausklappbare Klinge. Denn in den meisten Fällen sind auch noch andere Werkzeuge wie beispielsweise eine Schere, ein Flaschenöffner, eine Lupe, ein Korkenzieher und eine Säge angebracht. Nun stellt euch einfach vor, dass Daniel Radcliffe in „Swiss Army Man“ einen (bereits toten!) Typen spielt, den Paul Dano („There Will Be Blood“) als Universalwerkzeug benutzen kann, um auf einer einsamen Insel zu überleben und vielleicht sogar nach Hause zu kommen.
Ihr habt ja oben bereits den Trailer gesehen. Mehr als das und die gleich folgende Inhaltsangabe will ich hier nicht mehr verraten. Denn den Film muss man einfach gesehen haben, um zu glauben, was da alles mit und durch Daniel Radcliffe passiert. Also schaltet „Swiss Army Man“ einfach ein und schaut selbst. Es lohnt sich – das verspreche ich euch!
Darum geht es in "Swiss Army Man"
Der Unglücksrabe Hank (Paul Dano) ist auf einer einsamen Insel gestrandet und hat bereits jede Hoffnung auf Rettung aufgegeben. Gerade will er seinem jämmerlichen Leben ein Ende setzen, da sieht er, wie am Strand ein Körper angespült wird. Dass der von ihm spontan auf den Namen Manny (Daniel Radcliffe) getaufte Kerl längst hinüber ist, erweist sich dabei nur als kurzzeitiger Rückschlag. Schließlich lässt sich auch eine Leiche überraschend vielseitig einsetzen.
So nutzt Hank die ständigen Verwesungsfurze als Antrieb, um auf der Leiche wie auf einem Jetski über das Wasser zu sausen. Doch der Tote ist noch für weitere Dinge gut – etwa als Frischwasserspender, als improvisiertes Maschinengewehr und sogar als Kompass, wenn sein erigierter Penis nach dem Zeigen eines Fotos von Hanks heimlichen Schwarm Sarah (Mary Elizabeth Winstead aus „10 Cloverfield Lane“) den Weg nach Hause anzeigt …
Welchen „Harry Potter“-Film Daniel Radcliffe selbst am Liebsten mag, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Das ist der beste "Harry Potter"-Film – laut Hauptdarsteller Daniel RadcliffeFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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