Im mit großen Stars geradezu vollgestopften Science-Fiction-Drama „Melancholia“ geht es um den Weltuntergang. Wer deshalb allerdings ein klassisches Blockbuster-Spektakel erwartet, wird sich schnell wie im falschen Film fühlen. Trotzdem kann ich selbst dieser Klientel nur raten, dranzubleiben. Denn ich bin mir sicher, dass auch ihr noch Tage nach dem Ende des Abspanns immer mal wieder über das Werk von „Nymph()maniac“-Macher Lars von Trier nachdenken werdet.
„Melancholia“ läuft am heutigen 12. August 2026 um 20.15 Uhr auf arte. Eine klassische Wiederholung ist nicht vorgesehen. Ihr könnt den Film aber noch für eine Weile als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders anschauen. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf Blu-ray und DVD oder Video-on-Demand ausweichen:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr den FSK-12-Titel dort übrigens ganz ohne Aufpreis streamen*. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Galactic-Stream-Channels* anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 6,99 Euro pro Monat fällig.
Apokalypse in unerwarteter Atmosphäre?!
Vor und während der Arbeit an „Melancholia“ litt Lars von Trier immer wieder an schweren Depressionen. Davon inspiriert erzählt er seine Endzeitgeschichte aus der Perspektive zweier Schwestern, verkörpert von Kirsten Dunst („Spider-Man 1-3“) und Charlotte Gainsbourg („21 Gramm“). Wie der Däne in Interviews zum Film offenbarte, ist Dunsts Figur so etwas wie sein Alter Ego, durch das er seine eigenen Erfahrungen mit der Krankheit darstellt.
Dunst spielt eine Frau, für die sich jeder Tag wie ein Weltuntergang anfühlt. Erst als dieser tatsächlich einzutreffen scheint, beginnt ihr Gemüt sich aufzuhellen. Gainsbourgs Figur hingegen hat im Leben alles erreicht, was sie sich je gewünscht hat. Sie ist sozusagen wunschlos glücklich und ist von dem drohenden Ende dieses Zustands komplett überfordert. Sowohl in ihren Soloszenen als auch gemeinsam sind die beiden Miminnen ganz fantastisch.
Dunsts und Gainsbourgs Auftritte werden von einem in Bezug auf die Screentime teilweise vielleicht etwas kurz kommenden, dennoch großartig abliefernden restlichen Cast unterstützt. Als da wären: John Hurt aus „Alien“, Alexander Skarsgård („Legend Of Tarzan“), Kiefer Sutherland („24“), der mittlerweile selbst zum Meisterregisseur avancierte Brady Corbet („Der Brutalist“), James-Bond-Fiesling Jesper Christensen („Casino Royale“), das hiesige Schauspielunikum Udo Kier („Dancer In The Dark“) sowie das „Dune“-Veteran*innen-Paar Charlotte Rampling und Stellan Skarsgård.
Wie unser Chefredakteur Christoph Petersen in der starke 4 von 5 Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik unterstreicht, ist „Melancholia“ trotz des apokalyptischen Themas und der Inspiration durch den mentalen Zustand seines Schöpfers längst nicht so finster und brutal wie sein direkter Vorgänger „Antichrist“. Auch dank der brillanten Arbeit von dessen Stammkräften – Kameramann Manuel Alberto Claro und Cutterin Molly Malene Stensgaard – kommt hier eine ruhige, fast schon sanfte Atmosphäre zustande, die perfekt zur von den Figuren und ihren Dialogen beziehungsweise Aktionen vermittelten Stimmung passt. Fast lullt diese uns mit ihrer Schönheit und Erhabenheit ein und wiegt uns in Sicherheit. Wenn da nur nicht dieser immer näher kommende, fremde Planet wäre, der unserer Erde ein Ende zu bereiten droht...
"Melancholia": Das ist die Story
Die von Kindheit an eher nachdenklich-traurige Justine (Kirsten Dunst) hat beschlossen, ein „normales“ Leben zu führen. Und da dazu auch ein Ehemann gehört, will sie nun auf dem Schloss ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) den attraktiven Michael (Alexander Skarsgård) heiraten. Doch bei dem Fest geht von Anfang an einiges schief. So kommt das Paar schon gleich zu spät zur eigenen Feier – sehr zur Irritation von Claire und ihrem Gatten John (Kiefer Sutherland).
Einige Zeit später hat Justine mit handfesten Depressionen zu kämpfen. Auf Einladung von Claire zieht sie zu ihrer Schwester in ihr opulentes Heim. Da kommt die Nachricht, dass ein anderer Planet ungebremst auf die Erde zurasen würde. Während John glaubt, dass dieser doch noch an der Erde vorbeiziehen wird, bereiten sich die beiden Frauen auf individuelle Weise auf den Weltuntergang vor. So wird Claire immer besorgter, während Justine eine Art Erleichterung spürt, je größer der fremde Himmelskörper am Firmament erscheint und die Apokalypse näher rückt...
Kirsten Dunst wird übrigens als nächstes in „Ein Minecraft Film 2“ eine wichtige Rolle übernehmen. Im folgenden Artikel erfahrt ihr schon mal einiges über das Projekt:
Jack Black und Jason Momoa haben große Neuigkeiten zu "Ein Minecraft Film 2" – und gewähren den Fans einen Blick hinter die Kulissen*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.